Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
schmalzen
schmalzen
Schmalz n. ‘ausgelassenes tierisches Fett’, übertragen (um 1920) ‘übertrieben gezeigtes Gefühl, Sentimentalität’, ahd. (9. Jh.), mhd. smalz, mnd. smalt, smolt, mnl. nl. smout (germ. *smalta-), mit Ablaut aengl. smolt, schwed. smult (germ. *smulta-) stehen zu dem unter 1schmelzen (s. d.) behandelten Verb. Schmalz bezeichnet vor allem zerlassenes Speisefett (heute besonders Schweine-, Gänseschmalz), in obd. Mundarten auch ‘ausgelassene Butter’ (vgl. Butterschmalz) oder (wie schon frühnhd.) ‘Butter’. – Ohrenschmalz n. ausgeschiedenes Sekret im äußeren Gehörgang, frühnhd. ōrsmalz (15. Jh.); vgl. mhd. ōrsmer (s. Schmer, 1schmieren). schmalzen Vb. ‘mit Schmalz zubereiten’, spätmhd. smalzen; im Part. Prät. geschmalzt und geschmalzen. Daneben auch gleichbed. schmälzen, mhd. smelzen. schmalzig Adj. ‘mit Schmalz zubereitet, fett’, mhd. smalzec, smalzic; übertragen ‘sentimental’ (20. Jh.); doch vgl. bereits smalzige Wort ‘Schmeicheleien’ (15. Jh.).