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nachahmung

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

nachahmung f.

Bd. 13, Sp. 20
nachahmung, f. imitatio, die handlung des nachahmens und das nachgeahmte vorbild: nachöhmung Schottel 390 aus Hirschbergs verdeutschung von Sidneys Arcadia v. j. 1629; in der nachahmung kann das nachgeahmete .. gleichsam eine andere natur annehmen und etwas eigenes werden. Winkelmann 1, 245; das urbild ist der baum, die nachahmung sein schatten; und dieser ist immer bald zu lang, und bald zu kurz, wie die wahre gestalt des baums. Klopstock 12, 117; nachahmung ist nur gut, wenn man was bessres sagen will und nicht kann. Gleim 5, 331; ihre (der kunst) nachahmung, sagt man, erstrecke sich auf die ganze sichtbare natur. Lessing 6, 388; wenn indesz dichter und künstler diejenigen gegenstände, die sie miteinander gemein haben, nicht selten aus dem nehmlichen gesichtspunkte betrachten müssen: so kann es nicht fehlen, dasz ihre nachahmungen nicht in vielen stücken übereinstimmen sollten, ohne dasz zwischen ihnen selbst die geringste nachahmung oder beeiferung gewesen. 6, 421; das vergnügen über die nachahmung, als nachahmung, ist eigentlich das vergnügen über die geschicklichkeit des künstlers. 12, 78, s. auch unter nachahmen 3, a; vor allem, was man poetische nachahmung nennt, habe ich grosze hochachtung. Herder 3, 190 Hempel; sollt zwar nicht zur nachahmung, doch zur nacheiferung reizen. Göthe 26, 49; das gröszte meisterstück der deutschen baukunst, das sie täglich vor augen haben ... wird ihnen nachdenklicher als ich sagen, dasz der grosze geist sich hauptsächlich vom kleinen darin unterscheidet, dasz sein werk selbstständig ist ... da der kleine kopf durch übelangebrachte nachahmung, seine armuth und seine eingeschränktheit auf einmal manifestirt. Göthe an Röderer vom j. 1772 (d. j. Göthe 1, 316); aber schon durch blosze vertraulichkeit mit dieser menschenklasse und ihren gesinnungen, wenn sie ihn (den prinzen) auch nicht zur nachahmung hinrissen, ging die reine, schöne einfalt seines charakters .. verloren. Schiller 4, 267. Mit beigesetztem genetiv des nachgeahmten vorbildes: einfache nachahmung der natur. Göthe 38, 180; die kunst erfüllt ihren zweck durch nachahmung der natur. Schiller 10, 23; der lebendige begriff von der bildenden nachahmung des schönen kann nur im gefühl der thätigen kraft, die das werk hervorbringt, im ersten augenblick der entstehung stattfinden. Moritz bei Göthe 28, 456 Hempel; der weise Grieche hatte sie (die malerei) blosz auf die nachahmung schöner körper eingeschränkt. Lessing 6, 380; die lithographischen nachahmungen derselben (Dürers originalhandzeichnungen). Göthe 28, 825 Hempel. Die richtung der nachahmung durch in: das gesetz der Thebaner, welches ihm (dem künstler) die nachahmung ins schönere befahl, und die nachahmung ins häszlichere bei strafe verboth, ist bekannt. Lessing 6, 382.
2785 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    NachahmungDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    Die Nachahmung , Mz. — en . 1) Die Handlung, da man nach= ahmet; ohne Mehrzahl. 2) ♁ Etwas Nachgeahmtes, eine nachgeahmt…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Nachahmung

    Goethe-Wörterbuch

    Nachahmung Kleinschr T1,204,27 ; etwa 250 Belege. Schon beim jungen Goethe wird das überkommene imitative Kunstverständn…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Nachahmung

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Nachahmung , Imitation , in der Musik Wiederholung desselben Satzes von einer oder mehren andern fremden Stimmen.

  4. Spezial
    Nachahmungf

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Nachahmung , f подражание , ср (чему-л.) [Imitation]

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit nachahmung

15 Bildungen · 15 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von nachahmung

nachahmeln + -ung

nachahmung leitet sich vom Lemma nachahmeln ab mit Suffix -ung, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

nachahmung‑ als Erstglied (15 von 15)

Nachahmungsbegierde

GWB

nachahmung·s·begierde

Nachahmungsbegierde (leidenschaftlicher) Drang, Verlangen nach künstlerischer Betätigung, Gestaltung; einmal ‘N. des Unerreichbaren’ [ mBez …

Nachahmungsepoche

GWB

nachahmung·s·epoche

Nachahmungsepoche in typologisierender Betrachtung Übersetzungsepochen, die den N-n vorausgehen 27,393,9 DuW Plp Syn Nachahmungsperiode Chri…

nachahmungsfähig

GWB

nachahmung·s·faehig

nachahmungsfähig in der Fügung ‘n-er Künstler’ iSv zur Anfertigung einer Replik besonders begabt B23,319,10 Christiane 17.4.13 Christiane Sc…

nachahmungsgabe

DWB

nachahmung·s·gabe

nachahmungsgabe , f. natürliche anlage zur nachahmung: seine nachahmungsgabe überstieg allen glauben. Göthe bei Campe 3, 390 a .

Nachahmungsgeist

GWB

nachahmung·s·geist

Nachahmungsgeist einmal Getrennt- u Großschr (angeborene od gewohnheitsmäßige) Neigung zur Anpassung bzw Wiederholung des Bekannten; auch mi…

Nachahmungsperiode

GWB

nachahmung·s·periode

Nachahmungsperiode in der Fügung ‘Übersetzungs- und Nachahmungsperiode’, mBez auf einen Zeitabschnitt intensiver Adaption ausländischer Lite…

nachahmungssucht

DWB

nachahmung·s·sucht

nachahmungssucht , f. die sucht alles nachzuahmen. Gotter 1, 306 ; nachahmungssucht ist sclavensinn. Wander sprichw. 3, 823 .

nachahmungstrieb

DWB

nachahmung·s·trieb

nachahmungstrieb , m. natürlicher trieb zur nachahmung: unter guten leuten ist es leichter, tugendhaft zu sein; der innere trieb wird durch …

nachahmungswert

GWB

nachahmung·swert

nachahmungswert -th; auch subst (Kleinschr) iSv Nachahmung verdienend; vorbildlich, beispielhaft Die Ordnung der im Bibliotheksgebäude aufge…

nachahmungswerth

DWB

nachahmung·s·werth

nachahmungswerth , adj. nachahmungswürdig. Hugo civ. mag. 5, 56 ; so schienen mir die tugenden, welche ich an den stoikern hatte rühmen höre…