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Naupen

nhd. bis Dial. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
4 in 4 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
19
Verweise raus
11

Eintrag · Rheinisches Wb.

Naupen

Bd. 6, Sp. 120
Naupen das Wort, eine ablautende Abl. zu nuppen ‘stossen’, wie Nücken in gleicher Bed. zu nucken ‘stossen’, ist Rhfrk, Mosfrk allg. als naubə(n), –ǫu-, -ou- [-ō- Birkf-Idar; -ęi- Kobl-Kärlich, Neuw-Datzeroth HeimbWeis; -øy- Aden-Kaltenborn; nauwə Kreuzn-Bockenau Daxw, Wend-Dörrenb, Saarbr-Stdt; -oup- u. -u- Prüm-Ihren; -ū- Malm-Weywertz; -u- Siegld]; das Wort setzt sich dann als nupə(n) fort n. der Diphthongierungs-L. (s. Nuppen) Pl. t. [der Sg. ist sehr selten, Prüm-Ihren (nur für Bed. 1), Malm-Weywertz] f.: 1.a. von Menschen u. Tieren, Launen, plötzliche unberechenbare Einfälle, Entschlüsse, heimtückische Anwandlungen, heimliche Bösartigkeit, Ränke, Schliche; den hat (kriet) (widder) sein N.ən, sein geckige N. Rhfrk, Mosfrk; et wär jo en ganz gorer Kerl, äwwer e hot hei on do alt mol sei bis N.ən Koch, Allg.; den hat N.ə wie en al Perd Trier, Koch; wenn der de N.ə kriet, seift er sich voll; eich werden dir schunns de N.ə verdreiwen, aner N.ə beibrengen Mosfrk, Allg.; dat Perd hot de N.ə es beisst oder tritt unversehens Allg. RA.: En Wolf (Hond, Fuchs, Esel) ferliert de (al ‘alten’) Hor, awwer net de (al) N.ən Mosfrk, Rhfrk. Kromme Hor, kr. N.ə Kobl-Bend. — Auch das Werer hot sei N.ə Allg. Wenn de Sonn hät Steipe (Stützen), rent (regnet) et met Neipe bald viel, bald wenig Neuw-Datzeroth. — b. verborgene Schwierigkeiten, Tücke des Objektes; dat (die Sach) hot sei N.ən Allg. — 2. Neigung, Lust, Interesse an etwas, bes. auch geschlechtliche Gelüste; hen hat ken N.ən zum Studieren, awwer N.ən zum Arbeden; den hat N.ə fir se heiroden WMosfrk; so en al Döppen hot nach der N.ən Liebesgelüste Saarbg-Hentern; et hot (kriet) de N.ən sagt die nährende Mutter, wenn das abgewöhnte Kind wieder nach der Mutterbrust verlangt Trier-Mehring.
1779 Zeichen · 46 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    naupenverb.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    naupen , verb. gleich benaupen Stieler 1336 ; schwäb. nicken, nickend schlummern Schmid 402 .

  2. modern
    Dialekt
    NaupenPl.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Naupen Pl. : 1. 'Eigenheiten, Launen, Gelüste, Unart, Hinterlistigkeit, Bosheit', Naube (naubə) [verbr., auch Auslandspf…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit naupen

5 Bildungen · 4 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von naupen 2 Komponenten

nau+pen

naupen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

naupen‑ als Erstglied (4 von 4)

Naupenhaare

PfWB

naupen·haare

Naupen-haare Pl. : 'in die Höhe stehende Kopfhaarbüschel oder Locken', die man scherzh. als äußere Anzeichen von Naupen deutet, -hooʳ [ KU-K…

Naupenkopf

PfWB

naupen·kopf

Naupen-kopf m. : 'launischer, eigensinniger Mensch', -kopp [ ZW-Gr'bundb ].

Ableitungen von naupen (1 von 1)

benaupen

DWB

benaupen , wie das vorige. Stieler 1336 .