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Nahrungsmittel

nhd. bis spez. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Herder
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Eintrag · Herder (Konv.-Lex., 1854–57)

Nahrungsmittel

Bd. 4, Sp. 284
Nahrungsmittel (alimenta), nennt man diejenigen Stoffe, welche zur Ernährung des Körpers, d.h. zum Wiederersatz der durch den Lebensprozeß verbrauchten u. ausgeschiedenen Stoffe dienen, indem sie in den Körper eingeführt und durch die Verdauung etc. demselben angeeignet (assimilirt) werden. Als N. können nur solche Substanzen dienen, welche eine den Geweben des Körpers ähnliche Zusammensetzung haben. Da diese bei den verschiedenen Geweben verschieden ist, so folgt daraus auch das Bedürfniß verschiedenartiger Nahrung; zum Ersatz der meisten indeß können nur solche Substanzen dienen. welche Stickstoff enthalten. Durch Liebig wurde die Ansicht herrschend. daß die des Stickstoffs entbehrenden Bestandtheile der Nahrung, somit ein großer Theil derselben, nicht wirklich zum Wiederersatz dienen, sondern theils als Fett im Körper abgelagert, theils dem durch das Athmen aufgenommenen Sauerstoff dargeboten werden, wodurch dieser weniger rasch verzehrend auf die Gewebe selbst wirke. Dies sind die sog. Respirationsmittel, wie Oel, Fett, Gummi, Zucker, Dextrin. Diesen gegenüber stehen die stickstoffhaltigen, sog. plastischen N., welche wirklich zum Ersatz dienen, wie Gallerte, Kreatin und Kreatinin im Fleische, Eiweiß, Faserstoff, Kasein, Pflanzeneiweiß, Kleber, Legumin. Neben den hauptsächlichsten Grundstoffen, als Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff, enthalten die thierischen Gewebe auch etwas Schwefel, Chlor, Phosphor, Alkalien, Eisen etc., welche gleichfalls die N. darbieten. Die Zahl der N. ist außerordentlich groß. Die meisten derselben aber sind, wenn allein genossen, nicht im Stande, nach beiden Richtungen (als plastische u. Respirationsmittel) zugleich im erforderlichen Grade zu wirken, außer etwa bei sehr starkem Verbrauch des einzelnen Nahrungsstoffs; daher die Zweckmäßigkeit der Verbindung verschiedener N., wie dies auch die Erfahrung zeigt. Die N. werden in der Regel in viel größerer Menge genossen, als das wirkliche Bedürfniß erfordert; der Ueberschuß, sowie die mit eingeführten unverdaulichen Stoffe, werden dann unverbraucht wieder ausgestoßen.
2099 Zeichen · 26 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Nahrungsmittel

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Nahrungsmittel , des -s, plur. ut nom. sing. das Mittel der Nahrung, d. i. der Erhaltung des natürlichen Lebens; in …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nahrungsmittel

    Goethe-Wörterbuch

    Nahrungsmittel Lebensmittel, Essen, Futter, zur Ernährung von Mensch u Tier dienende Energieträger; ‘Rumfordische N.’ fü…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nahrungsmittel

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Nahrungsmittel (alimenta) , nennt man diejenigen Stoffe, welche zur Ernährung des Körpers, d.h. zum Wiederersatz der dur…

  4. Spezial
    Nahrungsmittel

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Nah|rungs|mit|tel n. (-s,-) mangiaria (-ies) f. , alimënt (-nc) m. , spëisa (-ses) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nahrungsmittel

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Zerlegung von nahrungsmittel 2 Komponenten

nahrung+s+mittel

nahrungsmittel setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

nahrungsmittel‑ als Erstglied (7 von 7)