Rüᵉde m. [allg.] 1. Hund. ’n bliekerigen Rüen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@SelmSm). Echterstïeksken Ruien (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@DeilinghofenDh). En lūrigen (bissiger) Rǖen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). De Rüer hächet (hechelt) (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LehmuferLu). Dä Rüehr jault (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@DortmundDo). De Ruie blïekt (Kr. HalleHal Kr. Halle@VersmoldVm). De Rui blïekt dän Broifdraiger noe (Kr. HalleHal Kr. Halle@BorgholzhausenBo). Use Naohber sin Rüen hätt den heelen Dag wat to kläffken (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@SelmSm). De Rühr well ne Brotworst hämmen (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LindenLi). Go men, de broune Rǖe dāit di niks (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LetmatheLe). Dä Rǖens wellt mi bīten (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@LeitheLt). Ūse Röie hiat us chistern ’n Häohn torīten (Kr. PaderbornPad Kr. Paderborn@HövelhofHö). De Rǖe wïemelt met’em Stiärt (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@ElseyEl). I müet’ de Rüe nich tiägen (ärgern)! (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DülmenDü). Lech dä Rǖe fast! (die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-EickelGel die krfr. Städte Gelsenkirchen u. Wanne-Eickel@LeitheLt). Me bietsken Rüen mot me ut dem Wege gohen (Kr. BrilonBri Kr. Brilon@RixenRi). — Volksglaube: De swatten Rüer jmd., der seine Schuld nicht gebüßt hat, geht als schwarzer Hund spuken (Kr. CoesfeldKos Kr. Coesfeld@DarfeldDf); Figur, die Wanderern im Weg liegt und nur mit einem geweihten Kreuz umgangen werden kann (Kr. MeschedeMes Kr. Meschede@BrachtBr); Schreckgestalt, deren Erwähnung Kinder davon abhalten soll, das Haus bei Dunkelheit zu verlassen: De swatte Rüe krigg di (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@HolsterhausenHh). De Ruie is an schichten kündigt einem den Tod an, wenn er heult (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@HalingenHa). Wann nachts de Rǖe hǖlt, gïet ’n Dauen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Spiel: Rǖe oder Hāse spïelen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Phras.Vbdg.: Rüen met en düwelte Schnute Dogge (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@UlfkotteAd). — Ra.: Ossen uphangen Ruün wenn man zerschlagen, müde, matt ist (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Os wenn dui de Ruü bitt so plötzlich kommt der Anfall, der Schüttelfrost (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Sau bekannt as ne bunten Rüen sehr bekannt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Seu schro as en Ruien op der Schniute sehr mager (Frbg.) (Kr. OlpeOlp Kr. Olpe@NiederheldenNh). So mager wie ’n Rüen sehr mager (Frbg.) (Kr. BürenBür Kr. Büren@LeibergLb || mehrf.). Smächtig as nen Rüen sehr hungrig (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LehmuferLu). — Iek frāise es en Ruien friere sehr (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@AfferdeAf || mehrf.). Hä bitt oss en Rüh (von einem Pferd) beißt gern (Frbg.) (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@VahlhausenVa). Soi liewet tohaupe os Ruüens un Kadden verstehen sich überhaupt nicht, streiten häufig (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). He bitt wie son Rüe schwitzt beim Antworten (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). — Et genk, ä wenn me en Ruien düör de Schuite jaget wenn etwas durch besondere Eile erledigt wird (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Hai besinnt sick, säo faken de Ruie dien Stät wieget er ist wankelmütig (Frbg.) (Kr. SoestSos Kr. Soest@AmpenAm). Hoi es nich wert, dat en de Ruüde bemigg ist nichts wert (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Hoi gült nich mer, oss en Ruün vor de Duür güllt (Kr. HalleHal Kr. Halle@BerghausenBn). — Suih do, twäi Ruiens an äinem Knuaken wenn zwei Jungen an demselben Mädchen freien oder mit einem Mädchen spazieren gehen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Wenn de Ruie nit schieten härre, dann härr hai en Hasen kriegen wenn sich einer mit dem Wort wenn entschuldigt (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg || (ähnl.) mehrf.). Wenn ’t en Ruüe wor, dann hedd ’e di a lange bīten wenn jmd. etwas sucht, das vor ihm liegt (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). — Probäiern daut de Ruiens wenn jmd. einen Gegenstand ausprobieren will, ehe er ihn kauft (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Dat miek de Rüe bitt! Ausdruck eines Erstaunens über etwas Unglaubliches (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). Diäm is de Ruie met diär Muote düörgohen er hat falsches Maß genommen (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Söu genäou schitt kann Rüa wenn jmd. etwas sehr genau nimmt (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@ElsenEl). Do schitt de Ruüe wat in davon lass dich nicht beeinflussen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Do lïet ’e Rǖe begrām’m das ist der entscheidende Punkt (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). — Do häff nen Rüen in de Pütte wenn man etwas Schlechtes vor sich hat (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Me soll kāinen Ruüen rüut jāgen bei schlechtem Wetter (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs). Do kass ’e känn’n Rǖe met ächter’m Oam’m denne locken das interessiert keinen Menschen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor Wl). Befiäl en Rǖen un bliek sölfst! als Ablehnung einer Zumutung oder wenn eine Sache gut werden soll, muss man sie selber machen (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr). Hai binnet ’me däoen Ruien de Schnuite tau ist übervorsichtig (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB). — De is met allen Ruiens hesset ist sehr gewitzt (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr || mehrf.). Niu kannss ’e med’den Ruün iawer Hecke springen wenn man gut gegessen hat (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). Uppen Ruün kuomen (von Personen) herunterkommen, verkommen (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh). — Sprichw.: Bekker siek füar’n Rüen vermett, dei mat auk Knauken friatten (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@Gegend LüdenscheidLs). Bai bejm Ruien schlöpet, stäijt met Floihen op (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). Wäah sikk oasse Ruin iutgiff, mott Knoken buiden (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi || (ähnl.) mehrf.). Wai en Ruien terget, mat ouck luien, dat dai ’ne bitt (Kr. SoestSos WWB-Source:256:SchmBSchmB || mehrf.). — Watt dä Rui iutspuigget, modde äuk wia inlikk’n (Kr. HerfordHfd Kr. Herford@BischofshagenBi). Wat de Ruüe drägt, dat eß graut, oawer wenn hei ’t henlegt, dann eß ’t ’n Knuaken (Kr. HalleHal Kr. Halle@HalleHa). — Wenn de Rür in den Pütt gefallen es, deckt man ’ne tau (Frbg.) (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@LangendreerLd). Wann me nen Rüen schmieten well, kann me lichte ne Klüppel fingen (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü || mehrf.). Wenn de Rüens lause sind, sind faken keune Steune do (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Kömmt mä üawer’n Rüen, kömmt mä auk üäwern Stiät kommen wir über das große Übel hinweg, dann kommen wir auch noch über das kleinere (
vgl.→
Rügge) (die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Bochum, Herne u. Wattenscheid@StiepelSp || mehrf.). Wenn de Rür nech bitt un de Junge nech schmitt, dogt se beide nich (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@KirchhellenKh || (ähnl.) mehrf.). Wenn ’n Rü un ’n Jung rühig an’n anner väörbi gaoht, düeget se beide nich (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Wenn Rüe stinket dat Fell, et git Regen (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@LehmuferLu || mehrf.). Wann m’ sölwest nich hangen will, mott de Rüe de Wurst stualen hebben (Münsterl WWB-Source:82:FrommannFrommann). Wenn de Ruie men wuott hiätt, dat annere söcht hei sik diärbui (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Wann ne oallen Rüen blieket, maut me doarut keiken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Wann de Rüe schitt, kann hei nit blieken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Wänn de Rǖens Gras freät, gïet Rēägen (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor WWB-Source:252:SchleefSchleef || mehrf.). — At ’e Rǖe wässet, wässet ok de Knüppel (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl || mehrf.). Sau lange enner Rǖe es, maut ’e Knoaken freäten (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Sau lange at me ’n Rǖen fauert, bitt ’e nit (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Sau lange me dat Rüeken fauert, wiemelt et met diäm Stiärte (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Sau deu Rüe, seu deu Here (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). Wi me en Rüen anbind, sau maut he wier afgebunnen wärn (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@CastropKa). — Wo de Rüh liggt, do bitt ’e nich (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). — Je schroaher de Ruihe, desto sliemer de Floihe (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@DrewerDr). Je useliger de Rüer, je märr Fleih hett he je weniger manche Menschen darstellen, desto größer sind ihre Ansprüche (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@OndrupOn || mehrf.). — Up en geuen Rüen es meier verloten osse uppen leigen Minsken (Lippe WWB-Source:219:OesterhOesterh). — Ein liggenden Rüen fänk kinnen Hasen (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe). Bleos de Rür jiult, den diu met den Steune dropen häst nur der Hund, den du mit dem Stein getroffen hast, jault (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). Dai Ruüens, bai söu hadde blīket, beïtet nit (Kr. IserlohnIsl Kr. Iserlohn@IserlohnIs || mehrf.). Dei Rüe, de dī bïeten häw, deï mott dī auk werr läcken (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@LeedenLd). De Ruiens, de Bron ruken hett, de wit me auk geiern belecken (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@MettinghausenMh || mehrf.). Et es känn Rǖe sau alt, hä gǟit noch gēäne up de Jacht (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). De kleine Rüer maott erst dör’t Lock; he kann dr auk am besten dör der Schwächere muss nachgeben (Kr. WarendorfWdf Kr. Warendorf@WarendorfWd || (ähnl.) mehrf.). Twei Rüens an einem Knuaken kumet sällen uäwerein (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). En blähen Rühen wärd sällen fätt (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe || (ähnl.) mehrf.). De lüttkesten Rüen dot dat merste Blecken (Kr. WiedenbrückWie Kr. Wiedenbrück@GüterslohGü). Diän Lessen bitt de Rüe (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Bietske Rüens häft selten hele Aohren (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Böse Rüens hett seltn ’n häilt Fell (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). Ett löppt kain’ dulle Rüen siben Joahr, teolest löpp he sick an der Bösewicht wird sich schon zuletzt von selbst festlaufen (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb || mehrf.). Käin Rühr lïett siem’m Jaohr vüor de Husdüar (Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. Gladbeck@RecklinghausenRh). Junge Rüens müett bieten läern (Kr. BeckumBek Kr. Beckum@AhlenAl). Meode drägg de Ruüe unnern Sterde Mode ist wechselhaft (Kr. HalleHal Kr. Halle@BrockhagenBh || mehrf.). — Me lett känn’n Rǖen döä de Drīte, oder me maut sewer derdoä (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Man söggt nennen Rüen achter’n Oben, man hätt ’er sülmst achter setten (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). Et giff mähr bunte Rüens äs een’n es gibt viele, die miteinander Ähnlichkeiten haben (Kr. TecklenburgTek Kr. Tecklenburg@MettingenMe || mehrf.). Schloapende Rüen sall me nit wecken (Kr. Altena u. die krfr. Stadt LüdenscheidAlt Kr. Altena u. die krfr. Stadt Lüdenscheid@LüdenscheidLü). Ollen Ruiens ies schlecht ne Bütte an en Stert te hangen (Kr. ArnsbergArn Kr. Arnsberg@HagenHg). — Bi de Rüens, woa man bie es, doa mott man mett bliken (Kr. LübbeckeLüb Kr. Lübbecke@GehlenbeckGb). Et kömmt mǟis nit op’m Rǖen ān, wat ’e fräten well (die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. Lünen@WellinghofenWl). Teon bäsen Rüen hört en dicken Knüppel (Kr. LippstadtLst Kr. Lippstadt@GesekeGe). — Sagw.: Dat es’ en Rüen van’en Peere, hedde jenne Junge säggt, os ’e upp’er Katten rait (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@HeidenoldendorfHd). — 1.1. männl. Hund [verstr. bes. am Rand (Kr. MindenMin Kr. HöxterHöx Kr. BürenBür Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Olp), sonst selten]. De Rüie hät de ganse Nacht hüilet, he mot ne Tiewe ruoken häwwen (Kr. WiedenbrückWie Wd). De Rǖe bǖer ’n Bollen op un mēig an d’ Glint (Kr. LüdinghausenLhs Kr. Lüdinghausen@DrensteinfurtDr). — 1.2. (großer) Hund (Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)Wal Kr. Waldeck u. Kr. Frankenberg (niederdeutscher Teil)@BenkhausenBh). — 1.3. junger Hund (WmWb). — 2. abschätzig für Personen. Diu rāiterige Ruie! du heruntergekommener Kerl (Kr. SoestSos Kr. Soest@HattropHa). Köppsken Rüir eigensinnige Person (Frbg.) (Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Kr. Unna u. die krfr. Stadt Hamm@SiddinghausenSi). — 3.1. Haken auf den Flügeln der Spinnradspule (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 3.2. am Hinterschemel der Wagen beweglich angebrachter Eichenknüppel mit Eisenspitze (Kr. DetmoldDet Kr. Detmold@IstrupIs). — 3.3. spitzer Haken am Kranz des Rades, das sich am Gehänge über dem Farbbottich befindet (Ravensbg WWB-Source:264:SchonLSchonL). — 3.4. Eisenplatte zum Geradeführen des Drahtes [Kr. IserlohnIsl Alt]. — 3.5. Ofen in der→ Droge-kāmere (Ennepe-Ruhr-KreisEnr Ennepe-Ruhr-Kreis@SchwelmSw). — 4. =→
Swik-kiᵉtene ‘starke Kette zur möglichst langen Verbindung zwischen Vorder- und Hinterwagen’: ’n Rüen lain (Kr. OlpeOlp Ro). ⟨›Rüᵉde‹ (Rüdde (Kr. WarburgWbg Kr. Warburg@HerlinghausenHh)), ›Rüᵉ‹ bzw. ›Rǖᵉ‹ (Rü(e)r [WMünsterl Kr. SteinfurtStf Kr. MünsterMün Kr. Recklinghausen u. die krfr. Städte Bottrop u. GladbeckRek Ennepe-Ruhr-KreisEnr die krfr. Stadt HagenHag Isl], Rǖ [Kr. DetmoldDet Kr. BeckumBek Bür] sowie Rüe bzw. Rǖe [OWestf Kr. LippstadtLst Kr. BrilonBri Olp]), ›Rǖe‹ (Rūe (Kr. HöxterHöx Kr. Höxter@EntrupEn), Ro(e) [Kr. PaderbornPad Kr. HöxterHöx Bür], Röie, Roie u.ä. [Kr. BeckumBek Kr. WiedenbrückWie Kr. PaderbornPad Kr. LippstadtLst Wbg], Rui [Kr. BielefeldBie Bür], Ruien [Kr. HerfordHfd Kr. BielefeldBie Arn], Ruie, Rüie bzw. Ruüe [Kr. MindenMin Kr. HerfordHfd Kr. HalleHal Kr. DetmoldDet Kr. PaderbornPad Kr. Unna u. die krfr. Stadt HammUnn Hellweg Kr. BürenBür KSauerl]); nicht sicher zu bestimmen: Rüe bzw. Rǖe [Münsterl (außer Kr. Borken u. die krfr. Stadt BocholtBor Stf) die krfr. Städte Bochum, Herne u. WattenscheidBch die krfr. Städte Dortmund, Castrop-Rauxel u. LünenDor MSauerl]; wohl aus dem Standarddeutschen entlehnt: Rǖde (Pl.: Rǖden) (WmWb). — Pl.: -ens⟩ ¶ WWB-Source:238:RhWbRhWb 7,571: Rüde; WWB-Source:207:NdsWbNdsWb 10,236: Rode, Rǖde; HnVwb 2,923: Rüde¹. Zus.:→ Ärd~,
Bīt~, Blinden~,
Blō¹d~,
Doggen~,
Hof~,
Jagd~,
Kiᵉten~,
Klingel~,
Knüppel~,
Lō²p~,
Metsger~,
Niᵉgen-ūr~,
Pūdel~,
Schǟper~,
Schīt~, Schō²t~,
Slächter~, Slot~,
Slō²t~, Smacht~, Snad~,
Stē²n~,
Stümpel~,
Täkkel~,
Tein-ūr~, Wachtel~,
Wāter~,
Weªrld~,
Wind~, Ge-witter~.