Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Manöver n.
Manöver n.
Manöver n. ‘kriegsmäßige (periodisch wiederkehrende) Übung (von Teilen) der Armee, festgelegte Tätigkeit an Bord von Schiffen’, übertragen ‘Kunstgriff, Scheinmaßnahme, Ablenkungsversuch’, Entlehnung (18. Jh.) aus gleichbed. frz. manœuvre f., hervorgegangen aus mlat. manuopera ‘Handarbeit’, auch ‘Fron, Last’ (in den Kapitularien Karls des Großen), einer Zusammensetzung aus lat. manus ‘Hand’ und lat. opera ‘Arbeit, Mühe, Tätigkeit’, die vielleicht als Übersetzung von ahd. hantwerc ‘Handarbeit, Verfertigung’ (s. Handwerk) gelten kann. Afrz. manuevre, frz. manœuvre bedeutet ursprünglich ‘Arbeit mit der Hand’, bezeichnet dann alle Tätigkeiten, die nötig sind, um ein Schiff zu lenken und zu führen, den Umgang mit den Ankern und Tauen, ferner den rechten Handgriff, um etw. zuwege zu bringen, ‘Kunstgriff, Kniff’, und gilt schließlich (seit Ende 17. Jh.) für ‘militärische Truppenbewegung(en)’. – manövrieren Vb. ‘Truppenübungen veranstalten, Schiffswendungen durchführen, geschickt vorgehen’ (18. Jh.), frz. manœuvrer, eigentlich (afrz.) ‘mit der Hand arbeiten’. ausmanövrieren Vb. ‘durch geschicktes Vorgehen überlisten’ (19. Jh.).