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ouch

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BMZ
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Eintrag · Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke)

OUCH conj.

Bd. 2, Sp. 449b
OUCH conj. zum stamme lat. augere, goth. áukan, ahd. ouhhôn Graff 1,119 fg. selten verkürzt in och. auch; vgl. Gr. 3,272 fg.
1. als erstes wort des satzes, auf welches dann sofort das verbum folgt.
a. um einen neuen satz beizufügen: überdies, zudem, ferner, noch mehr. ouch wart in dâ ze hove gegeben in alle wîs ein wunschleben Iw. 11. ouch was gelegen dâ bî der zuhtlôse Keiî das. 12. ouch solʒ mîn vrouwe dâ für hân das. 13. ouch kan er mirʒ wol undersagen mit solher vuoge als er ie pflac das. 41. ouch enhebt er niht den strît der den êrsten slac gît ebenda. ouch sult ir niht vergeʒʒen Walth. 11,12. ouch hieʒ der fürste durch der gernden hulde die malhen læren das. 25,35. ouch hôrte ich ie die liute des mit volge jehen das. 31,1.
b. um einen neuen satz dem vorigen stärker oder schwächer entgegenzustellen (oft indem nur die rede auf ein anderes, ein entgegenstehendes subject übergeht): von der andern seite, aber auch. des selben waldes herre gruoʒte in harte verre: ouch verstuont her Îwein wol, daʒ er sich weren solde Iw. 46. vrowe, ich habe missetân: zwâre daʒ riuwet mich. ouch ist daʒ gewonlîch, daʒ man dem schuldigen man nâch riuwen sünden vergebe das. 294. si vâhtens bêdenthalben an. ouch ensparten si (die gegenpartei) lîp noch den muot das. 201. des gnâdeten si ime genuoc: ouch gert er urloubes sâ das. 190.
c. um den vorhergehenden satz durch einen zweiten zu verstärken, zu bestätigen, zu erklären: und wirklich auch, und wahr ist es, und demnach etc. unz er den engen stîc vant, den sîn neve Kâlogrêant alsô kûme durch gebrach. ouch leit er grôʒen ungemach Iw. 45. er was benamen der beste, den ich lebende weste: ouch enist eʒ von den schulden sîn, eʒ ist von den unsælden mîn das. 154. ir dienest was wol lônes wert: ouch wæn ich, daʒ sis alsô gnôʒ, daʒ si des kumbers niht verdrôʒ das. 296. er sagte in diu mære, waʒ hie was geschehen; ouch mohte mans die wârheit an sînem rôten helme sehen Nib. Z. 29,64. ouch hêt daʒ wol gedienet der ritter Nib. Lm. 932,4.
2. ouch wird der rede eingeschaltet. dieses ouch bezieht sich entweder auf den ganzen satz (wie nr. 1) oder nur auf einen theil desselben. es wird demnach gebraucht
a. um einen neuen satz beizufügen: auch, ausserdem, zudem, obendrein. daʒ hœret er und ist uns bî: nu kieset ouch, wie küen er sî Iw. 60. sô nement si mir ouch den lîp das. 154. ich weiʒ ir zwêne und ouch niht mê das. 155. dâvon dîn name sî gêret und ouch dîn lop gemêret Walth. 3,22. sô var er balde und kome uns schiere, lâʒe sich niht tœren: irre ouch etelîchen der got und in girret hât das. 10,21. in wâren undertân ouch die besten recken Nib. Z. 2,33. dâmite reit ouch Sîvrit das. 21,63. sîn pflâgen ouch die wîsen das. 5,13.
b. um eine stärkere oder schwächere entgegenstellung anzudeuten, die entweder zwischen sätzen oder zwischen zwei satztheilen stattfindet: aber auch, von der andern seite. doch wære diu eine maget dâwider schiere verclaget. sô wære ouch dirre wirt wol wert Iw. 184. der leu vert mit mir alle zît: ichn vüere in durch deheinen strît, ichn trib in ouch von mir niht das. 197. er zerstach sîn sper unz an die hant. dâ mite wart ouch er gesant ûʒ dem satele das. 102. nû lâ dir niht ze wê sîn nâch dem guote, lâ dirʒ ouch niht zunmære sîn Walth. 22,36. sumer, daʒ ich iemer lobe dîne tage, trôst, sô trœste ouch mîne klage das. 64,19. er tuo durch einer willen sô.... sô tuot in ouch diu eine vrô das. 93,13. dô gedâht ouch Sîfrit an die hêrlîchen meit Nib. Z. 19,54. die sigelôsen recken ze Tenemarken riten. do enhêten ouch die Sahsen sô hôhe niht gestriten das. 33,72.
c. um einen satz anzufügen, der aus dem vorigen folgt, oder ihn verstärkt, bestätigt, erklärt: und wirklich auch, demnach auch. daʒ sint ouch zwêne selhe man, ir ietweder slüege âne wer disses volkes ein her Iw. 155. hie mite was ouch er gereit unde was der êrste an in das. 176. dô lieʒ erʒ ouch belîben das. 201.
d. um bei sätzen wie satztheilen den begriff 'ebensowohl, gleichfalls' auszudrücken. ern lâʒe sich ouch Iw. 60. unt weiʒ eʒ ouch das. 155. der gâhte ouch das. 176. der ouch mîner helfe gert das. 184. der ouch in sîner jugende grôʒer êren vil gewan Nib. Z. 1,44. ich bin ouch ein recke und solde krône tragen das. 17,51. gemeiniglich wird hiebei in der betonung ein unterschied gemacht; bezieht sich ouch auf den ganzen satz, so pflegt ouch in der hebung zu stehen, sonst in der senkung, z. b. des hôrtent ir mich ouch nu jehen Iw. 39, wo sich ouch auf den ganzen satz bezieht; dagegen doch müeʒen wir ouch nû genesen das. 11, wo ouch nur aufgeht. doch giebt es von dieser regel manche ausnahmen, z. b. daʒ ouch wir pflegen ritterschaft Nib. Z. 18,14.
e. bei swer u. s. w., sowie in fragen und frageweise ausgedrückten bedingungssätzen: irgend, immer; unbedingte allgemeinheit. swer ouch die süeʒen arebeit durch sie ze rehte kan getragen Walth. 92,30. swer ouch anders under in solte sîn Iw. 28. swer ouch dankes missetuo das. 107. swaʒ ouch mir dâ von geschiht das. 157. wie mac er ouch daran verzagen das. 60. weme habt ir ouch iht verseit das. 172. sult ir ouch vor ime genesen das. 131. weste si ouch, welch nôt mich twanc das. 69.
f. in der vergleichung. sîn forme gît denselben schîn, den ouch diu mîne geben kan Engelh. 603. wande eʒ wart nie schœner wîp gesehen stille und überlût dan ouch diu keiserlîche brût an lîbe und an gebærde was troj. bl. 7. a. vgl. Haupt zu Engelh. 448, wo noch mehr beispiele aufgeführt werden.die stellung des wortes, wo es sich auf einen einzelnen begriff bezieht, ist meistens vor demselben, doch auch ziemlich häufig nach demselben, z. b. mit worten und mit werken ouch Walth. 24,6.
5624 Zeichen · 173 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    OUCHconj.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +8 Parallelbelege

    OUCH conj. zum stamme lat. augere , goth. áukan , ahd. ouhhôn Graff 1,119 fg. selten verkürzt in och. — auch; vgl. Gr. 3…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit ouch

77 Bildungen · 10 Erstglied · 66 Zweitglied · 1 Ableitungen

ouch‑ als Erstglied (10 von 10)

ouchan

EWA

zuoouchanAWB red.v. II, in APs: ‚hinzufü- gen; adicere‘ (belegt ist nur 3.sg.konj.präs. zuo auhhe zur Übersetzung von adiciat); die zwei and…

ouchen

Lexer

ouchen swv. BMZ refl. sich vermehren, vergrössern Frl. 54,12. vgl. Germ. 7,490. — gt. aukan, prät. gt. aiauk zu lat. augere Curt. 3 177. Gsp…

ouchôn

EWA

giouchenAWB ? sw.v. I, Gl. im Clm. 6300 (Ende des 8. oder Anfang des 9. Jh.s, bair.), nur verstümmelt kaauhhẹ.?: ‚vermehren; augēre‘. Eine E…

ouchsa

AWB

ouchsa Gl 3,310,62 s. uoh(a)sa.

ouchsinigar

AWB

ouchsinigar Gl 4,286,21 s. ougsiunîg.

ouchunga

EWA

ouch·unga

ouchungaAWB f. ō-St., B, GB und seit der 1. Hälfte des 9. Jh.s in Gl.: ‚Zunahme, Vergröße- rung; auctio, augmentatio, augmentum, αὔ- ξησιν (…

ouchōn

KöblerAhd

ouchōn , sw. V. (2) Vw.: s. ouhhōn*

ouch als Zweitglied (30 von 66)

ALLZWECKCOUCH

DWB2

allzweck·couch

DWB2 ALLZWECKCOUCH f. DWB2 (s. all- 2 d γ ). verschiedenen gebrauchszwecken genügende couch: DWB2 1954 allzweckcouch ungewöhnlich preiswert …

aschlouch

Lexer

asch·louch

aschlouch stm. BMZ aschlauch Voc. Mgb. 8,25, auch eschlouch Dfg. 10 c . 21 b . aschlach Fasn. 3,1217. — umged. aus ascolonium.

Ashbey de la Zouch

Herder

Ashbey de la Zouch (Aeschby d'la Sotsch), engl. Marktflecken in der Grafschaft Leicester, 6000 E.; Seiden- und Linnenweberei, Hutfabrikation…

breitlouch

AWB

breit·louch

breitlouch mhd. st. m. , nhd. breitlauch. breid-louch: nom. sg. Gl 4,191,41 ( 2 Hss., 14. Jh. ). Porree, Allium Porrum L.: serpulum i. herba…

brâchlouch

MWB

brâchlouch stM. ‘Kohllauch, Gemüselauch’ emicedo: brachloͮch SummHeinr 1:194,289. – weitere Glossenbelege aus mhd. Zeit s. AWB 1,1310 MWB 1 …

brāchlouch

KöblerMhd

brāchlouch , M. nhd. „Brachlauch“, Kohllauch, Gemüselauch ÜG.: lat. emicedo SH, Voc, inula Voc Hw.: vgl. mnd. brāklōk Q.: SH, Voc E.: ahd. b…

gerouch

KöblerMhd

gero·uch

gerouch , st. M. nhd. Rauch Q.: GrBrev (2. Hälfte 15. Jh.) E.: s. rouch W.: s. nhd. (ält.) Geräuch, N., Geräuch, Rauchen, Rauch, Räucherung,…

gickengouch

Lexer

gick·en·gouch

gicken-gouch stm. lieber eidem, her gickengouch Ga. 1. 54,489 ( Ls. 2. 525,765. gugengouch s. gucgouch).

grōzlouch

KöblerMhd

grōzlouch , st. M. nhd. „Großlauch“ ÜG.: lat. bardana Voc Q.: Voc (1482) E.: s. grōz (1), louch (1) W.: nhd. Großlauch, M., Großlauch, DW 9,…

gucgouch

Lexer

guc·gouch

guc-gouch , gug-gouch stm. BMZ kukuk Ms. guck-, gug-, gutz-, gutzengouch (guoch), gutguoch, gotzengaug Dfg. 161 a . n. gl. 122 b . gukouc Be…

guc|gouch

MWB

guc|gouch stM. auch gockengoch. 1 ‘Kuckuck’ 2 als Spottname    1 ‘Kuckuck’ cuculus: guggoͮch VocOpt 44.092. 44.093; ich hort von ainem guggo…

guggouch

Lexer

gug-gouch , gug-gug stm. s. gucgouch, s. kukuk.

gugugengouch

KöblerMhd

gugugen·gouch

gugugengouch , st. M. nhd. Kuckuck Q.: Sibote (13. Jh.) E.: s. guc, gouch (1) W.: nhd. DW- L.: MWB 2, 1008 (gugugengouch)

hellegouch

Lexer

helle·gouch

helle-gouch stm. BMZ höllennarr, teufel Krol. Wh. v. Öst. 35 a . dô er den armen hellegouch swarz gesach Zing. findl. 2,128.

himellouch

AWB

himel·louch

himellouch mhd. st. m. himel-lovch: nom. sg. Gl 3,553,5 ( Innsbr. 355, 14. Jh. ); nach Marzell, Wb. 1,995 wohl zu hintloufte. Wegwarte, Cich…

hollouch

Lexer

holl·ouch

hol-louch stm. BMZ cepetonium, cuculum (tutulum), ulpicium Dfg. 113 b . 161 c . 625 b .

hol|louch

MWB

hol|louch stM. ‘Hohllauch’ (s.a. AWB 4,1212): vlpicium: holloͮch VocOpt 50.015; ceplecomium: holloich Gl 3:540,5 MWB 2 1663,52; Bearbeiterin…

Ableitungen von ouch (1 von 1)

ouche

Lexer

ouche s. ouke.