Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
maulaffe m.
maulaffe , m. 1 1) affe mit groszem oder offenem maule, bild für einen glotzenden oder gaffenden menschen. älter und noch mhd. ist das gleichbedeutende munt-affe ( Lexer wb. 1, 2234 ). sonst wird der narr mit offenem munde, wie durch einfaches affe ( th. 1, 182) auch durch gähnaffe und verwandtes ( th. 4 1 , 1148) ausgedrückt; maulaffe ist seit dem 15. jahrh. nachzuweisen: lacht, greint und singt ein wenig leis, ir kelber, tortschen und maulaffen! fastn. sp. 539, 18 ; als eigenname eines ' dummen ' teufels: Nagenranft und Ackertrapp, Relling und Maulaff, Polsterpuob und Schlickenprein, die sol…