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schwefel

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Schwefel

Bd. 7, Sp. 2034
Schwefel, Schwegel das Wort ist allg., u. zwar -ēw, –Ew-, –ēə-, –īə-, –E:-; s. schweben [Rhfrk im Saargeb. u. an der Nahe vielfach -ęw-; Siegld-Freier Grund -eawəl]; früher stand dafür im Rip, Nfrk -E:jəl, –ēə-, –īə- [urkdl. swegell Köln XIV], das noch für Bed. 1 b, fast nie für 1 a von der ältern Generation gebraucht wird, u. zwar Bitb-Rittersd, Prüm-Mürlenb Ihren, Malm u. Rip (nicht aus Aden, Ahrw, Neuw bezeugt), Berg, Eup, SNfrk (nicht aus Kref), Geld-Pont, Mörs-Friemersh, MülhRuhr [-E·ə.l Malm-Mürring; -ę·i.əl Sieg-Fussh, Sol-Hilgen (sonst keine Belege für Ausfall des -g-); -ęj- uWupp] m.: 1.a. Sg. t. wie nhd.; Rossschw. roher Schw. MüEif; an dat Strikspönsche es kene Schw. miəhr Kref, Allg.; wenn me de Beien schlachten well, bruck me Schw. Mörs, Allg. RA.: Die zween sin nit ausenannerzebrenge, die hongge zesamme wie Bech (Pech) un Schw. Simm, Allg. Für (Feuer) on Schw.! Fluch Barm. — b. -əl, Pl. -əln, –ələ, meist Demin. -əlχə(n), –əltšə, –əlkə, –əltjə, Pl. -χər, –tšər, –əlkəs, –əltjəs Streichholz (ursprüngl. mit Schw.köpfchen) Rip, Berg, SNfrk (heute meist Schw.hölzchen, –spänchen, Feuer-, Streichholz, -spänchen) (in frühester Zeit waren die Sch.ə kurz geschnittene Hanfstengel; sie wurden in kleinen Bunden (Böselkes) von hundert Stück verkauft, in Schw. getaucht u. dienten zum Feueranmachen, entzündet durch Feuerschlagen mit Zunder Selfk); en Schachtel Schw.ə; Schw.ə astrike Selfk, Allg. RA.: Die hät e Paar Backe (so rot), do kann mer ene Schw. dran amache Dür. Enne Schw. en twiə on e Backske en ens mancher sucht einen Pfennig u. verbrennt dabei drei Kerzen Heinsb; e Glas Ber op ene Zog, e Schweəgelke en drei Del Sparsamkeit u. Verschwendung an unrechter Stelle MGladb, Allg. Komm, min allerleivste Mädche, gelt (kaufe) jet Schwegele us minge Bott (Tragkorb), en se sönd esu gott gezoppt (getunkt) wie de wopp, w., w., w., woppt! Aach-Stdt. Der hät möt ne Schw. geschreve grob u. ungeschickt Düss-OKassel. — 2. übertr. šwE·ə.lχə Pflanze, die breite geschweifte Blätter hat, zum Krautwisch gehörig (botanisch nicht feststellbar) Malm-Mürring.
2115 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schwêfel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Schwêfel , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. ein brennbarer Körper, welcher aus einer mit Vitr…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schwefel

    Goethe-Wörterbuch

    Schwefel ‘Schw.’ GWB N5 2 ,112,8 1 in der Naturphilosophie u bes in der Alchemie: einer der drei Grundbestandteile der m…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schwefel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Schwefel (sulphur) , griech. Thion, ein einfacher Stoff, findet sich gediegen, in den S. metallen , in den schwefelsaure…

  4. modern
    Dialekt
    Schwefelm.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schwefel m. : 1. 'gelbes Mineral, das beim Verbrennen scharfe Dämpfe entwickelt (Sulphur)', Schwäwel (šwEwəl, šwEwl) [ve…

  5. Sprichwörter
    Schwefel

    Wander (Sprichwörter)

    Schwefel Wo schwefel bey fewer kompt, so brents. – Henisch, 502, 34. Lat. : Ignibus admotum flammescit sulphur avaris.

  6. Spezial
    Schwefel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schwe|fel m. (-s) ‹chim› solper (-pri) m. ▬ zusammenhalten wie Pech und Schwefel tigní adöm sciöche na cola.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schwefel

374 Bildungen · 340 Erstglied · 33 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schwefel 2 Komponenten

sch+wefel

schwefel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schwefel‑ als Erstglied (30 von 340)

Schwefelabguß

GWB

schwefel·abguss

Schwefelabguß Bindestrichschr GWB B29,223,12 ; ‘Schwefel Abgüße’ GWB B8,133,1 , GWB B9,179,25 a (mittels Abguß in einer Schwefelmasse herges…

schwefeläther

DWB

schwefel·aether

schwefeläther , m. , auch äther allein, eine wasserhelle, leichtbewegliche, sehr flüchtige und sehr leicht entzündliche flüssigkeit, gewonne…

Schwefelanemone

LDWB2

schwefel·anemone

Schwe|fel|ane|mo|ne (Pulsatilla sulphurea, Anemone alpina subsp. apiifolia) f. (-,-n) ‹bot› anemona ghela f.

schwefelartig

GWB

schwefel·artig

schwefelartig für: schwefelhaltig weder Pyriten noch andere s-e Materien, so allgemein in der regelmäßigen Kohlenformation, lassen sich hier…

schwefelauflösung

DWB

schwefel·aufloesung

schwefelauflösung , f. auflösung von schwefel ( oder schwefelsalzen ) in einer flüssigkeit bez. die schwefelhaltige flüssigkeit selbst; nach…

schwefel als Zweitglied (30 von 33)

Ɉungferschwefel

Campe

Der Ɉungferschwefel , des — s , d. Mz . w. d. Ez. wenn von mehrern Arten die Rede ist, Schwefel, welchen man schon gediegen findet; zum Unte…

Badeschwêfel

Adelung

bade·schwefel

Der Badeschwêfel , des -s, plur. car. natürlicher Schwefel, welcher in Schwefelquellen, und besonders in heißen Bädern, wie z. B. zu Aachen,…

Faßschwefel

PfWB

fass·schwefel

Faß-schwefel m. : 'Schwefel zum Entkeimen der Weinfässer', -schwewwel [ KU-Schmittw/O ]; vgl. PfWB einschwefeln . SHW Südhess. II 367 ; ElsW…

goldschwefel

DWB

gold·schwefel

goldschwefel , m. , deutscher name für antimonpentasulfid Sb 2 S 5 , ' ein geruch- und geschmackloses ... orangefarbenes pulver ' Meyer gr. …

höllenschwefel

DWB

hoellen·schwefel

höllenschwefel , m. : soll die gluth denn ewig, vorsätzlich angefacht, mit höllenschwefel genährt, mir auf der seele marternd brennen? Göthe…

kaufschwefel

DWB

kauf·schwefel

kaufschwefel , m. : ich rede hier von den lebendigesten und edelsten schwefeln und gar nicht von den groben kaufschwefeln. Thurneisser magn.…

Luftschwêfel

Adelung

luft·schwefel

Der Luftschwêfel , des -s, plur. inus. die in der Luft befindlichen schwefeligen Dünste. Im gemeinen Leben wird der gelbe Schaum, welchen ma…

pferdeschwefel

DWB

pferd·e·schwefel

pferdeschwefel , m. oder roszschwefel, sulphur caballinum, ein in der thierarzneikunde angewendeter rückstand von der läuterung des rohschwe…

Rohschwèfel

Adelung

roh·schwefel

Der Rohschwèfel , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. roher, ungeläuterter Schwefel, so wie er bey dem Rösten aus den Sc…

rossschwefel

DWB

ross·schwefel

rossschwefel , m. roher schwefel, der noch nicht gereinigt ist. Jacobsson 3, 453 a : nimm roszschwebel, alt schmeer, lorbeern und quecksilbe…

rotzschwefel

DWB

rotz·schwefel

rotzschwefel , m. die gröbste und unreinste art des schwefels, gegen den rotz der pferde gebraucht. Campe ( vgl. rossschwefel).

Schnittschwefel

PfWB

schnitt·schwefel

Schnitt-schwefel m. : 'mit Schwefel beschichteter Papierstreifen', dient im Weinbau zur Desinfizierung von Gefäßen, -schwewwel (-šwęwəl) [ N…

Spießglasschwêfel

Adelung

spiessglas·schwefel

Der Spießglasschwêfel , des -s, plur. inusit. 1. Derjenige Schwefel, welchen das Spießglas bey sich führet, mit welchem der Spießglaskönig v…

stangenschwefel

DWB

stangen·schwefel

stangenschwefel , m. schwefel in stangen oder cylindrischen stücken; er wird erhalten durch gieszen von geschmolzenem schwefel in formen von…

treibschwefel

DWB

treib·schwefel

-schwefel , auch triebschwefel ( s. d. ), ' der im schwefeltreibofen aus kiesen getrieben, und noch nicht geläutert worden. sulphur crudum '…

triebschwefel

DWB

trieb·schwefel

triebschwefel , m. : an einigen orten sublimiret die natur den schwefel von sich selbst, durch das unterirdische feuer, dahero der so genann…

Trippschwêfel

Adelung

trippsch·wefel

Der Trippschwêfel , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. im Hüttenbaue, derjenige Schwefel, welcher bey dem Rösten des Bl…

tropfschwefel

DWB

tropf·schwefel

tropfschwefel , m. , auch ' jungferschwefel, der in den holungen der röste sich ansezende reine so wohl als der von natur erzeugte schwefel …

Ableitungen von schwefel (1 von 1)