Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
roum
Jh., alem.): ‚(Milch-)Rahm, Sahne, Milchsaft;
coagulum, coctio, crema‘. Der bei Starck-Wells
495 angeführte Gl.-Beleg 1,314,4 (11. Jh., frk.)
bietet die Form rouma. Der Ansatz „
st.sw.F.“ für diese Form bei Schützeichel,
Glossenwortschatz 7, 317 bleibt ebenso unver-
ständlich wie der Bed.ansatz „dunkle Brühe“ auf
Grundlage des glossierten Worts (coctio) rufa
‚rot(schimmernd)e (Brühe)‘. Eher liegt entweder
eine Verschreibung des a-St. nach glossiertem
rufa oder eines an-St., wie er auch vereinzelt in
anderen germ. Sprachen auftritt (s. u.), vor. –
Mhd. roum st.m. ‚Rahm, Sahne‘, frühnhd. raum,
rām m. ‚Rahm, Sahne‘, nhd. Rahm m. ‚Fett-
schicht auf der Milch, Sahne‘. Der Vokalismus
der nhd. Form spiegelt die obd. (v. a. bair.) Ent-
wicklung *au̯ > ā wider. Bei Schriftstellern des
17. und 18. Jh.s und heute noch mundartlich ist
auch die Var. rohm gut bezeugt.