schlabbern das Wort, nach
nd.,
ndl. s(ch)labben,
engl. slabber, ist allg., u. zwar
šlabərə(n) [doch
-aw- vielfach oder meist Saargeb., Nahe, Birkf, Simm-Schlierschd, Bernk-Allenb Hellertshsn, Merz-Nunk, Wittl-Manderschd, Zell-Trarb, Koch-Kaifenh Laub, May-Hatzenport
(-ā-) Daun-Gerolst, Aden-Weibern, Siegld-Eisern Heisbg;
-ab- u.
-aw- Elbf, Mettm-Vohwinkel; Geld-Veert
(-ā-); –ab- u.
-āb- Bitb-NWeis;
-āb- Erk-Rath;
-av- Jül-Linnich;
-ǫb- Heinsb-Dremmen; in Dinsl, Rees, Klev, Mörs-Xanten neben
-ab- auch
-ob- (
s. schlubbern)
schw.: 1. trans. u. absol. a. etwas schl., mit Flüssigem, Breiigem unachtsam umgehen, davon einen Teil vergiessen, verschütten; beim Essen verschütten, Tisch u. Tischgerät begiessen, auch Speisen aus dem Munde fliessen lassen; die Kleider dabei besudeln;
dat Kend schlabbert; schlabber ävver net; net schl. losse; du häs de Melch (us de Kann) geschlabbert; du häs vill Wasser (us dem Emer) g.; du häs et Esse g.; du moss necks üvversch.; du häs dir et Kled beschlabbert u.
du häs dech voll g. — Man
schlabbert Heu (vam H.), das nicht sorgfältig gebunden war; ebenso von zu voll geladenem Wagen Rip, Allg. Futter aus der Krippe werfen u. beschmutzen, von der Kuh Monsch. —
De Kuhw es an't Schl. der Schleim fliesst vor dem Kalben ab Geld-Veert. — RA.:
Kinger (Kinder)
un al Lü (Leute)
dürwen schl. Gummb-Berghsn.
Hej kann niet es Papp ete sonder Schl. Rees.
De Engele schl. es regnet bei Sonnenschein Aach-Vicht.
Os Hannes schlabbert net sagte eine Frau, deren Manne man eine Serviette anbot, ein geflügeltes Wort, mit dem man eine angebotene S. ablehnt Eusk, Verbr.
Ber en Leffel hät, kann met schl.! scherzh. Einladung, mitzuessen Kobl-Kaltenengers.
Hei es te domm, för Papp (Brei)
te schl. Duisb.
Den hät de Düvel geschlabbert er ist ein Taugenichts Schleid-Malzbenden.
De es vam Poswagen g. ein armer Kerl Wermelsk.
Den hant de Zigeuner von de Kar g. ein armes Kind wurde geboren Düss-Stdt. — b. scherzh. einen schl., im Gedränge verlieren, in einer animierten Gesellschaft zurücklassen;
den häbbe we geschlabbert Duisb, Allg.; auch etwas schl., nicht tun;
wat mag dem fähle, dat e dise Meddag et Esse schl. well; de Mess schl. die Messe versäumen Köln, Rip. — c. Kleidungsstücke
dropschl. abnutzen Jül-Linnich. —
d. absol. α. scherzh. trinken Dür-Langerwehe 1890, Aach-Stdt 1836. — β. bluten Geilk-Würm. — γ. lallen, von kleinen Kindern Birkf-NEisenb. — 2. intrans. a. verschüttet werden;
dat Wasser (der Emer) schlabbert, — sch. üvver, — herus Rip, Allg.;
de Bitt es vull bis zum Iwerschl. Kreuzn, —
es geschlawwerd(e) un geschliwwerd(e) voll Saargeb., Nahe, Birkf, Simm, Bernk (Hunsr), Daun-Gerolst. RA.:
Wo nicks schlabbert, do ös och nicks MülhRh, Düss, Neuss.
Et schlabbert all eso es sind nur schwache, unregelmässige Einkünfte vorhanden Grevbr-Wickr, Verbr. — b.
et schlabbert oder
der Brei (Deig, et Fett) schl. schwankt hin u. her, von einer nicht festen Masse Saarbr, Saarl, Bernk, Zell, Koch, May-Hatzenport; der Fisch
schlabbert, wenn er aufs Trockene kommt Trier-Mettnich. — c.
et schlabbert, — es am schl. es regnet u. schneit durcheinander Siegld. —
d. langsam, müde, nachlässig gehen, sich eben fortschleppen, wegen Körperschwäche;
do kennt e geschlabbert; e schlabbert alt noch doher; e schl. sech alt derdurch durch Kümmerlichkeit u. Krankheiten Bitb, May, Jül-Tetz, Gummb-Osbghsn, Siegld (UWilden
-ę-). — Abl.:
die Schlabber(er)ei, dat Geschlabber(sch), der Schlabberer, die Schlabbersch(e).