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rammen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
20 in 17 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rammen verb.

Bd. 14, Sp. 79
rammen, verb. 11) stoszen, schwere stösze thun; mhd. vom mauerbrecher: der richter sal zû dem êrsten mit eime bîle drî slege slân an eine burg oder an ein gebûwe, daʒ mit urteiln verteilt ist; dar suln die lantlûte zû helfen mit howen unde mit rammen. Sachsensp. 3, 68, 1; dann von dem stoszen mit klotz oder ramme: rammen, mit der ramme pfähle in einen grundbau senkrecht einstoszen, dasz darauf ein rost und das fundament eines baues gelegt werden kann. Jacobsson 3, 358b; pfähle in die erde rammen. Adelung; die erde fest rammen, stoszen oder schlagen. ebenda: nachdem (bei einer übung der kriegsschiffe) der befehl gegeben, die Hertha mit torpedos anzugreifen, und gleichzeitig die Arcona die weisung erhalten, die Hertha zu rammen, (erfolgte) ein zusammenstosz zwischen diesen beiden corvetten. Frankfurter journ. vom 19. aug. 1873; mann. sieh hier die bäume ... Prometh. erst ab die äste! dann ramme diesen schräg in den boden hier, und diesen hier, so gegenüber. Göthe 33, 254; vom stoszen mit dem ladestock: in die muskete mit dem ladstock laszt euch (kugeln) rammen. Freiligrath dicht. 3, 132. s. einrammen. 22) rammen, congressum animalium denotat. Schottel 1382; auch Stieler 1520 gibt rammen in diesem sinne; niederl. wird rammen, salire, inire more arietum, von Kilian als 'vetus' verzeichnet; weitere bestätigung entgeht indes, auch das ahd. rammalôn (vergl. unter rammeln 1) beweist nicht für gleichzeitigen gebrauch eines einfachen rammôn, rammen in gleichem sinne. 33) über die geschichte des nicht häufigen wortes kann nur wenig sicheres gesagt werden. da das dazu gehörige ramm widder (sp. 76) sich auch niederdeutsch und ags. wiederfindet, so liegt mindestens eine alte westgermanische wortsippe vor, zu der das verbum gehört; vielleicht eine gemeingermanische, wenn man das altnord. ramr, stark, kräftig, rammr, beiszend, remma das beizende des rauches, heranziehen darf. vergleiche aus den urverwandten sprachen fehlen.
1961 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rammenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    rammen swv. mit der ramme einstossen Ssp. 3,68.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rammensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    rammen , sw. V. nhd. rammen, mit der Ramme stoßen, Pfähle einrammen ÜG.: lat. contundere Vw.: s. in- Hw.: vgl. mhd. ramm…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rammen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Rammen , verb. reg. act. welches eigentlich stoßen bedeutet, aber nur noch von dem senkrechten Stoßen oder Schlagen verm…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    rammen

    Goethe-Wörterbuch

    rammen etw mit Wucht hineinstoßen [ Prometheus, mBez auf Baumpfähle zum Hüttenbau: ] Dann hier ramme [ rammle 39,438 Var…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rammen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Rammen , mit dem Sporn oder Vorsteven eines Schiffes ein andres Schiff anrennen; vgl. Seetaktik.

  6. modern
    Dialekt
    rammenintrans.

    Mecklenburgisches Wb. · +6 Parallelbelege

    rammen 1. intrans. die Ramme benutzen, so im Rammerspruch hurra, ramm man, ramm man Ro Mür ; bildl. vom Pferd mit Hahnen…

  7. Spezial
    rammen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    ram|men vb.tr. 1 (in die Erde stoßen) ficé jö, mazé jö 2 (mit Wucht stoßen) mazé jö, bate jö, cacé jö 3 (auffahren) salt…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rammen

35 Bildungen · 16 Erstglied · 17 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von rammen 2 Komponenten

ram+men

rammen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

rammen‑ als Erstglied (16 von 16)

rammen I

SHW

rammen I Band 4, Spalte 1199-1200

rammen II

SHW

rammen II Band 4, Spalte 1199-1200

Rammenau

Meyers

ramme·nau

Rammenau , Dorf in der sächs. Kreis- und Amtsh. Bautzen, am Ursprung der Röder, hat eine evang. Kirche, ein Schloß, Weberei, Granitsteinindu…

rammenhödlein

DWB

rammenhödlein , n. name des feigwarzenkrautes, ranunculus ficaria: rammenhödlin Bock kräuterbuch bei Pritzel u. Jessen 325 b ( nach den klei…

rammenholt

MNWB

rammen·holt

° rammenholt , n. : großes Holzstück das als Ramme dient, Rammblock (Nd. Jb. 39, 111: Brschw. KR 1393).

Rammennest

ElsWB

rammen·nest

Ramme n nest n. Krähennest K. Z. Han. Spitzn. für Wintershsn. — Schweiz. 4, 839.

Rammenschüejel

ElsWB

Ramme n schüejel [Ràməêjl Geud. ] n. Herbstzeitlose, Colchicum.

rammenständer

DWB

rammen·staender

rammenständer , m. die zwei ständer, an welchen der schlägel an einer ramme herunter läuft und in die höhe gezogen wird. Jacobsson 2, 568 a …

rammentö̂ger

MNWB

rammen·toeger

° rammentö̂ger , m. : Person die eine Ramme bedient, den Rammblock hochzieht (Nd. Jb. 39, 111: Brschw. KR 1442).

rammentouw

MNWB

° rammentouw , n. ( Pl. -e ) : Seil zum Hochziehen des Rammblockes (Zs. Lüb. Gesch. 7, 478).

rammentȫger

KöblerMnd

rammentȫger , M. Vw.: s. rammentȫgære*

rammentȫgære

KöblerMnd

rammentȫgære , M. nhd. „Rammenzieher“, Mensch der eine Ramme bedient bzw. den Rammbock hochzieht Hw.: s. rammære Q.: Nd. Jb. 39 111, Brschw.…

rammen als Zweitglied (17 von 17)

drammen?

KöblerMhd

*drammen? , sw. V. nhd. drängen Hw.: s. drammen (2); vgl. mnd. drammen (1) E.: s. dram W.: nhd. DW2-

aframmen

MeckWBN

Wossidia aframmen auszahlen: auf der Bank Geld aframmen Gü Güstrow@Bützow Bütz .

andrammen

MNWB

andr·ammen

andrammen (s. an, adv.), swv. , wedder a. von neuem anfangen lärmend zu drängen, zu verlangen.

anedrammen

KöblerMnd

ane·drammen

anedrammen , sw. V. nhd. „andrammen“, von Neuem anfangen lärmend zu drängen bzw. zu verlangen E.: s. ane (2), drammen L.: MndHwb 1, 81 (andr…

einrammen

DWB

ein·rammen

einrammen , dasselbe, dän. indramme: ich bin mit zwanzig hunderten auf dem damme gewesen, den sie nicht vermeiden können, habe dort junge zu…

erkrammen

Lexer

erk·rammen

er-krammen swv. zusammendrücken. part. erkrammet j.Tit. 661 alt. dr.

Griesgrammen

Adelung

gries·grammen

† Griesgrammen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, aber im Hochdeutschen längst veraltet ist, vor Grimm mit den Zähne…

grisgrammen

Lexer

gris·grammen

gris-gramen , gris-grammen swv. ib. mit den zähnen ( wie malend ) knirschen, brummen, knurren Lanz. Serv. Gudr. Barl. Konr. ( Pantal. 1129 )…

inrammen

MNWB

inrammen , swv. , einrammen, pâle i.

schrammen

DWB

schram·men

schrammen , verb. 1 1) eine schramme machen, leicht verletzen, an der oberfläche ritzen, seltener von schwereren verwundungen. über etymolog…

strammen

DWB

stram·men

strammen , stremmen , vb. , auch strämmen, abgeleitet vom adj. stramm; mnl. strammen, stremmen, nl. stremmen, ähnlich im norw. stremja ' sic…

updrammen

MNWB

° updrammen , swv. : ungestüm äußern, ( Part. Prät. :) „ Yowelck gylde was vorsammet. oͤr dynck vel do uppe drammet in der mester husen ” (C…

vergrammen

DWB

ver·grammen

vergrammen , verb. ergrimmen, in der schriftsprache nicht nachgewiesen, in den nd. mundarten weit verbreitet. zusammensetzung mit dem nd. gr…

verrammen

DWB

ver·rammen

verrammen , verb. mittels eintreiben von pfählen, feststoszen der erde unzugänglich machen: bezeichnete das wort ( deposui ), dasz der codex…

Īsschrammen

Idiotikon

Īsschrammen Band 9, Spalte 1619 Īsschrammen 9,1619

Ableitungen von rammen (2 von 2)

verrammen

DWB

verrammen , verb. mittels eintreiben von pfählen, feststoszen der erde unzugänglich machen: bezeichnete das wort ( deposui ), dasz der codex…

Zerrammen

Campe

Zerrammen , v. trs . entzwei rammeln oder rammen. Dann, Х durch Rammeln, Rammen, unruhiges Stoßen  gänzlich in Unordnung bringen. Das Bett …