Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Puls m.
Puls m.
Puls m. ‘von der durch den Herzschlag weitergeleiteten Blutwelle verursachter Aderschlag’, besonders ‘das Klopfen der Schlagader an der Handwurzel sowie die betreffende Stelle’, spätmhd. puls, Entlehnung aus dem bereits bei den römischen Ärzten als Fachwort üblichen lat. pulsus ‘Pulsschlag, Puls’ (vgl. pulsus vēnārum bzw. artēriārum). Lat. pulsus, eigentlich ‘Stoß, Schlag’, ist eine Bildung zu lat. pellere (pulsum) ‘stoßen, schlagen’. – pulsieren Vb. ‘schlagen, klopfen’ vom Blut in den Arterien (17. Jh.), vielfach übertragen ‘rege, beweglich, lebendig sein’ (um 1800), aus lat. pulsāre ‘kräftig stoßen, schlagen’, einer Intensivbildung zu lat. pellere (s. oben). Daneben gleichbed. pulsen Vb. (Ende 18. Jh.); in der Medizin ‘den Puls fühlen, seine Schläge zählen’ (20. Jh.).