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schlubbern

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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3 in 3 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

schlubbern

Bd. 7, Sp. 1380
schlubbern das Zeitw., mit dem schlabbern u. schlibbern, schleibern zu vergleichen ist, ndl. slobbere, mnd. slubberen, ist in vier getrennten Geb. verbr.: α. WMosfrk -ūb- Trier (Mos., n. Mos), Wittl, Bitb u. -ub- Saarbg-Wellen, Daun-Neroth, Prüm; β. -ob- Siegld; γ. -ub- NBerg in Remschd, Wermelsk, Mettm, Barm, Elbf, Sol, Düss u. anschliessend im rip. Wuppergeb.; δ. daran nach kurzer Trennung -ub- Ess; -ob- Rees u. Klev, Mörs u. -ub- Geld, Kemp u. vereinzelt Heinsb-Karken, Erk-Keyenbg, MGladb-Rheind, Neuss-Nievenh, Dür-Golzh, Aach-Stdt Eschw, Eup [meist steht für Bed. 1 a daneben schlabbern, das das häufigere Wort ist, aber gegenüber -ubb- derber klingt und mehr das gewohnheitsmässige Schl. bezeichnet] schw.: 1. trans. a. absol. ein Gefäss mit Flüssigkeit ungeschickt fortbewegen, dass man den Inhalt verschüttet; eine Flüssigkeit, Teile einer Speise schl., vergiessen, verschütten u. so den Tisch, Boden, die Kleider sich besudeln; dau schlubersch jo; schluber de Milch net; ebbes iwerschl.; et Kled, sech voll schl. WMosfrk, Allg. Hej kickt (lett de [] Lepp so lang hange), as wenn hej Papp (Brei) geschlobbert hätt er macht ein missmutiges Gesicht Klevld. — Geschlub(b)ert(e) voll zum Überlaufen angefüllt, von Gefässen Saarbg-Wellen, Trier-Cordel Pluwig Schleidw, Bitb-Auw Speicher, Wittl-Gladb, Daun-OStadtf, Prüm-Lambertsbg Neustrassbg Stdt. — b. absol. u. etwas enen Kloren (Schnaps) schl. (heimlich) trinken, schlürfen, ordentlich trinken; en hat gut geschlubert Saarbg-Wellen, Trier-Mehring, Wittl-Monzel, Bitb-Wiersd, NBerg, Ess, Rees, Heinsb-Karken, Eup; s. schluppen; et get neist zu schl. nichts zu essen Wittl-Monzel. — c. Kleidungsstücke dropschl. draufschlappen, abnutzen Aach-Stdt Eschw. — 2. intrans. mit »sein u. haben«. a. beim Gehen die Füsse nicht aufheben, schleppend langsam gehen; doherschl.; (heran)geschlubbert kommen MGladb-Rheind, Erk-Keyenbg, Ess, Bitb-Dahlem; su durch et Lewen schl. Bitb. — b. su fett, dat en schlubert wabbelt Bitb-Kyllbgw. — c. et schl. lossen etwas gehen lassen, wie es will, es vernachlässigen uWupp, Sol. — Abl.: die Schlubber(er)ei, dat Geschlubber(sch).
2157 Zeichen · 58 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlubbernv., intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Schlubbern , v. intrs . u. trs . 1) Ein Wort wie schlabbern, welches man aber im Osnabrückschen davon noch unterscheid…

  2. modern
    Dialekt
    schlubbern

    Rheinisches Wb.

    schlubbern das Zeitw., mit dem schlabbern u. schlibbern, schleibern zu vergleichen ist, ndl. slobbere, mnd. slubberen, i…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlubbern

5 Bildungen · 0 Erstglied · 3 Zweitglied · 2 Ableitungen

schlubbern als Zweitglied (3 von 3)

beschlubbern

RhWB

be-schlubbern: etwas, sich b., beschlabbern, durch Verschütten besudeln Allg.

verschlubbern

RhWB

ver·schlubbern

ver-schlubbern: 1. eine Flüssigkeit v., verschütten Allg. — 2. ein Kleidungsstück v., draufschlappen, abnutzen Dür-Glozh, Aach-Stdt Eschw , …

Ableitungen von schlubbern (2 von 2)

beschlubbern

RhWB

be-schlubbern: etwas, sich b., beschlabbern, durch Verschütten besudeln Allg.

verschlubbern

RhWB

ver-schlubbern: 1. eine Flüssigkeit v., verschütten Allg. — 2. ein Kleidungsstück v., draufschlappen, abnutzen Dür-Glozh, Aach-Stdt Eschw , …