Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Ramme f.
Ramme f.
Ramme f. Gerät zum Feststampfen von lockerem Boden, zum Einschlagen von Pfählen, ‘Fallklotz, -hammer’, ahd. ramma (9./10. Jh.), spätmhd. ramme. Zugrunde liegt ein (im Nhd. untergegangener) westgerm. Name für ‘Widder, Schafbock’, ahd. ram (8. Jh.), rammo (9. Jh.), mhd. mnd. mnl. nl. engl. ram, aengl. ram(m). Nhd. Ramm und verdeutlichendes Rammbock ‘Widder’ verschwinden im 16. Jh. aus der Literatursprache. Übertragenen Gebrauch im Sinne von ‘Fallhammer, Rammbug’, ausgehend von der Vorstellung eines mit gesenktem Kopf gegen etw. anrennenden Widders, zeigen nl. engl. ram sowie das in Analogie zu anderen Bezeichnungen für Geräte und Werkzeuge zum Femininum umgebildete Ramme. Die Herkunft des Tiernamens ist unbekannt. Unsicher, ob als ‘starkes’ oder ‘scharf riechendes Tier’ zu anord. ram(m)r ‘kräftig, scharf, bitter’. – rammen Vb. ‘(mit der Ramme) in den Boden treiben, (absichtlich) heftig stoßen (und dabei verletzen, beschädigen)’, mhd. rammen ‘mit dem Mauerbrecher stoßen’.