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Schnippen

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
Verweise rein
10
Verweise raus
18

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Schnippen

Bd. 3, Sp. 1604
Schnippen, verb. reg. welches eine unmittelbare Nachahmung des Lautes ist, welchen die Interjection Schnipp ausdruckt, daher es in verschiedenen Fällen gebraucht wird, wo dieser Laut Statt findet. Es ist in doppelter Gestalt üblich. I. Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, diesen Laut von sich geben, hervor bringen. 1) Bey den Jägern wird es von einem gewissen Laute der Schwarzamseln gebraucht, welchen sie machen, wenn sie des Morgens oder Abends ein wildes Thier gewahr werden. Die Amsel schnippt. 2) Ein Schnippchen schlagen heißt in vielen Gegenden gleichfalls schnippen. Jemanden vor die Nase schnippen. Nieders. knippen. S. Schnippchen.[] 3) Ein Bret schnippt in die Höhe, wenn es in die Höhe kippt, mit Schnellkraft in die Höhe fähret, wo es von kleinern Körpern, oder einem schwächern Laute gebraucht wird als schnappen. II. Als ein Activum, solche Veränderungen in den Körpern vornehmen, welche sich durch diesen Laut vornehmlich bezeichnen. 1) Mit der Schere zu kleinen Stücken schneiden oder beschneiden, wo es den Laut der Schere genau nachahmet. Die Tuchmacher beschnippen das Tuch, wenn sie die Spitzen der Wolle mit der Schere abschneiden. Diminutiva davon sind schnippeln, schnipfeln und schnippern, das Vergrößerungswort aber schnuppen wird von dem Lichte gebraucht. 2) Mit Schnellkraft fortstoßen, wo es von größern Dingen als schnicken und von kleinern als schnellen gebraucht wird, von beyden aber sich nur im Endlaute unterscheidet. Die Feldhühner schnippen mit dem Schwanze, wenn sie denselben mit Schnellkraft auf und nieder bewegen. So auch das Schnippen.
1595 Zeichen · 23 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnippen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Schnippen , verb. reg. welches eine unmittelbare Nachahmung des Lautes ist, welchen die Interjection Schnipp ausdruckt, …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schnippen

    Goethe-Wörterbuch

    schnippen 1 onomatopoetisch: eine Schere auf- u zuschnappen lassen daß sie [ Philine ] ..eine mäßig große..Schere trug, …

  3. modern
    Dialekt
    schnippen

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    schnippen das Zeitw., wahrscheinlich die Grundlage für das rhein. Schnippe, schnippig u. auf Schnippe II »Zipfel, Schnab…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnippen

12 Bildungen · 8 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von schnippen 2 Komponenten

sch+nippen

schnippen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnippen‑ als Erstglied (8 von 8)

schnippen II

RhWB

schnippen II = entästen s. bei Schnippe II.

schnippen III

RhWB

schnippen III das Wort, im Abl. zu schnappen u. im konsonant. Auslautwechsel zu schnicken, ist zunächst in Ottw-Göttelborn , Saarl , Merz , …

Schnipp(en)kappe

PfWB

schnippen·kappe

Schnipp(en)-kappe f. : ' Schirmmütze ', Schniepkapp [ KL-Neukch ], Schniepe- [ Krämer Gal 190], Schniewe- [ Gal-Augustdorf Bolech Josbg ]; v…

Schnippenknieer

RhWB

Schnippen-knieer -e·i.jər m.: Neckn. für einen aus Wittl-Manderschd .

schnippen als Zweitglied (2 von 2)

abschnippen

DWB

abschnippen , abscindere, zerfetzen, abreiszen in kleinen enden und spitzen. der hochd. form wäre schnipfen gemäsz. haare, wolle abschnippen…

beschnippen

DWB

beschnippen , digitis crepando irridere, verhöhnen und ein schnippchen dazu schlagen.

Ableitungen von schnippen (2 von 2)

beschnippen

DWB

beschnippen , digitis crepando irridere, verhöhnen und ein schnippchen dazu schlagen.

verschnippen

RhWB

ver-schnippen: etwas v., Geld u. Gut durch Leckereien draufmachen; en Geseit machen as en Ap (Affe), de et Kostgeld verschneppt hät Wermelsk…