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näseln

nhd. bis spez. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 9 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

näseln

näseln

Nase f. im Gesicht befindliches, zum Atmen und Riechen dienendes Organ; beim Menschen als Gesichtsvorsprung ausgebildet, so daß die Bezeichnung von daher vielfach übertragen verwendet wird. Ahd. (8. Jh.), asächs. nasa, mhd. nase, mnd. mnl. nāse, aengl. nasu, anord. nǫs führen auf germ. *nasō, mnl. nese, mnd. nēse auf Formen mit j-Suffix; daneben steht (ablautend) mnd. nōse, mnl. nose, noyse, nl. neus, aengl. nosu, engl. nose (germ. *nusa-, wozu auch Nüster, s. d.) und (dehnstufig) aengl. nōse ‘Vorgebirge’, schwed. nos ‘Nase, Maul, Schnauze’; Ableitungen mit j-Suffix von der Wurzelsilbe germ. *nas- sind auch mnd. nēse ‘Vorgebirge’ (in Ortsnamen), mnl. nesse, nes ‘Landzunge’, nl. nes ‘außerhalb des Deiches gelegenes, durch Ausschwemmung geformtes Land’, aengl. næs(s), engl. ness ‘Vorgebirge, Landzunge’, anord. nes ‘Landspitze’. Außergerm. vergleichen sich aind. nas- ‘Nase’, Dual (hinsichtlich der zwei Nasenlöcher) nā́sā, lat. nāris (aus *nāsis) ‘Nüster, Nasenloch, Nase’, nāsum, nāsus ‘Nase’, lit. nósis, aslaw. nosъ, russ. nos (нос) ‘Nase’, so daß sich ie. *nas- bzw. der dehnstufige Nominativ Sing. (des zunächst konsonantischen Stammes) ie. *nās ‘Nase’, ursprünglich wohl ‘Nasenloch’, ansetzen läßt. – Nasenloch n., mhd. nasenloch. Nasenstüber m. ‘Stoß an die Nase’, mit omd. hyperkorrekter Schreibung für Nasenstieber (17. Jh.); wohl zu stieben ‘umherwirbeln, sprühen’ (s. d.), z. B. von der Wirkung der Schläge (daß die Funken stieben). naseweis Adj. ‘in alles seine Nase steckend, sich einmischend, neugierig, vorwitzig, vorlaut’ (um 1500), mhd. nasewīse ‘mit feinem Geruchssinn begabt (von Mensch und Hund)’, eigentlich ‘kundig mit der Nase’ (zu kundig s. auch weise). Auch substantiviert Naseweis m. (16. Jh.). Nashorn n. Übersetzung (Anfang 16. Jh.) von gleichbed. Rhinozeros (s. d.). näseln Vb. ‘durch die Nase sprechen’, ahd. nesilōn (Hs. 11. Jh.), frühnhd. neselen, niselen.
1898 Zeichen · 77 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Näseln

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Näseln , verb. reg. bey den Jägern, schnuppern, S. Adelung Nase Anm.

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    näseln

    Goethe-Wörterbuch

    näseln fast ausschließlich PartPräs α ‘n-der Ton’ als Klangfarbe der Oboe sowie mBez auf Artikulationsprobleme: undeutli…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Näseln

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Näseln , s. Sprache .

  4. modern
    Dialekt
    näseln

    Rheinisches Wb.

    näseln, naseln -Es-, –ē-, –z- Nahe, Hunsr, Saar bis Merz , Trier-Cordel OEmmel , Bernk , Bitb , Daun , Prüm-Sevenig , Sc…

  5. Spezial
    näselnv

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    näseln , v гнусавить , гл

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit naeseln

1 Bildungen · 0 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von naeseln 2 Komponenten

naes+eln

naeseln setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

Ableitungen von naeseln (1 von 1)

ernäseln

DWB

ernäseln , naso indagare, erschnüffeln, aufspüren. Alb. von Rütte 21 .