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Pfann(en)kuchen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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4 in 4 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

Pfann(en)kuchen m.

Bd. 1, Sp. 793
Pfann(en)-Kuchen m.: 1. 'flacher, runder, in der Pfanne gebackener Eierkuchen', Pann- [vorn. NPf], Panne- [vorn. SPf], Pfanne- [pfälz.-elsäss. Grenzgebiet]; zum Grundw. s. Kuchen. In Penns gilt nach Lambert Penns 117 und Danner Penns 44 Panne-, das gleiche auch für Don-Schowe Torscha Tscherwk und für Buch-Illisch (Schwarz); Gal hat meist Pann- (paŋ-). In KU-Schönbg nennt man (1927) den hohen runden Kuchen Pannkuche. In LU-Opp werden Pannekichelcheʳ gebacken. Man unterscheidet: Apfel-, Bierhefe-, Brot-, Eier-, Grundbirnen-, Hefe-, Kirschen-, Mehl-, Quetschenpfannkuchen. Die P. galten ehedem als Festtagsspeise. Im Bliestal und um Zweibr wurden in der Heuernte den ganzen Tag über für die Arbeiter P. gebacken [Schandein Bav. IV 2 S. 380]. — RA.: Von jemand, der recht große Sommersprossen hat, sagt man: Der hat die reine Pannkuche im Gsicht [PS-Nd'simt]. Ich hau d'r uff die Ohre, daß de die Sunn for e Pannekuche a(n)guckscht [Hebel 33]. Ortsneckerei: In NW-Greth und NW-Frankst, desgl. in Gal-Chrusno und Reichsh werren die Pannekuche bloß uf ääner Seit gebacke, weil in diesen Orten die Häuser nur auf einer Seite der Straße stehen. SprW.: Drei Äier gewwe aach e P. 'Besser etwas als nichts' oder richtiger: 'Besser den Sperling in der Hand, als die Taube auf dem Dach' [KU-Schmittw/O]. E Mäde kann dann heirate, wann's die Pannkuche rumschnicke kann 'den auf einer Seite gebackenen P. aus der Pfanne hochwerfen, daß er gewendet wieder in die Pfanne trifft' [Gal-Dornf, verbr. Don Gal Buch]. a. 1444: mag man ... einen pankuchen laßen backen und teylen [ZweibrLuRb. Bl. 36 r]. — 2. Neckname für die Bewohner von KU-Gries, Pannekuche, angeblich, weil dort in einem Hause zur Kirbe nur P. gebacken wurden. — 3. scherzh. 'Kuhfladen' [verbr.]. Rätsel: Was geht ums Haus un deelt Pankuche aus? (die Kuh) [Gal-Dornf, verbr.]. — Rhein. VI 670/71; Saarbr. 152; Lothr. 23; Els. I 423; Bad. I 188; Hess.-Nass. II 579.
1931 Zeichen · 54 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    PfannenkuchenDer

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Der Pfannenkuchen , s. Pfannkuchen .

  2. modern
    Dialekt
    Pfann(en)kuchenm.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Pfann(en)-kuchen m. : 1. 'flacher, runder, in der Pfanne gebackener Eierkuchen', Pann- [vorn. NPf], Panne- [vorn. SPf], …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit pfannenkuchen

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von pfannenkuchen 2 Komponenten

pfanne+n+kuchen

pfannenkuchen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

pfannenkuchen‑ als Erstglied (16 von 16)

Pfann(en)kuchenblatt

PfWB

pfannenkuchen·blatt

Pfann(en)kuchen-blatt n. : 'Frauenminze (Chrysanthemum bals.)'. Wegen ihres balsamischen Duftes waren die Pann(e)kucheblädder in Don Gal Buc…

Pfann(en)kuchentag

PfWB

pfannenkuchen·tag

Pfann(en)kuchen-tag m. : 'Fastnachtstag, an dem Pfannkuchen gebacken werden', Pannekuchedag [ Lambert Penns 117]. SprW.: Uf der Pannekucheda…

Pfann(en)kuchenteig

PfWB

pfannenkuchen·teig

Pfann(en)kuchen-teig m. : ' Teig zur Bereitung von Pfannkuchen', Panne-, Pannkuchedääg [fast allg.], -dääch [ KU-Bedb ], -daaig [ KU-Kaulb W…