Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
röste f.
röste , f. wassergrube zur flachsbereitung ( s. das zweite rösten und flachsroste th. 3, 1704). der von dem samen befreite flachs wird, mit steinen und stroh beschwert, zwischen pfählen befestigt, in wassergruben gelegt, damit die hülsen verfaulen. Jacobsson 3, 455 a . die richtige hd. form des wortes wäre rösse, rösze ( s. Lexer mhd. wb. 2, 517 ), entsprechend der nd. gestalt; mnd. rote, röte, rate, fäulnis, und ort, wo der flachs fault. Schiller-Lübben 3, 512 b , rotte, rootte, fossa, in qua linum maceratur Kilian, rate brem. wb. 3, 439, rôte, râte, raute Schambach 175 a , röt Danneil 175 a …