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Leutseligkeit

nhd. bis GWB · 4 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Leutseligkeit

Leutseligkeit

Leute Plur. ‘Menschen, Öffentlichkeit, Publikum, in einem Arbeits-, Dienstverhältnis stehende Personen’, ahd. liuti Plur. ‘Volk, Völkerschaft’ (8. Jh.), ‘Bevölkerung, Menschenmenge’ (9. Jh.), ‘Untergebene’ (10. Jh.), mhd. liute, asächs. liudi, mnd. lǖde, mnl. liede, lūde, nl. (fläm.) lieden, (holl.) luiden, aengl. lēode ist die Pluralform zu einem in ahd. liut m. f. n. ‘Volk, Volksstamm, Bevölkerung’ (9. Jh.), mhd. liut m. n., mnd. lǖt, aengl. lēod, anord. ljōðr, lȳðr (germ. *leudi-) belegten Substantiv. Verwandt sind lit. liáudis ‘niederes, gewöhnliches Volk’, lett. lͅaudis (Plur.) ‘Leute, Menschen’, aslaw. l’udъ ‘Volk’, Plur. l’udịje ‘Menschen, Leute, Volk, Völker’, russ. ljud (люд) ‘Volk’, Plur. ljúdi (люди) ‘Menschen, Leute’. Vergleichbar ist ahd. liotan ‘wachsen’ (9. Jh.; vgl. irliotan, 8. Jh., framirliotan ‘emporwachsen’, 8./9. Jh.), asächs. liodan, aengl. lēodan, got. liudan ‘wachsen’ sowie aind. rṓdhati ‘wächst’, rṓhati ‘wächst, steigt empor, besteigt’, toch. A lutk- ‘werden lassen’, griech. elé͞utheros (ἐλεύθερος) ‘frei, freier Mann’, lat. līber ‘frei’, līberī ‘Kinder’, air. luss ‘Pflanze’, so daß von einer Wurzel ie. *leudh- ‘emporwachsen, hochkommen’ auszugehen ist (s. auch lodern). – leutselig Adj. ‘freundlich aufgeschlossen und mitteilsam, umgänglich’, mhd. liutsælec, liutsælic ‘den Menschen wohlgefällig, anmutig, niedlich, zierlich’ (s. selig), seit dem 16. Jh. ‘den einfachen Leuten wohlgesonnen’, daher heute oft spöttisch ‘herablassend freundlich’; Leutseligkeit f., mhd. liutsælecheit ‘Wohlgefälligkeit den Menschen gegenüber, Anmut’.
1574 Zeichen · 67 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Leutsêligkeit

    Adelung (1793–1801) · +2 Parallelbelege

    Die Leutsêligkeit , plur. inus. 1) * Der Zustand eines Ortes, da er leutselig, d. i. lebhaft ist; doch nur im Oberdeutsc…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Leutseligkeit

    Goethe-Wörterbuch

    Leutseligkeit a zu leutselig a: Jovialität, Wohlwollen jedermann bewunderte seine [ des Prinzen ] L. und Herablassung 21…

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Wortbildung

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Ableitung von leutseligkeit

leutselig + -keit

leutseligkeit leitet sich vom Lemma leutselig ab mit Suffix -keit.

Keine Komposita gefunden — leutseligkeit kommt in keinem anderen Lemma als Erst- oder Zweitglied vor.