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schnippen

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
10
Verweise raus
18

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schnippen

schnippen

schnip(p), schnip(p)s Interjektion Schallwort für ein kurzes, knipsendes Geräusch mit den Fingern, beim Schneiden mit der Schere (16. Jh.), substantiviert Schnip(p), Schnip(p)s m. ‘schnelle, knispsende Bewegung, schnappender Schnitt mit der Schere, abgeschnittenes Stück, Kleinigkeit, Unbedeutendes’ (16. Jh.), auch ‘kurzer Augenblick’ (in eim Schnips ‘im Nu’, 16. Jh.). Mit lautmalendem Vokalwechsel (Sekundärablaut) schnippschnapp Interjektion Schallnachahmung des wiederholten Schneidens oder Klapperns (15. Jh.), substantiviert mhd. snippensnap m. ‘Schwätzer’, auch scherzhaft für ‘Schneider’ (17. Jh.), und Schnippschnapp(schnurr) n. ein Kartenspiel (18. Jh.). schnippen Vb. (mit sich aneinander reibenden Fingern) ‘eine schnelle, einen hellen, knipsenden Ton hervorrufende Bewegung machen’ (16. Jh.), ‘mit der Schere zuschnappen’ (18. Jh.), md. nd. snippen (auch ‘schwatzen, plaudern, zischeln’, 16. Jh.), nl. snippen, engl. to snip ‘schneiden’, nhd. (obd.) schnipfen ‘in kleine Stücke schneiden, mit einer schnellen Bewegung etw. wegschnappen’. Daneben gleichbedeutend, doch intensivierend schnippern Vb. (17. Jh.), schnip(p)sen Vb. und schnippeln Vb. (beide 18. Jh.). Schnippchen n. ‘schnellende, knipsende Bewegung und das dabei entstehende Geräusch’ (Schnipgin, Anfang 17. Jh.), meist in der Wendung ein Schnippchen schlagen ‘sich lustig machen, einen Streich spielen’ (17. Jh.), Deminutivum zu Schnip(p) m. (s. oben). Schnippel m. n. ‘kleines abgeschnittenes oder abgerissenes Stück’ (um 1800), nd. Snippel; intensivierend. Schnipsel m. n. (19. Jh.).
1561 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnippen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schnippen , verb. reg. welches eine unmittelbare Nachahmung des Lautes ist, welchen die Interjection Schnipp ausdruckt, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schnippen

    Goethe-Wörterbuch

    schnippen 1 onomatopoetisch: eine Schere auf- u zuschnappen lassen daß sie [ Philine ] ..eine mäßig große..Schere trug, …

  3. modern
    Dialekt
    schnippen

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schnippen das Zeitw., wahrscheinlich die Grundlage für das rhein. Schnippe, schnippig u. auf Schnippe II »Zipfel, Schnab…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnippen

12 Bildungen · 8 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schnippen 2 Komponenten

sch+nippen

schnippen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnippen‑ als Erstglied (8 von 8)

schnippen II

RhWB

schnippen II = entästen s. bei Schnippe II.

schnippen III

RhWB

schnippen III das Wort, im Abl. zu schnappen u. im konsonant. Auslautwechsel zu schnicken, ist zunächst in Ottw-Göttelborn , Saarl , Merz , …

Schnipp(en)kappe

PfWB

schnippen·kappe

Schnipp(en)-kappe f. : ' Schirmmütze ', Schniepkapp [ KL-Neukch ], Schniepe- [ Krämer Gal 190], Schniewe- [ Gal-Augustdorf Bolech Josbg ]; v…

Schnippenknieer

RhWB

Schnippen-knieer -e·i.jər m.: Neckn. für einen aus Wittl-Manderschd .

schnippen als Zweitglied (2 von 2)

abschnippen

DWB

abschnippen , abscindere, zerfetzen, abreiszen in kleinen enden und spitzen. der hochd. form wäre schnipfen gemäsz. haare, wolle abschnippen…

beschnippen

DWB

beschnippen , digitis crepando irridere, verhöhnen und ein schnippchen dazu schlagen.

Ableitungen von schnippen (2 von 2)

beschnippen

DWB

beschnippen , digitis crepando irridere, verhöhnen und ein schnippchen dazu schlagen.

verschnippen

RhWB

ver-schnippen: etwas v., Geld u. Gut durch Leckereien draufmachen; en Geseit machen as en Ap (Affe), de et Kostgeld verschneppt hät Wermelsk…