Eintrag · Etymologisches Wb. des Ahd. (EWA)
lîta
3215, 13./14. Jh.) und Gl. im Clm. 14505 (2
Belege, 2. Hälfte des 11. Jh.s, bair.; vgl. G.
A. Cavajoni, ScPhil 1 [1977], 106):
‚Berg-〈Var.: lit-〉. – Mhd. lî-
hang; clivus, latus‘
te sw.f.
‚Bergabhang, Halde, Tal‘, übertr.
von des geluckes lîten
‚von der Höhe des, frühnhd. leite f.
Glücks‘
‚Bergabhang‘, som-
merleite
‚Südhang‘, öster. und nhd. mdartl.
vorwiegend im Obd. und Md.: els. lit f.
‚son-, mittelelb. līte f.
niger Bergabhang‘
‚Abhang,, schwäb., vorarlb. leite f.
Berghang‘
‚Berg-, bair. leiten
abhang, Halde‘
‚Seite eines Hü-, kärnt. leite, leiten f.
gels‘
‚Ackerfeld auf, tirol. laitε f.
einem Abhang, steile Wiese‘
‚ansteigendes Feld, Feldhang‘, steir. leite
‚Bergabhang, steiler Acker‘, dimin. leitel n.
1385 ablit – lîtaS1386
‚kleiner Acker an einem Abhang‘, ohess. lei-
de, lîd, thür., osächs. leite f.
‚Berghang, ab-(osächs. Wortspiel Hei-
schüssiges Gelände‘
ner leit [liegt] an der leit und spannt [passt
auf] aff de leit [Leute]), schles. leite
‚steiler, dimin. leitla
Bergabhang‘
‚sanfter Hang‘,
verbreitet auch in FlurN und ON: z.B. bad.
in der Leitenne, schwäb. Buchleiten, tirol.
Lechleiten, Leitach, hess.-nassau. Hessenlie-
de, thür. Hainleite.