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Pfannenkuchen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Pfannenkuchen

Bd. 6, Sp. 670
Pfannen-kuchen pa·n.əkō:xə (s. S.); doch pan- Nahe, Saargeb., hier auch wie in Saarl, SMerz, Hochw, Bernk (Hunsr) paŋ-; in Merz, Saarbg, Bitb, Prüm, Malm paŋgĭχ, –ā-, –ŋkĭχ, Pl. -ĭjən [doch in Bitb auch pānkō:x, in Betting NWeis paŋ-; Wittl-OKail, Bitb-Wallend pānĭχ; Birkf-OHamb paŋgəl in der Kinderspr.] m.: 1. Mehl-, Stampfkartoffelpf., Mehl-, Weissmehl-, Hedelesch- (Buchweizen-), Grumbernp. Eif, Allg. [in Gummb fehlt z. T. P., dafür Mellk.]; Flitschp. aus Mehl u. Milch, ohne Speck Aach-Eschw; P. wennen (wenden) ein Gang beim Fangsteinsp., wobei die in die Höhe geworfenen Steine mit dem Handrücken aufgefangen werden müssen Simm-Castellaun. RA.: E Gesech (so breit) wie ne P. Allg. Ich schlahn dir op de Kopp, dat er platt werd wie en P.! Wend-Kirchenbollenb. Blinde Welt, wat back gej dolle P.! Ausruf über törichte u. verkehrte Unternehmungen Klev. Back mej en P., wenn ek dot bön! abschl. Antw. Ruhrort. We wöllt P. baken, de moss bei der Pan bleiwen man soll auf seine Sachen aufpassen Bitb-Seimerich. Op den sinne Maue (Ärmel) kann me P. backen so schmierigfett sind sie Rees-Haldern. De Füss (Füchse) bache P. wenn in den Wäldern stellenweise Nebel aufsteigt WEif. In Stee (Goar-Steeg) were de P. nor uf äne Seit geback (dort stehen nur auf einer Seite Häuser; auch von andern derartigen Orten gesagt). P. backen, ge Morgen met de Hacken, Fett dren vergeten, wen kann dat eten! Rees-Drevenack. En P. met en Speckha(r)st drin, dat es recht no de Bur sinne Sinn Rees-Ringenbg. Düvels Mehl git D. P. aus schlechtem Stoff kann man nichts Gutes herstellen Köln-Stdt. Ein Ei un ein P. sin gut Freund sein Ess. Me mutt üm ein Ei keinen P. verderwen MülhRuhr; Eier v. der P. net Heinsb. Mütter drehen ihre Kinder spielend um ihre Längenachse u. sagen: So dräihjt Muder de P. öm! Rees, Mörs. Dat versteht sek am Rangk (Rande), dat de P. rongk (rund) es Elbf. Ricke Löjs Krankheit en arme Löjs P. köje (kannst du) witt rücke (riechen) Ruhr, n. Ruhr, NBerg, Köln; enne klänne Manns P. rück so wit wegen des ranzigen Fettes Mörs. Völl Kinder gewe völl Vaderunser, mor kleine Verel (Viertel) P. Rees-Ringenbg. Rendsknuren (Stücke Rindfleisch) däht de Flegel schnuren, P. däht de Boddem sochen Rindfleisch macht den Drescher stark, aber auch Pf. Trier-OEmmel Beschd, Bitb-Bickend; Oəsseflesch, dat gen hart Strech, P. ... Malm. Wenn den P. ett, meck hej sech de Ohre fettig er hat einen auffallend grossen Mund Mörs. Do as et esu propper, dat mer könnt P. vum Bodem op essen Bitb-Seimerich. Alles met Maniere on de P. met sech viere ihn soll man nur zu vieren essen, damit jeder genug erhalte Mörs, Dür-Gürzenich (zo v.). Nen schleiten P. sin sich aufhalten Sol; ein lästiger Besuch sitzt da wie e P., wo nit ritsche will Saarbr. We sech för ne P. utgeft, wörd och för ne P. opfreəte Heinsb. Mer muss alles esse lihre, sat der Bor, do schmerten he sich Botter op der P. Köln-Stdt. Me mutt märr nit blöad sin, sag Ulespiegel, do schniet he sich dem P. half dur Mülh-Ruhr, Heinsb. Dene kann mer mit P. dot schlahn von weichlichen, einfältigen Menschen gesagt Saarbr. — Rätsel. Et erschte es rongk (rund), et zweide es r.; et erschte on zw. es r.; et dredde on vedde es r.; et dr. on v. es r.; et e., zw., dr. on v. es r.; wat es dat? Kartoffelpf.kuchen MGladb-Korschenbr. — Volksbr. Fastnacht wird P. mit dicken Scheiben Mettwurst drin gebacken Klevld. Nachdem die Hütt am ersten Fastensonntag verbrannt ist, ziehen die Jungen von Haus zu H. u. heischen Speck, Eier, Mehl u. Milch; daraus backt ihnen die jüngst verheiratete Frau P. WEif. Um einen lästigen Freier einen abschl. Bescheid zu geben, setzt man ihm beim Kaffee P. vor; K. ohne P. bedeutet Annahme Prüm, Malm. — 2. übertr. a. scherzh. Kuhfladen Saarbr. Wat häbb gej liewer, siewe Löcker in de Kopp oder en P., in de Sonn gebroən? Ohren, Augen, Nase, Mund oder einen Kuhfladen? Rees-Hamminkeln. Ene P. en der Botz (Hose) han in die Hose geschissen haben Köln-Stdt. — b. scherzh. breiter, weisser Frauenhut Geld-Pont 1870; niedrige Kappe Bernk-Wolf. — c. P.kichelche met Stielche dran Kalbskotelett mit dem Beinknochen dran Goar-Boppard. — d. Bohle, in Form eines nach unten offenen Halbkreises, die den Wagen in die Schienen zwingt; 1, 2, muss der Wan uf die Pritsch flieə am P.! in der Bergmspr. Saargeb. — e. P.kückske, weld gel P. Primel, primula elatior Geld, Klev-Üdem. — f. ich geh bei die P. Neckn. derer von Bernk-Bollenb, Trier-Cordel. — Zs. Pannekuksappele Apfelsorte Mörs, Rees, -kucheblirer Balsamrainfarn, tanacetum balsamita uNahe, Birkf, -kichseisen Waffeleisen Saarbg-Winchering, -kichsgass, hurass, h., die P.! Neckspr. für Saarl-Dilling, -kochsgir dreieckiges, nach der Mitte zu spitz zulaufendes Pf.kuchenstück Trier-Ld, Bitb, -kuchengesicht breites G. Saarbr-Dudw, Merz-Haustdt, Köln-Stdt, -kuchekreitche Schnittlauch Simm-Laub, -kuchs-, –kichspann Pfanne für Pf.kuchen Saar, Bitb, -kochsplättel –teller Trier, Bitb, -kichsranf –rand (wenn ech Kinnik wer, dann öss ech lockter (lauter, immer) P.ränf Malm-Grüffl), -kochesonndag weisser Sonntag Wippf-Reudenb, MülhRh-BGladb, -kuchewenner scherzh. Schlapphut Saarbr.
5168 Zeichen · 155 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    PfannenkuchenDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Pfannenkuchen , s. Pfannkuchen .

  2. modern
    Dialekt
    Pfann(en)kuchenm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Pfann(en)-kuchen m. : 1. 'flacher, runder, in der Pfanne gebackener Eierkuchen', Pann- [vorn. NPf], Panne- [vorn. SPf], …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfannenkuchen

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von pfannenkuchen 2 Komponenten

pfanne+n+kuchen

pfannenkuchen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

pfannenkuchen‑ als Erstglied (16 von 16)

Pfann(en)kuchenblatt

PfWB

pfannenkuchen·blatt

Pfann(en)kuchen-blatt n. : 'Frauenminze (Chrysanthemum bals.)'. Wegen ihres balsamischen Duftes waren die Pann(e)kucheblädder in Don Gal Buc…

Pfann(en)kuchentag

PfWB

pfannenkuchen·tag

Pfann(en)kuchen-tag m. : 'Fastnachtstag, an dem Pfannkuchen gebacken werden', Pannekuchedag [ Lambert Penns 117]. SprW.: Uf der Pannekucheda…

Pfann(en)kuchenteig

PfWB

pfannenkuchen·teig

Pfann(en)kuchen-teig m. : ' Teig zur Bereitung von Pfannkuchen', Panne-, Pannkuchedääg [fast allg.], -dääch [ KU-Bedb ], -daaig [ KU-Kaulb W…