Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schierling m.
Schierling m.
Schierling m. Der Name der Giftpflanze ahd. skerning (9. Jh.), mit Dissimilation des -n- zu -l- unter Anlehnung an das Suffix -ling (s. -lings) umgebildet zu sker(i)ling (10. Jh.), mhd. scherninc, scherlinc, schirlinc, asächs. skerning, mnd. schērlinc, mnl. scerlinc, nl. scheerling ist wohl abgeleitet von einem in aengl. scearn, engl. (mundartlich) sharn, mnd. scharn, mnl. scarn, anord. schwed. skarn ‘Mist, Dung, Kot’ belegten Substantiv (germ. *skarna- n.), das mit awest. sairya- ‘Dünger, Mist’, griech. skṓr (σκῶρ) ‘Kot, Exkrement’, lat. mūscerda ‘Mäusekot’ auf die Wurzel ie. *(s)ker(ə)- ‘schneiden’ (s. 1scheren), auch ‘ausscheiden’ zurückgeführt werden kann; dazu (ohne anlautendes s-) auch Harn (s. d.). Die Pflanze ist nach ihrem Geruch oder nach ihrem Standort (in der Nähe von Misthaufen) benannt (vgl. die volkstümlichen Namen nd. Scharnpīpe, dän. skarntyde ‘Mistpfeife, -tute’).