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Schün

mnd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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6 in 5 Wb.
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6

Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Schün Pl.

Bd. 6, Sp. 217
Wossidia Schün Pl. Schünen, Schüüns Scheune: horreum 'ein Schne' Chytr. 406; Schün Mi 78a; min Schüns Luk. 12, 18 1. über die geschichtliche Entwicklung, Bauweise, Größe und Formen der Scheune in Mecklenburg vgl. Baumg. Scheune und Bauernh.: sie diente zunächst ausschließlich der Stapelung von Heu und Futtervorräten und hatte keine Fahr- oder Dreschdiele; seit dem 16. Jh. gab es zweischiffige Formen, die in Banse (Fack Taß) und lehmgeschlagene Unterfahrt (Däl) aufgeteilt waren; im 18. Jh. wird die Hallendielenscheune schlechthin zum Typus der Scheune in Mecklenburg; auf den Gütern gab es für die einzelnen Getreidearten besondere Scheunen: Gasten-, Hawer-, Mankkuurn-, Roggen-, Weitenschün, nach der Verwendung werden ferner Arwten-, Heu-, Teigel-, Tobacks-, Torfschün benannt; in den Scheunen der Bauern entsprachen dem teils bestimmte Abteilungen: Arwten-, Gasten-, Hawer-, Heu-, Roggen-, Saat-, Weitenfack, -taß, teils kam das Winterkorn int Fack, das Sommergetreide up dei Sleit, up dei Hill', int Midd'fack (über der Tenne), vielfach gab es überhaupt keine bestimmte Ordnung; die Scheunen der Ackerbürger standen vor den Städten in besonderen Scheunenvierteln: 'idt scollen ock forder edder mehr schunen in die stedde nicht gebuwet ßunder darvar gesettet werden' (Pol.-Ord. 1516) Jb. 57, 300. 2. sprachliche Belege: 'dat rum uppe der nigenstat ... mit schunen unde mit spikere' (Schw 1326) UB. 7, 347; 'wy hebben verkoft ... einen spiker unde eyne schůne up deme kerkhove' (1357) 14, 150; Rdaa.: in de grot Schün führen Korn in Mieten fahren Schö Schönberg@DemernDem; in uns' Herrgott sin Schün MaMalchin@GielowGiel; nu (im Frühling) is de grot Schün wedder apen, nu hebben wi för Minschen un Veih wedder to läben PaParchim@GoldbergGoldb; de dick Seier bruukt sin Schün nich grötter to bugen wird nur geringen Ertrag haben StaStargard@QuastenbergQuast; Wetterregel: Mai käuhl un natt Füllt den Buer Schün un Fatt Ro; dei is hell as ne afgedeckte Schün ironisch vom Klugen Wa Waren@VipperowVipp; auf ik will nah Hus folgt die Gegenrede hier is ok keen Schün Latend. Agr. 227; RoRostock@GresenhorstGres; bildl.: Schröders ehr Schün steiht apen Rockschlitz HDamm. FN.: Schünbarg, -küssel, -städ', -waterlock, Kloster-, Täächschün. Weitere Zss.: Arw-, Bu-, Buten-, Drög'-, Feld-, Haw-, Hüer-, Hus-, Martens-, Mœhlen-, Schulten-, Sommer-, Spor-, Stadt-, Strik-, Wildschün, Tegetschüne. — Mnd. schne. — Br. Wb. 4, 714; Dä. 416a; Da. 189b; Kü. 3, 103; Me. 4, 437; Teu. 2, 14.
2393 Zeichen · 42 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schuensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    schuen , sw. V. Vw.: s. schȫen

  2. modern
    Dialekt
    SchünPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schün Pl. Schünen, Schüüns Scheune: horreum 'ein Schne' Chytr. 406; Schün Mi 78 a ; min Schüns Luk. 12, 18 1. über die …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schuen

92 Bildungen · 88 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

schuen‑ als Erstglied (30 von 88)

Schuenägler

ElsWB

Schuenägler m. Nagelschmied, der Schuhnägel verfertigt; Mann, der mit Schuhnägeln handelt Dü.

Schünbœhn

MeckWB

schuen·boehn

Schünbœhn Schünen- m. Bodenraum der Scheune: up 'n hogen Schünenbœhn Pa.

Schündack

MeckWB

schund·ack

Schündack Schünen- n. Scheunendach; Volksreim: Stäk den Düwel in 'n Sack, Smit em œwert Schünendack Wo. Sa.

Schündäl

MeckWB

schund·ael

Schündäl Schünen- f. Scheunendiele, auf ihr wurde das Getreide gedroschen ( s. döschen 1 a, Bd. 2, 428), der Flachs ge räpelt und geschwunge…

schündære

Lexer

schuen·daere

schündære , schüntære stm. BMZ antreiber, reizer Lit. Aneg. dâ sîn schuntær ob im stê Erinn. 894 (936) ;

schünde

Lexer

schu·ende

schünde , schunde stf. BMZ anreizung. ledige dîne knehte von tûvillîchen schunden Lit. 1356 (= von teuflîchen sunten Fdgr. 2. 234,39 );

schündec

LexerN

schu·endec

schündec adj. antreibend, reizend. der Sathanas schündig ist ân underlas Kzm. sp. 240 b .

schündegen

Lexer

schuen·degen

schündegen swv. antreiben, reizen. einen schundegen zû etw. Br. H. 7,5. 109. 133 ;

schünden

DWB

schu·enden

schünden , verb. antreiben. 1 1) schünden ist ein gemeingermanisches verbum, das sich in allen altgermanischen dialecten auszer dem goth. fi…

Schündermülle

RhWB

Schünder-mülle šø·n.dərme:l Kobl-Rüber f.: Eidechse.

schündigen

MNWB

schuen·digen

schündigen , swv. , „suggerere, övel raden ”; tõ hôpe sch. aufeinanderhetzen.

Schündör

MeckWB

schuen·doer

Schündör f. Scheunentor 1. eig.: is so väl Sünn an 'n Häben, bring' man ne grot Schündör mit scherzhaft, um die Hitze abzuhalten Sta Wulk ; …

schündörenwit

MeckWB

schuendoer·en·wit

schündörenwit groß wie ein Scheunentor: dei reet de Oogen schündörenwit up H. Schröd. Buerh. 2, 145.

Schündöscher

MeckWB

schuen·doescher

Schündöscher Schünen- m. Scheunendrescher, vgl. Döscher 1 (Bd. 2, 431): 'Scheundröscher' N. Monschr. 1792, S. 200; ein staffrecht Schündösch…

schündunge

Lexer

schu·endunge

schündunge , schüntunge stf. ib. dasselbe Aneg. Gest. R. Br. 24 b . ib. H. 2,79. 28,6. Marg. 512.

Schündur

MeckWB

schuen·dur

Schündur n. Scheunentor, üblich dafür -dör; Rda. wenn jem. beim Essen viel redet: Jung', mak 't Schündur up un führ in Gü Bütz .

schü̂negārde

MNWB

schuene·garde

° schü̂negārde , m. , „ de wortstede by S. huse und den nygen sch.n ” (Livl. Ub. I 12, 189).

Schünemann

MeckWB

schuene·mann

Schünemann m. Besitzer einer Scheune; PN.: 'iohannes scuneman' (1287) Brockm. 129.

Schǖnendeªlendōr

WWB

Schǖnen-deªlen-dōr n. großes Einfahrtstor an der Tenne des Bauernhauses (Frbg.) ( Min Sb).

Schǖnendeªrsker

WWB

schuenen·dearsker

Schǖnen-deªrsker m. Gelegenheitsarbeiter, der im Winter von Hof zu Hof zieht, um beim Dreschen mit dem Flegel zu helfen. — Ra.: Heu frätt os…

Schǖnendōr

WWB

schuen·endor

Schǖnen-dōr n. [Lippe Wbg Hag] großes Einfahrtstor an der Tenne des Bauernhauses (Frbg.).

schuen als Zweitglied (3 von 3)

Hawerschün

MeckWBN

hawer·schuen

Wossidia Hawerschün f. Haferscheune Gü Güstrow@Lübsee Lübs ; Karch; Ma Malchin@Kastorf Kast .

Heuschün

MeckWBN

heu·schuen

Wossidia Heuschün f. Heuscheune Ma Malchin@Kastorf Kast .

Ableitungen von schuen (1 von 1)

schü̑ne

MNWB

~schü̑ne, f. , Heuscheune, Feldscheune . —