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reiflich

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
9 in 8 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

reiflich

reiflich

reif Adj. ‘im Wachstum voll entwickelt und daher geeignet zur Ernte, erwachsen, erfahren, seelisch ausgeglichen, genügend vorbereitet’, ahd. rīf(i) (8. Jh.), mhd. rīf(e), asächs. rīp(i), afries. rīp, mnd. mnl. aengl. rīpe, engl. ripe, nl. rijp (westgerm. *reipi-) gehört wohl (vgl. Seebold 370 f.) zu einem in aengl. rīpan ‘mähen, ernten’ vorliegenden starken Verb, wozu engl. (schwach flektierend) to reap ‘mähen, ernten’; vgl. auch aengl. rīp ‘Ernte’, riftre, riftere ‘Schnitter’, reopa ‘Garbe’. Das Adjektiv bedeutet also eigentlich ‘was geerntet werden kann’. Man kann vielleicht die unter Riffel (s. d.) genannten Formen heranziehen und an eine Labialerweiterung ie. *reib- der unter Rain (s. d.) angegebenen Wurzel ie. *rei- ‘ritzen, reißen, schneiden’ anknüpfen. Ursprünglich auf Ähren und Früchte bezogen, die so weit sind, daß sie geschnitten bzw. eingesammelt werden können, wird reif dann auf alles übertragen, was zum Abschluß einer Entwicklung gelangt ist. – Reife f. ‘das Reifsein, Vollendung der Entwicklung’ (16. Jh.; häufiger seit 18. Jh.), aber schon ahd. rīfī (9. Jh.); vgl. mhd. rīfecheit, mnd. rīpicheit ‘Reife’. 2reifen Vb. ‘reif werden, sich entwickeln, reif machen, zur Reife bringen bzw. kommen’, ahd. rīfen, rīfēn (9. Jh.), mhd. rīfen, asächs. rīpon, mnd. mnl. rīpen, nl. rijpen, aengl. rīpian, engl. to ripen. reiflich Adj. ‘eingehend, gründlich’, zuerst (um 1500) Adverb zum Adjektiv reif, seit dem 18. Jh. auch adjektivisch in Verbindung mit Wörtern wie Erwägung, Nachdenken, Überlegung u. dgl.; vgl. ahd. rīflīhho Adv. ‘rechtzeitig, frühzeitig’ (8./9. Jh.).
1587 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Reiflich

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Reiflich , -er, -ste, adj. et adv. von dem Bey- und Nebenworte reif, auf eine reife Art, dem was reif ist ähnlich; doch …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    reiflich

    Goethe-Wörterbuch

    reiflich reiff- DjG 3 2,245,7 ; adj u adv Gebrauch nahezu gleich häufig belegt sorgfältig, gründlich, eingehend; adv ‘r.…

  3. modern
    Dialekt
    reiflich

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    reif-lich rīfliχ Rip Adv.: nach dem Nhd.; jet r. üvverlege.

  4. Spezial
    reiflich

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    reif|lich adj. madü (-s, -da) ▬ reiflich überlegen ponsé sura bun.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit reiflich

6 Bildungen · 0 Erstglied · 5 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von reiflich

reif + -lich

reiflich leitet sich vom Lemma reif ab mit Suffix -lich.

reiflich als Zweitglied (5 von 5)

begreiflich

DWB

beg·reiflich

begreiflich , mhd. begrîflîch ( Ben. 1, 571 b ), 1 1) activ genommen, capax, habilis, fähig, leicht fassend: dasz die sach nit so schwer noc…

handgreiflich

DWB

hand·greiflich

handgreiflich , adj. und adv. , in zwei bedeutungen. 1 1) activ und von personen gesagt, mit händen greifend, so bei thätlichem streite: nac…

sinnbegreiflich

DRW

sinn·begreiflich

sinnbegreiflich, adj. gut wahrnehmbar, offenkundig da mag man wol sagen, das es ein euident sinnbegreifflich factum ist, inn krafft dessen s…

unbegreiflich

DWB

unbe·greiflich

unbegreiflich , adj. adv. , im allgemeinen gegentheil von begreiflich , das seltener und in manchen fällen nur rückbildung ist; incomprehens…

unvorgreiflich

DWB

unvorgreiflich , adj. adv. , nicht vorgreiflich ( s. d.; Haltaus 1993 ; Stieler 700 ). dän. uforgribelig, schwed. oförgriplig aus dem deutsc…

Ableitungen von reiflich (1 von 1)

unreiflich

DWB

unreiflich , adv. adj. , gth. v. reiflich 1: praecipitanter, imprudenter, immature Stieler 1585 ; es nennet der weise heide Plato in seinem …