Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schrulle f.
Schrulle f.
Schrulle f. ‘wunderlicher Einfall, Laune, Marotte, merkwürdiges Verhalten’, ein nd. Wort, das im 18. Jh. in die Literatursprache eingeht und dort im 19. Jh. geläufig wird. Mnd. schrul, schrol m. n. ‘Groll, Verstimmung, Raserei, Verrücktheit’, nd. Schrull m. ‘toller Einfall’ steht wie nl. schrollen ‘schmälen, schimpfen’ (17. Jh.) und schwed. (mundartlich) skrolla ‘schelten’ lautmalend im Ablaut zu schrill (s. d.). – schrullig Adj. ‘wunderlich, launisch’ (19. Jh.).