Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Rüde
Rüde, m.
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[Übschr.:] von roͥdon. ein hvnt den ein hirte vmbe ein vihe zvͥhet, daz er die wolve bizzet, der hat daz selbe reht [das für einen biber hvnt gilt: der den stilt oder sleht ze tode, der mvͦz einen alse gůten geben, alse iener waz], vnd drie schillinge phenninge dar zvͦum 1275 Schwsp.(L.) LR. Art. 340 Faksimile
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2 viert. [frucht] den rudden und winden, alß die jeger den berin fingen1488 Landau,GJagdHessen 208
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die pauren sollen bei ihren heüssern keine rüeden noch andere grose dem wildprät schädliche hund ... haben1599 NÖLREntw. V 165 § 9
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daß diejenigen schäfer und hirten, so rüden zur schweinehatz halten, auch alle, die auf die wildfuhr ihren trifft haben, ihre hunde mit einem zwerch- oder schlaiff-prügel verwahren sollten1623 Machwart,JagdAnsbach 47
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daß kain angeseßner noch inwoner deß aigens hunt noch ruden haben soll, alß balt man die hueter setzt, noch frei laufen laßen soll sonder anlegen... biß daß lesen für ist17. Jh. NÖsterr./ÖW. VII 538 Faksimile
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es sollen ... alle kleine vnduͤchtige roͤdder ... jedes orts waaffenmeistern geliefert vnd von denselben geschlagen, den uͤbrigen rudden aber, so zum jagen vnd schweinhatz zugebrauchen, ... ein starcker bruͤgel angehenckt werden1767 HessSamml. I 662 Faksimile