lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Löwen

nhd. bis sprichw. · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
5 in 4 Wb.
Sprachstufen
4 von 16
Verweise rein
3
Verweise raus
1

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Löwen

Bd. 12, Sp. 749
Löwen, 1) (niederländ. u. fläm. Leuven, franz. Louvain) Hauptstadt eines Arrondissements in der belg. Provinz Brabant, am Fluß Dyle und Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Brüssel- Lüttich, L.-Mecheln und Aarschot-Charleroy und der Nebenbahnen L.-Diest, L.-Tervueren und L.-Jodoigne, ist größtenteils altertümlich gebaut. Die Wälle der Stadt, jetzt zu Spaziergängen umgewandelt, haben an 10 km Umfang; aber ein großer Teil des Raumes, den sie umschließen, ist mit Gärten und Anpflanzungen bedeckt. Die vorzüglichsten Gebäude von L. sind: das 1448–1463 von Matthäus De Layens im spätgotischen Stil errichtete, 1842 und 1904 restaurierte Rathaus; die Kirche zu St. Peter (Basilika, ebenfalls aus dem 15. Jahrh.); die gotische Gertrudenkirche (15. Jahrh., mit schönem Chorgestühl); die sogen. Hallen, 1317 als Warenniederlage für die Tuchmachergilde erbaut und 1679 der Universität eingeräumt; die Ruinen des im 9. Jahrh. vom König Arnulf erbauten Schlosses, das der Volksglaube dem römischen Imperator Julius Cäsar als Erbauer zuschreibt. Die Bevölkerung zählt (1904) 42,194 Seelen. Die Industrie ist seit dem Mittelalter sehr zurückgegangen, zumal die einst berühmte Tuchfabrikation. Die Stadt hat große Brauereien, Maschinenbau, Fabrikation von Stärke, Essig, Chemikalien, Strohhüten und Spitzen und treibt Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Berühmt war im 16. Jahrh. die 1426 von Philipp dem Guten von Burgund gegründete Universität von L., die zur Zeit ihrer Blüte mehr als 6000 Studenten zählte und der Sitz der antijesuitischen, die gallikanischen Freiheiten verteidigenden Theologie war. Sie wurde 1793 infolge der französischen Invasion aufgehoben, 1817 aber wiederhergestellt. 1834 vom Staat aufgehoben, ward sie 1835 vom Klerus aus eignen Mitteln neu dotiert und verfolgt seitdem als sogen. freie Universität eine streng katholische Richtung. Sie umfaßt fünf Fakultäten und Brauerei-, Ackerbau- und Gewerbeschulen und zählte 1903/04: 2044 Studierende. Außerdem befinden sich in L. ein Athenäum, Staatsmittelschulen für Knaben und Mädchen, eine Haushaltungsschule, ein Lehrer- und ein Lehrerinnenseminar, eine Kunstschule (seit 1889) und ein Tribunal. L., wo König Arnulf 891 die Normannen entscheidend besiegte, war lange die Residenz der Grafen von L., spätern Herzoge von Brabant (s. d.). Seit Mitte des 12. Jahrh. von dem Durchgangsverkehr zwischen Brügge (s. d.) und Köln berührt, entwickelte es sich, obwohl häufig durch innere Kämpfe erschüttert, bald zu einer blühenden Handels- und Industriestadt mit berühmter Tuchfabrikation. Ende des 14. Jahrh. begann der Verfall, der, trotz Gründung einer Universität (1426), rasche Fortschritte machte und im 16. Jahrh. durch eine Seuche, die fast die halbe Bevölkerung hinwegraffte, vollendet ward. Vgl. Molanus, Historiae Lovanensium libri XIV (hrsg. von de Ram, Brüssel 1861, 2 Bde.); Verhaeghen, Les 50 dernières années de l'ancienne université de Louvain (Lüttich 1884); van Even, Louvain dans le passé et dans le présent (Löwen 1891–95); van der Linden, Histoire de la constitution de la ville de Louvain an moyen-âge (Gent 1892); »Geschiedenis van de stad Leuven« (Löwen 1899). – 2) Stadt im preuß. Regbez. Breslau, Kreis Brieg, an der Glatzer Neiße und der Staatsbahnlinie Brieg-Oderberg, 152 m ü. M., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Schloß, höhere Privatschule, Amtsgericht, eine Zuckerfabrik (in dem anliegenden Dorfe Fröbeln), eine Ofenfabrik, Molkerei, Gerberei, Färberei, Ziegeleien, eine große Mühle, wichtige Wochen- und Viehmärkte und (1900) 3245 meist evang. Einwohner. 1903 große Überschwemmung.
3608 Zeichen · 61 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    löwenadj.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    löwen , adj. vom löwen: löuwin, von eim löuwen, leoninus Maaler 275 a .

  2. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Löwen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Löwen , 1) (niederländ. u. fläm. Leuven , franz. Louvain ) Hauptstadt eines Arrondissements in der belg. Provinz Brabant…

  3. modern
    Dialekt
    Löwen

    Rheinisches Wb.

    Löwen lwə: die belgische Stadt L. Et koəm eine Bur va L., va L. k. enne B., Marieke gung em tenge (entgegen), M. sag (s…

  4. Sprichwörter
    Löwen

    Wander (Sprichwörter)

    Löwen Löwen heisst die Studentenstadt. – Hesekiel, 55.

Verweisungsnetz

9 Knoten, 4 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 1 Kompositum 4 Sackgasse 4

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit loewen

146 Bildungen · 145 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von loewen 2 Komponenten

loe+wen

loewen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

loewen‑ als Erstglied (30 von 145)

Löwenaffe

Campe

loewe·naffe

Der Löwenaffe , — n, Mz. — n , eine Art kleiner langgeschwänzter Affen in Amerika, etwa 9 Zoll lang, welche wie die Löwen am Kopfe und Halse…

Löwenanteil

LDWB2

loewen·anteil

Lö|wen|an|teil m. (-[e]s,-e) ‹pop› (Hauptanteil) la pert dl liun f. , la majera pert f.

löwenantheil

DWB

loewen·antheil

löwenantheil , m. den antheil den der löwe nach der bekannten fabel ( auch erzählt von Luther 5, 271 ) von der beute beansprucht und erhält.…

löwenauge

DWB

loewen·auge

löwenauge , n. auge eines löwen; auch auge wie eines löwen: aber Cain schieszt trotzige blicke aus seinen löwenaugen auf ihn. Fr. Müller 1, …

löwenbändiger

DWB

loewen·baendiger

löwenbändiger , m. bändiger, bezwinger eines löwen: verwundert sehen wir den löwenbändiger, der seine kraft nicht ganz erschöpfte. Gleim 6, …

löwenbalg

DWB

loewen·balg

löwenbalg , m. löwenfell: treu geht über alles, untreu schändet alles; hohn dem mann, der seinen schalk verbergen will in löwenbalg! Wieland…

löwenbeherzt

DWB

loewen·beherzt

löwenbeherzt , adj. : wie, laut der sage, der starke Herakles er, mein vater, war, der muthige, löwenbeherzte ( θυμολέοντα ). Bürger 229 b (…

löwenbeiszer

DWB

loewen·beiszer

löwenbeiszer , m. als name einer hundeart: die verschiedene grösze ( der hunde ), vom Bologneser bis zum gröszten löwenbeiszer der bauren am…

Löwenberg

Meyers

loewen·berg

Löwenberg , Kreisstadt im preuß. Regbez. Liegnitz, am Bober, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Goldberg-Greiffenberg und L.-Siegersdorf, 202 …

Löwenbirn

Campe

loewen·birn

Die Löwenbirn , Mz. — en , eine vorzügliche Sorte Birnen, welche oben stumpf und unten scharf gespitzt sind und die sich lange halten.

löwenblut

DWB

loewen·blut

löwenblut , n. blut eines löwen. mit der phrase löwenblut saufen für grimmig sein wird Klinger gehänselt: haben sie Klingern lang nicht gese…

Löwenbraden

MeckWB

loewen·braden

Löwenbraden m. scherzhaft vom Braten aus dem Fleisch eines nüchternen Kalbes Ro Ribn ; Schö.

löwenbund

DWB

loewen·bund

löwenbund , m. als name eines bundes edler; vergl.: do fieng anno domini 1390 die grosz gesellschaft an in deutschen landen, die man nampt '…

Löwendal

Meyers

loewen·dal

Löwendal , Ulrich Friedrich Waldemar, Graf von , geb. 6. April 1700 in Hamburg, gest. 27. Mai 1755, Urenkel König Friedrichs III. von Dänema…

löwenfarb

DWB

loewen·farb

löwenfarb , adj. von der farbe eines löwen: fulvus, dunkelroth und leberfarb, oder löwenfarb. Corvinus 1, 285 a .

löwenfell

DWB

loewen·fell

löwenfell , n. fell eines löwen: es glüht mit seltnem schimmer, gelb fast, wie löwenfell. Freiligrath dicht. 2, 165 .

Löwenfräter

MeckWB

Löwenfräter m. wie -kierl Schö Schlagsd .

Lȫwenfūß

Adelung

loewen·fuss

Der Lȫwenfūß , des -es, plur. inus. ein Nahme verschiedener Pflanzen, deren Blätter einige Ähnlichkeit mit dem Fuße eines Löwen haben. 1) De…

löwenfusz

DWB

löwenfusz , m. fusz eines löwen. auch name der pflanzen leontice ( vergl. auch löwenblatt); alchemilla vulgaris, gemeiner sinam; catananche;…

löwengarten

DWB

loewen·garten

löwengarten , m. garten in welchem löwen gehalten werden: vor seinem löwengarten, das kampfspiel zu erwarten, sasz könig Franz. Schiller der…

Ableitungen von loewen (1 von 1)

belöwen

MeckWB

belöwen glauben, a. Spr.: 'des scole gi us beloven' (Wi 1393) UB. 22, 299. Mnd. belven.