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Pisé

ae. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Pisé

Bd. 15, Sp. 909
Pisé (franz. Pisébau, Stampfbau), Bauart, bei der irgend eine Stampf- oder Gußmasse zwischen zangenartig verbundenen Bretterformen zu Wänden aufgestampft wird. Als Stampfmasse kann zunächst jede Erde (Humuserde und fetter Ton ausgeschlossen) verwendet werden; am gebräuchlichsten ist Lehm, der eventuell durch Sandzusatz gemagert wird. Doch werden auch Kalk- und Zementmörtel zur Herstellung von P. gebraucht, und man pflegt demnach zwischen Lehmbau, Lehmschlag, Lehmpisé, Kalkpisé, Kalksandpisé und Zementpisé zu unterscheiden. Beim Lehmpisé müssen Grundmauern und Sockel bis zu einer Höhe von etwa 60 cm über dem Erdboden massiv gemauert werden, auch muß das Dach weit vorspringen, überhaupt die Feuchtigkeit möglichst gut abgehalten werden. Schornsteine werden aus Backsteinen aufgemauert, ebenso die Einfassungen der Fenster und Türen. Sind die Mauern (nach etwa einem Jahre) ganz trocken, so werden sie geputzt. An Stelle des Putzes kann auch eine Bekleidung mit Dachpappe auf Dübeln treten. Der Kalkpisé wird aus gewöhnlichem Fettkalk oder aus hydraulischem Kalk mit entsprechendem Zusatz von Sand, eventuell auch Kies oder Steinschlag gefertigt. Zum Kalkpisé im weitern Sinne gehört der Rabitz- oder Gipsdrahtbau (s. d.). Vgl. Engel, Der Kalksandpisébau (4. Aufl. von Hotop, Berl. 1891). Über Zementpisé s. Beton und Monierbau.
1338 Zeichen · 20 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    pisesw. F. (n)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    pise , sw. F. (n) Vw.: s. peose

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    PISEnom. propr.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    PISE nom. propr. einer stadt. Pisa.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    Pîse

    Mittelniederdeutsches Wb.

    Pîse , nom. pr.: die Stadt Pisa.

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Pise

    Deutsches Rechtswörterbuch

    Pise, f. eine bestimmte Menge oder eine Gewichtseinheit, jeweils abhängig von der Art des zu messenden Gutes vgl. Pisewa…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Pisé

    Goethe-Wörterbuch

    Pisé frz: gestampfte (lehmhaltige) Erde zum Bauen, Stoßerde LA II 1A,251,15 M52 Elektrizität Plp für den daraus hergeste…

  6. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Pisé

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Pisé (franz. Pisébau, Stampfbau ), Bauart, bei der irgend eine Stampf- oder Gußmasse zwischen zangenartig verbundenen Br…

  7. Spezial
    pisé

    Ladinisch-Deutsch (Mischí)

    pisé [pi·sẹ́] vb.tr. (pisa) ‹ant› (moscedé ite farina tl ’ ega) beim Kochen langsam Mehl ins Wasser einrühren.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pise

51 Bildungen · 34 Erstglied · 17 Zweitglied · 0 Ableitungen

pise‑ als Erstglied (30 von 34)

pisechtich

MNWB

pis·echtich

° pisechtich , adj. : angeschwollen, stark flüssigkeitshaltig , „Turgidus” (De Man 222).

Pisekel

MeckWB

pise·kel

Pisekel weibliche Scham (?) im Tanzreim: Pisekel wir tau seihn Wa Fed .

piselan puff

RhWB

piselan puff pīzəlan-  Mörs-Orsoy : im Abzählr.: Räppeltje, Päppeltje, p.; achter de Döv, dor let ene Schluff; hej hät dor gelege, hej l…

Piselates

RhWB

Piselates pizəlā:təs , Pl. -əsə Neuss-Stdt m.: verächtl. eingebildeter, dummer Mensch.

pîseldȫre

MNWB

*° pîseldȫre , f. : Eingangstür zum Wohnraum (Neoc. 1, 115).

pisele

LDWB1

pis·ele

pisele [pī·se·le] m. (-li) ‹infant› Fuß m ., Füßchen n . → pe.

piselig

RhWB

piselig Adj.: 1. pizəliχ a. wählerisch im Essen Grevbr-Garzw Wickr , Neuss-Büttgen . — b. zimperlich MülhRh-BGladb . — 2. pizəltəx winzig kl…

Pis Ellen

ElsWB

pisel·len

Pis Ellen : »10 Ellen pis Ellen des besten schwarzen Tuchs« Brief von 1445, Mieg II 72 erklärt es mit: Spitz = Maass. Stöber.

piseln I

RhWB

piseln I -iz- schw.: 1. einen p., prügeln; me hant en gepiselt; der krit se gepiselt; sich p. sich raufen Eusk-Lechenich ( -ez- ), Köln , Be…

piseln II

RhWB

piseln II -iz- vereinzelt Nfrk; fries. pîseln; vgl. fiseln schw.: 1. triefen, vom Regen Mörs-Neuk . — 2. durcheinander regnen u. schneien Re…

piseln III

RhWB

piseln III -īz- Sol Aufderhöhe schw.: dünn aufstreuen. — Dieselben Abl. wie bei p. 1.

pisel, pesel

LW

pisel·pesel

pisel, pesel, m. (eig. Arbeitsraum, pensale, der Weiber und deshalb heizbar) ein heizbares Gemach, estuarium; die grosse Stube, Staatsstube.

Piselsjunge

RhWB

pisel·s·junge

Pisels-junge m.: verächtl. 1. -jo·ŋ. ein J., der ohne rechten Hunger isst Grevbr-Garzw , auch P.mädchen. — 2. -jø·ŋ.sχə n. Schwächling Geilk…

(pîsel)vak

MNWB

pisel·vak

*° (pîsel)vak , pêsel- , n. ( Pl. -e ): (als Maßeinheit:) die Breite des Wohnraums zwischen zwei Ständerpaaren des Hauses, dat hûs van der s…

pisemen

RhWB

pise·men

pisemen Allg. schw.: 1. a. trans. Leinwand zupfen zu Charpie. — b. intrans. ausfasern; ist der Saum fort, so lösen sich die Fäden nach u. na…

Pisenett

RhWB

pise·nett

Pisenett pīzənęt , Pl. -tə Geld-Straelen f.: eine Apfelsorte.

pisen I

RhWB

pisen I -ī- = grübeln s. peisen.

pisen II

RhWB

pisen II die Gruppe ist vereinzelt in Kemp , Geld , Mörs bezeugt (vgl. mhd. pfîsen ‘zischend pfeifen’ u. pischen III, IV u. pissen I) u. zwa…

PISÉNOR

Hederich

pise·nor

PISÉNOR , ŏris , einer von den Centauren auf des Pirithous Hochzeit, der sich noch mit der Flucht rettete. Ovid. Met. XII. v. 303 .

pisentov

AWB

pisentov , pisimper Gl 1,667,39/40. 40/41 s. bisôn.

Piserenülles

RhWB

Piserenülles pīəzərənøləs , Pl. -əsə- vereinzelt Rees-Wesel m.: kleines Bierglas.

Piserich

RhWB

pise·rich

Piserich das Wort mit dem Pisel u. Pese zu vergleichen sind, ist als pēzərik, –rek Klevld; von Geld aus nach Süd. pīəzərik, - iχ in Kemp , H…

Pisewage

DRW

pise·wage

Pisewage, f. ein bestimmtes Gewicht, nur für Käse belegt xii pisewaghen casei qua de domino de W. pro ii d annuatim 1272 CorpMnlTekst. I 228…

pisewipp

RhWB

pise·wipp

pisewipp  vereinzelt Waldbr-Eckenhg : Lockruf an den Hund (veralt.).

Pisewippup

MeckWB

Pisewippup m. Branntwein im Rätsel Wo. V. 1, 438 b.

pise als Zweitglied (17 von 17)

bîspîse

MNWB

bis·pise

bîspîse , f. , wie 2 bî(ge)richte („condimentum”) .

grōpenspîse

MNWB

gropen·spise

grōpenspîse , f. , s. 1 grōpengôt, grōpengêter, Zinnzusatz zum Kupfer, auch eingeschmolzenes grōpengôt als Zusatz zum Kupfer.

potspîse

MNWB

pots·pise

potspîse , f. : im Topf zubereitetes Gericht, (Gemüse-)Eintopf, (als Diät in Pestzeiten:) p. sal wēsen pêtersilie kervele scharleye bērnārt …

rêⁱdelspise

MNWB

reidel·spise

° rêⁱdelspise , f. : gekochte Speise, (wohl:) pflanzliche Kost, Gemüse, men schal ȫrer nê(i)nen vorwîsen unde den schal men de nacht ȫver vo…

rēdelspise

KöblerMnd

rēdelspise , F. Vw.: s. rēdelspīse*

vastelspîse

MNWB

vastelspîse , vestel- , f. , Fastenspeise.

vestelspîse

MNWB

vestelspîse , f. , dasselbe. Vgl. vastel-.