Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
meizan
beide Anfang des 9. Jh.s, alem.[-frk.]). 487,
1 (Anfang des 9. Jh.s, alem.[-frk.]); 2,742,18
(9. Jh., bair.): ‚einschneiden, zerschneiden, be-
hauen; incidere, scindere‘ <〈Var.: -zz->〉. – Mhd.
meizen red.v. ‚hauen, schneiden, ab-, einschnei-
den‘, frühnhd. meissen unr.v. ‚(Holz) schla-
gen, (Bäume) fällen, etw. abschlagen‘, nhd.
dial. schweiz. meissen ‚schroten, hauen‘, bair.
maißen, kärnt. meißen ‚Holz schlagen, Astwerk
von Bäumen schlagen, Bäume beschneiden‘.
Etwas weiter verbreitet ist die aus dem Verb ab-
geleitete Rückbildung; vgl. schwäb. meiß ‚Ein-
schlag am Baum, den man fällen will‘, tirol.,
steir. moass u. a. Im Nhd. ist zu diesem Verb
nur die Ableitung Meißel m. gebräuchlich (s.
meizil).