Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Mitleid n.
Mitleid n.
Mitleid n. ‘Anteilnahme am Leid anderer’ (17. Jh., zuerst omd.), nach älteren Mitleiden n. und Mitleidung f., mhd. mitelīden, mitelīdunge ‘Mitgefühl, gemeinschaftliches Leiden, Teilnahme an öffentlichen Lasten’, gebildet zum Verb mitleiden ‘gemeinschaftlich leiden, mitfühlen’, mhd. mitelīden (s. leiden). In frühen Zeugnissen Übersetzungen von kirchenlat. compassio ‘das Mitdulden, Mitempfindung’ bzw. compatī ‘zugleich leiden, Mitgefühl haben’, die ihrerseits griech. sympátheia (συμπαθεῖν) ‘gleiche Empfindung, Stimmung oder Leidenschaft, Mitleiden, Teilnahme’, sympathé͞in (συμπαθεῖν) ‘mit oder zugleich empfinden oder leiden’ wiedergeben (s. Sympathie). – mitleidig Adj. ‘mitfühlend, teilnahmsvoll’, mhd. (md.) mitlīdic, frühnhd. mitleidig (Luther). Mitleidenschaft f. ‘gemeinsames Leiden, Mitgefühl’ (17. Jh.), noch in der Wendung in Mitleidenschaft ziehen ‘etw. mit anderem zugleich beeinträchtigen, beschädigen’ (19. Jh.).