Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schrape
Schrape
schrappen, schrapen Vb. ‘(ab)schaben, (ab)kratzen, raspeln’, Übernahme (14. Jh.), teils mit expressivem pp, aus dem Nd. in die Literatursprache, entsprechendes frühnhd. schrapfen, schraffen verdrängend. Mnd. schrāpen ‘scharren, schaben, kratzen’, mnl. scrāpen, nl. schrapen, aengl. scrapian, engl. to scrape ‘scharren, schaben, kratzen’, anord. skrapa ‘schaben, kratzen’ führen auf germ. *skrapōn, ein Intensivum zum starken Verb germ. *skrepan ‘schaben, kratzen’, mhd. schreffen, schreven ‘reißen, ritzen, kratzen’, aengl. screpan. Außergerm. vergleichbar sind lat. scrobis ‘Grube’ (eigentlich ‘Ausgeschabtes, -gekratztes’), lett. (älter) skrapt ‘meißeln, schaben, kratzen’, russ. skrestí (скрести), poln. skrobać, obsorb. škrabać ‘kratzen, schaben’, lit. skreběti ‘rauschen, rascheln’, anzuschließen an die verbreitete und erweiterte Wurzel ie. *(s)kerb(h)-, *(s)kreb(h)- (s. schröpfen). Schrape f. Werkzeug zum Kratzen, zum Abraspeln, mnd. schrape f., mhd. schrapfe m. Schrapper m. ‘wer zusammenkratzt, Geizhals’ (17. Jh.).