Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schleuder f.
Schleuder f.
Schleuder f. ‘Wurfgerät, mittelalterliche Belagerungsmaschine’, frühnhd. slewder, schleuder (15. Jh., letzteres von Luther in die Literatursprache aufgenommen), (ohne Umlaut) sluder, schluder (15. Jh.), mnd. slūder, (diphthongiert) slauder (15. Jh.), Schlauder (16. Jh.) führen mit schludern und schlottern (s. d.) auf ie. *(s)leut-, *(s)lūt-, eine Dentalerweiterung der Wurzel ie. *(s)leu-, *(s)lū- ‘schlaff herabhängen, schlaff’ (s. schlummern). Heute steht Schleuder (der Bedeutung des Verbs folgend) vorwiegend für ‘Zentrifuge’, besonders als Kurzform von Wäscheschleuder. – schleudern Vb. ‘mit einer Schleuder, mit Schwung werfen, schlenkern’, mhd. slūdern ‘schlenkern’, in älterer Sprache auch slawdern (15. Jh.), schlūdern, schlaudern (16. Jh.). verschleudern Vb. ‘Ware unter dem Preis verkaufen’ (18. Jh.), zuvor dafür das Simplex schleudern (17. Jh.).