Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)
ROUM stm.
1. der milchrahm, die sahne. vgl. Schmeller 3,85. sappa est species lactis rawm Diefenb. gl. 252. sorbicium est species lactis rawm das. 243. vgl. RÛM.
2. noch nicht sicher festgestellt u. noch weniger etymologisch klar ist die bedeutung des wortes in folgenden stellen: zin anderhalp ame glase und des blinden troum, die gebent antlützes roum; doch mac mit stæte niht gesîn dirre trüebe lîhte schîn Parz. 1,21. vgl. Lachm. üb. d. eing. d. Parz. s. 11, wo es “trügerisches bild, wahn” erklärt wird. die paraphrase des Titurel giebt dafür: spiegel sehen und blinden treum antlütze gebent in krankem schîne unt sint an der stætekeit unnütze Titurel H. 47, 3. mich gedaucht in einem troum, die zart, die sunder roum (so nach Lachm. zu lesen für wân) die tür auf tet altd. wäld. 2,138,51. Lachm. citiert noch Ruod. weltchr. königsb. hs. 237. b.
3. gehört hieher unertic soum birt nideren zoum, ein ertic gruntkern edelen roum (: troum) Frl. 60,17? vgl. die anm.