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Manöver

nhd. bis spez. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
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Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Manöver

Bd. 13, Sp. 243
Manöver, Übungen gemischter Waffen gegeneinander oder gegen dargestellten Feind zur Schulung der Führer und Vervollkommnung der Truppen für den Dienst im Feld unter dem Ernstfall möglichst nahekommenden Verhältnissen. Seit der Einführung der fortschreitenden M. unter Friedrich II. sind die deutschen M. immer weiter entwickelt und auch im Ausland nachgeahmt worden. Die deutschen M. sind ein Teil der alljährlichen größern Truppenübungen und zerfallen in Brigade- (früher Detachements-), Divisions- (früher Feld-) und Korpsmanöver. Mehrere Korps haben jährlich Kaisermanöver (s. d.). Der Leitende gibt die »allgemeine Kriegslage« für beide Parteien (Rot und Blau) gleichlautend, die »besondere Kriegslage«, welche die Aufgabe enthält, für jede Partei besonders. Jeder Parteiführer handelt selbständig und lediglich nach der gegebenen Kriegslage, wie im Ernstfalle, wobei seine Truppe fast stets in Verbindung mit stärkern Heeresteilen gedacht ist. Die Schiedsrichter, durch weiße Armbinde kenntlich und vom Leitenden (der zugleich Oberschiedsrichter ist) bestimmt, unterstützen letztern, indem sie Entscheidungen fällen, die sich im Ernstfall durch Waffenwirkung etc. von selbst ergeben würden. Über Festungsmanövers. d. Brückenmanöver sind Übungen der Pioniere im Brückenbau. M. heißt auch eine Truppenbewegung zum Zweck der Erreichung eines sonst nur durch Kampf erreichbaren Zieles, z. B. Umgehungen, die durch Bedrohen der feindlichen Rückzugslinie den Gegner zum Verlassen seiner Stellung veranlassen sollen. Zur Zeit der kleinen Heere und der methodischen Kriegführung vor Napoleon hatten solche M. große Bedeutung. Übungen von Seestreitkräften heißen Flottenmanöver (s. d.). Vgl. v. Boguslawski, Die Anlage, Leitung und Durchführung von Feldmanövern (Berl. 1883); »Felddienstordnung« (das. 1900); v. Brockdorff, Das M. (das. 1904).
1845 Zeichen · 34 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Manövern.

    Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

    Manöver n. ‘kriegsmäßige (periodisch wiederkehrende) Übung (von Teilen) der Armee, festgelegte Tätigkeit an Bord von Sch…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Manöver

    Goethe-Wörterbuch

    Manöver auch -vre, ‘Maneuver’ B3,226,24 ; Pl auch -s 1 Truppenaufmarsch, taktische Truppenbewegung, (große) militärische…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Manöver

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Manöver , Übungen gemischter Waffen gegeneinander oder gegen dargestellten Feind zur Schulung der Führer und Vervollkomm…

  4. modern
    Dialekt
    Manövern.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Manöver n. : 1. 'militärische Feldübung', Maneweʳ (maˈnēwəʳ) [verbr., Krämer Gal 146]; die große Maneweʳ [ LU-Opp ]; ins…

  5. Spezial
    Manöver

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ma|nö|ver n. (-s,-) 1 manovra (-res) f. 2 (Waffenübung) ‹mil› manefra (-res) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit manoever

10 Bildungen · 9 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von manoever 2 Komponenten

mano+ever

manoever setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

manoever‑ als Erstglied (9 von 9)

Manöveranzug

Meyers

manoever·anzug

Manöveranzug , Anzug der Truppen im Manöver, nach Möglichkeit dem im Krieg entsprechend.

manöverieren

RhWB

manoever·ieren

manöverieren  schw.: 1. im militärischen Sinne, nach dem Nhd. — 2. übertr. lebhaft gestikulieren u. schwatzen Trier , Wittl .

Manöverkarte

Meyers

manoever·karte

Manöverkarte , für Manöver (s. d.) besonders angefertigte Karte, in Deutschland in der Regel im Maßstabe 1: 100,000.

Manövermunition

Meyers

manoever·munition

Manövermunition , bei Friedensübungen verwendete Munition, Platzpatronen für Handfeuerwaffen und Manöverkartuschen für Geschütze. Die M. ist…

Manöveroffizier

Meyers

manoever·offizier

Manöveroffizier , in der österreichisch-ungar. Marine Seeoffizier, dem Takelung, Boote, Ankergeschirr unterstellt sind.

manoever als Zweitglied (1 von 1)

Ablenkungsmanöver

RDWB1

Ablenkungsmanöver n übertr. als ~ - для отвода глаз идиом.