lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Runen

ahd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
25 in 16 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
82
Verweise raus
51

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Runen

Bd. 17, Sp. 264
Runen, die ältesten Schriftzeichen der Germanen. Sie sind nicht, wie man Früher annahm, einheimischen Ursprungs, sondern aus einem südeuropäischen Alphabet hervorgegangen, dessen Buchstaben man unter prinzipieller Vermeidung der wagerechten und krummen Linien (diese waren zum Ein ritzen in Holz ungeeignet) umformte und mit bedeutsamen Namen versah. Daß die R. aus der lateinischen Kapitalschrift umgebildet sind, was lange auf Grund der Wimmerschen Forschungen für ausgemacht galt, wurde neuerdings durch O. v. Friesen und Bugge bestritten, die vielmehr zu beweisen suchen, daß die R. zum größern Teil aus dem griechischen Alphabet entlehnt sind, während nur wenige Zeichen dem lateinischen entstammen. Das älteste Runenalphabet (nach den ersten sechs Buchstaben futhark genannt) bestand aus 24 Zeichen: f, u, th, a, r, k, g, w, h, n, i, j, e, p, z (= weich s), s, t, b, e, m, l, ng, o, d; dasselbe läßt sich mit geringen Abweichungen in der gleichen Anordnung bei den Nordgermanen (Brakteat von Vadstena; Runenstein von Kylfver auf Gotland), Angelsachsen (in der Themse gefundenes Messer) und Süd germanen (Charnayspange) nachweisen, war also allen germanischen Stämmen gemeinsam, was für die Goten durch die Beibehaltung einzelner Runenzeichen in dem Alphabet des Ulfilas und durch die in einer Wiener Handschrift erhaltenen Namen der gotischen Buchstaben, die mit den Namen der angelsächsischen und nordischen R. übereinstimmen, für die Franken durch das ausdrückliche Zeugnis des Venantius Fortunatus noch besonders erhärtet wird. Dieses gemeingermanische Alphabet (Fig. 1) ist bei den Angelsachsen durch Hinzufügen neuer Zeichen (die durch die reichere Entwickelung des Vokalismus notwendig wurde) erweitert, bei den Skandinaviern vereinfacht worden, da in den jüngern Inschriften nur 16 Zeichen (f, u, th, o, r, k, h, n, i, a, s, t, b, l, m, y) verwendet werden, denen man erst ganz spät noch 7 neue Sproßformen (die sogen. punktierten R.) hinzufügte (Fig. 2–4). Eine eigentümliche Abart des kürzern Alphabets sind die sogen. Zweigrunen, eine Art nordischer Geheimschrift. Zuerst sind die R., denen man einen geheimnisvollen Einfluß auf die Personen oder Dinge, die ihre Namen bezeichneten, zuschrieb, nur zur Weissagung (beim Losorakel) und zum Zauber gebraucht worden. Hieraus erklärt sich auch der Name der N. (rûna, altnord. run. Plural rúnir. bedeutet Geheimnis). Über das Losorakel ist uns im 10. Kapitel der »Germania« des Tacitus ein Zeugnis erhalten. Man st reute mit R. (notis quibusdam) bezeichnete hölzerne Stäbchen auf ein weißes Tuch; darauf würden auf gut Glück drei dieser Stäbchen aufgehoben und gedeutet. Höchstwahrscheinlich geschah diese Deutung in metrischer Form (in alliterierendem Spruch). Die Verwendung der R. zum Zauber ist besonders im Norden bezeugt. Es gab Zauberrunen für bestimmte Zwecke, so Siegrunen, Bierrunen, Bergerunen (zur Geburtshilfe), Seerunen (zum Schutz der Schiffe), Rederunen (um klug zu sprechen), Löserunen (bei Gefangenschaft), R. zum Besprechen (Stumpfmachen) der Schwerter u. dgl. Zu zusammenhängender Schrift sind die R. von den Deutschen des Kontinents nur in geringem Umfange gebraucht worden (die einzigen erhaltenen Runendenkmäler sind Schmuckgegenstände, die durch die R. den Wert von Amuletten erhielten, und Waffen), und auch in England war ihre Verwendung zu diesem Zweck nicht häufig (das umfangreichste Denkmal, die Inschrift auf dem Kreuz von Ruthwell, stammt bereits aus christlicher Zeit). Im skandinavischen Norden, wo die lateinische Schrift erst verhältnismäßig spät bekannt wurde, haben die R. dagegen sehr ausgedehnte Verwendung gefunden, besonders zu Grabinschriften auf Steinen, die nicht selten ganz oder zum Teil in alliterierenden Versen abgefaßt sind (vgl. E. Brate und S. Bugge, Runverser in: »Antiqvar. Tidskr. för Sverige«, Bd. 10). Die Schrift geht entweder von links nach rechts oder umgekehrt, zuweilen auch in beiden Richtungen abwechselnd. Die ältesten Denkmäler (die Zwinge von Thorsbjärg, das Diadem von Straarup u. a.) gehören wahrscheinlich dem 5. Jahrh. an; das berühmte »goldene Horn« von Gallehus bei Tondern, die Steine von Tune, Strand, Varnum, Tanum u. a. stammen aus dem 6. Jahrh. Vgl. Fr. Burg, Die ältern nordischen Runenschriften (Berl. 1885). Die Inschriften im kürzern Alphabet beginnen etwa um 800 (z. B. die Steine von Helnäs und Flemlöse auf Fünen). Ganz sicher datierbar sind jedoch erst die zweifellos jüngern Jällingesteine aus dem 10. Jahrh. Sie sind besonders zahlreich in Schweden und reichen bis in späte Zeit hinab, auf Gotland bis ins 16. Jahrh. Der Gebrauch der R. zu literarischen Zwecken (in Handschriften) ist selten und nur als eine gelehrte Spielerei zu bezeichnen (das umfangreichste Denkmal, der sogen. »Codex runicus« mit dem schon ischen Recht aus dem 14. Jahrh., ist faksimiliert hrsg. von P. G. Thorsen, Kopenh. 1877). Besonders lange wurden R. auf Kalenderstäben gebraucht. – Die ältere Literatur (Worm, Göransson, Brynjolfsson, Liljegren u. a.) hat nur noch historischen Wert. Zur Orientierung empfiehlt sich: v. Liliencron und Müllenhoff, Zur Runenlehre (Halle 1852). Über das Alphabet handelten: Kirchhoff, Das gotische Runenalphabet (2. Aufl., Berl. 1854), und Zacher, Das gotische Alphabet Vulfilas und das Runenalphabet (Leipz. 1855); O. v. Friesen, Om runskriftens härkomft (upsala 1904); S. Bugge (in der Einleitung seiner Ausgabe der norwegischen R.). Unter den neuesten Schriften ist die bedeutendste Ludv. Wimmers Buch »Runeskriftens oprindelse ok udvikling i norden« (Kopenh. 1874; deutsch von Holthausen, Berl. 1887). Die große Sammlung von Stephens: »The old northern runic monuments of Scandinavia and England« (Lond., Kopenh. u. Lund 1866–1901, 4 Bde.), ist wertvoll durch ihre vorzüglichen Abbildungen, dagegen sind die Deutungen der Runeninschriften fast sämtlich verfehlt. Unzulänglich sind auch Dybecks Sammlungen der jüngern schwedischen Inschriften: »Svenska Run-Urkunder« (Stockh. 1855–59) und »Sverikes Run-Urkunder« (das. 1860–76), sowie P. G. Thorsens Werk: »De danske Rune-Mindesmærker« (Kopenh. 1864–81). Auf der Höhe der Wissenschaft stehen dagegen die im Erscheinen begriffenen, groß angelegten »Corpora« der norwegischen, dänischen und schwedischen Runendenkmäler: Sophus Bugge, Norges Indskrifter med de ældre Runer (Bd. 1, Christ. 1891–1903; Bd. 2, 1. Heft und Einleitung, das. 1904–05; »Norges Indskrifter med de yngre Runer 1 [Hönenrunerne]«, das. 1902); Ludv. F. A. Wimmer, De danske Runemindesmærker undersögte og tolkede (1. Halbband: De historiske Rune-Mindesmærker, Kopenh. 1895; Bd. 2–4,1. Abt., 1899–1905); »Sveriges runinskrifter utgifna af Konungl. akademien«, 1. Heft: Ölands runinskrifter (von Sv. Söderberg; Stockh. 1900). Die deutschen Runendenkmäler sind gesammelt von Rud. Henning (Straßb. 1889); vgl. dazu Wimmers Aufsatz: »De tyske Rune-Mindesmæerker« in den »Aarböger for nord. Oldkyndighed og Historie«, 1894. Sonst haben sich um die Runenkunde verdient gemacht: W. Grimm (1821, 1828), Lauth (1857), K. Hofmann (Münch. 1866), Fr. Dietrich, Th. v. Grien berger; im Norden: F. Magnusen, Worsaae, Munch, Rafn, Thomsen, Gislason, Jessen, Torin u. a. Ein Wörterbuch schrieb Dieterich (»Runensprachschatz«, Stockholm u. Leipz. 1844). Vgl. Bugge, Übersicht über die Runenliteratur (in »Verhandlungen der Gelehrten Esthnischen Gesellschaft«, 1875, Bd. 8), und E. Sievers, R. und Runeninschriften, in Pauls »Grundriß der germanischen Philologie«, Bd. 1, 2. Aufl., S. 248 ff. (Straßb. 1896).
7515 Zeichen · 151 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    rûnênsw. v.

    Althochdeutsches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    rûnên sw. v. ( zu -jan u. -ôn s. u. ), mhd. rûnen, nhd. raunen ; as. rûnon ( s. u. ), mnd. rûnen, mnl. ru(y)nen; ae. rún…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rûnenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    rûnen stn. das raunen, zuflüstern. daʒ geviel ân sprâchen und ân rûnen Trist. 9679. der frowen rûnen ( die einflüsterung…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    runen

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +2 Parallelbelege

    runen, sw. v. raunen, flüstern, heimlich sprechen, h. beraten.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Runenv., trs

    Campe (1807–1813)

    † Runen , v. trs . schneiden. Ein Pferd runen , es verschneiden, wallachen. Davon der Rune und die Rune . S. d. und 3. R…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Runen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Runen (von runa, Geheimniß), die Schriftzeichen der alten Germanen, von den phönicisch-griech. abgeleitet, ursprünglich …

  6. modern
    Dialekt
    runen

    Mecklenburgisches Wb. · +3 Parallelbelege

    runen raunen, ins Ohr flüstern: de ruhnt, de lügt Franck Meckl. 1, 123; runt mi in dat Uhr Bri. 2, 233; nicht volkstümli…

  7. Spezial
    Runen

    Dt.-Russ. phil. Termini

    Runen- рунический , п

Verweisungsnetz

79 Knoten, 94 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 13 Hub 1 Kompositum 54 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit runen

38 Bildungen · 26 Erstglied · 9 Zweitglied · 3 Ableitungen

runen‑ als Erstglied (26 von 26)

rûnenaftêⁱken

MNWB

runen·afteiken

*° rûnenaftêⁱken , m. ( Pl. -aftê[i]ken ) : einem Schriftzeichen, einer Rune ähnl. Musterung , ên hêrinc mit vēlen r. gevangen (Hövel 71).

Runenantiquar

GWB

runen·antiquar

Runenantiquar Erforscher germanischer Schriftzeichen u Texte; Runenforscher wurde die Aufmerksamkeit auf Wilkina-Saga und sonstige nordische…

Rūnenbō¹k

WWB

runen·bok

Rūnen-bō¹k n. IdW.: Hī is in’t Rūnenbūk indrēgen ist Junggeselle geblieben ( Ahs We).

runenfels

DWB

runen·fels

runenfels , m. fels, in welchen runen geritzt sind; in der form runfels bei Arnkiel auszführl. eröffnung 3, 53 .

Rūnenfoªlen

WWB

Rūnen-foªlen n. kastriertes Pferd bis zu einem halben Jahr alt (Frbg.) ( Stf Bu).

Runen II

RhWB

Runen II (vgl. ofries. runen oder rûnen ‘kastrieren’, u. in allg. Bed. ‘schneiden, beschneiden (Kanten u. Ränder), abschneiden, stutzen’) Rh…

Runenkranen

RhWB

runen·kranen

Runen-kranen rūənəkrā:nə Aach-Stdt ; im Reigenld.: R., wisse Schwane usf. (s. Krunenkranen); R. speəle.

runenmal

DWB

runen·mal

runenmal , n. , bildlich: wenn zuckend hellt der lampe strahl auf seiner stirn das runenmal. Droste-Hülshoff 372 .

runenmeister

DWB

runen·meister

runenmeister , m. : runer, run-meister, adelruner waren die schreiber ( der runen ). Frisch 2, 137 b ; drauf hat er noch mit gutem stift ges…

runenschrift

DWB

runen·schrift

runenschrift , f. im weiteren sinne wie buchstabenschrift; im engeren sinne soviel wie runeninschrift. bildlich: nie hat dein klares aug' in…

runenspruch

DWB

runen·spruch

runenspruch , m. : beschwörungslieder der edda, graue runensprüche. H. Heine b. d. lieder 162 neudr.

runenstab

DWB

runen·stab

runenstab , m. 1 1) im sinne von altn. rûnastafr, das einzelne runenzeichen. diese bedeutung gibt W. Grimm dem ahd. runstab in der interline…

(rûnen)stal

MNWB

runen·stal

° (rûnen)stal , rônen- , n. : Stallung für Arbeitspferde , dat r. tô der têgelschü̂nen (Livl. Ub. II 1, 87).

runenstein

DWB

runen·stein

runenstein , m. stein, in welchen runen gegraben sind; runstein in älterer sprache: die bilder an besagten grab- und ruhnsteinen eingehauen.…

Rūnenstuᵉpe

WWB

Rūnen-stuᵉpe kastriertes männl. Pferd von 1—3 Jahren ( Sos Na).

Rūnentand

WWB

runen·tand

Rūnen-tand m. [nördl. OWestf (außer Lippe) WMünsterl Stf Tek Mün Wdf Bek Sos] (spitzer) Eckzahn beim männl. Pferd (zwischen Schneide- und Ba…

rûnento

AWB

rûnento adv. — Graff II,526. rûnendo: NpNpw 40,8 (Npw -u-). murrend: vuider mir fuoren runendo alle mine fienda adversum me susurrabant omne…

runenzeit

DWB

runen·zeit

runenzeit , f. zur bezeichnung des nordischen alterthums: denn — ihr ist ein trost geblieben aus der grauen runenzeit. Müllner schuld (1821)…

runen als Zweitglied (9 von 9)

berunen

Lexer

be-runen swv. BMZ u. vorrede VI überschütten Rul. der steine manic vûdir des pâbstis pfert beruntin (equus lapidibus obrutus est) Jer. 172 c…

birunen

AWB

bi- runen sw. v. , mhd. berunen; zu einfachem -n- bei schwundstufigen Bildungen vgl. Seebold, Starke Verben S. 376. — Graff II,526. be-runen…

hātrûnen

MNWB

hat·runen

° hātrûnen , swv. , gehässig raunen, einflüstern , verabreden.

inrunen

MeckWBN

Wossidia inrunen a. Spr. einflüstern: 'vam bOesen Geiste heimlick ingerunet unde ingeblasen' Gry. Lb. 2, L 2 a .

Ogenbrunen

MeckWBN

ogen·brunen

Wossidia Ogenbrunen f. Pl. wie Ogenbranen Ha Hagenow@Vellahn Vell ; Ma Malchin@Remplin Rempl ; Wa Waren@Kieve Kieve ; Og'brunen Sta Stargard…

ôrrûnen

Lexer

ôr-rûnen stn. ib. das ins ohr flüstern Weist. sô saltû semlich ôrerûnen lân Hpt. 3,191 ;

torunen

KöblerMnd

torunen , sw. V. Vw.: s. tōrūnen*

verrunen

Lexer

ver·runen

ver-runen , ver-rünen , ver-ronen swv. BMZ mit ronen verdecken, verrammeln, -sperren, eig. u. bildl. Pass. (si verrunten alle die tur 301,56…

Ableitungen von runen (3 von 3)

berunen

Lexer

be-runen swv. BMZ u. vorrede VI überschütten Rul. der steine manic vûdir des pâbstis pfert beruntin (equus lapidibus obrutus est) Jer. 172 c…

gerûnen

Lexer

ge-rûnen stn. ib. Pass.

verrunen

Lexer

ver-runen , ver-rünen , ver-ronen swv. BMZ mit ronen verdecken, verrammeln, -sperren, eig. u. bildl. Pass. (si verrunten alle die tur 301,56…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „runen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 11. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/runen/meyers
MLA
Cotta, Marcel. „runen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/runen/meyers. Abgerufen 11. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „runen". lautwandel.de. Zugegriffen 11. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/runen/meyers.
BibTeX
@misc{lautwandel_runen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„runen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/runen/meyers},
  urldate      = {2026-05-11},
}