Eintrag · Mittelhochdeutsches Wb. (MWB)
lanne stswF.
2 als Schmuck
1 allg.: dô Alexander sih bedâhte, / waz er getûn mahte, / er hîz insamt heften / di schif mit manniscreften. / er hîz si starke spannen / mit îsenînen lannen SAlex 1192. – meist zum Bändigen, Festhalten von etw. (Tieren, Riesen): des bern pfleger nam den bern / bî der lannen, hin vuort ern Schrätel 34; Serv 2929; als ein wolf an einer lannen, / der vil gerne kême von dannen Renner 3607; er lúmt recht sam ein hundt an einer lannen Neidh (S) 2,128 C45:8,5; HvNstAp 879; Uvidol [der Riese Witold] wart gewangin / gebundin an die lannin Roth 1733. 1047. 4686. – übertr.: du [das Kreuz] bist die lanne, an der gezemt / wart des grozen lewen kint Frl 2:21,6. – phras.: swer alten hunt an lannen leit, / der verliuset michel arebeit Freid 109,26 2 als Schmuck: ouch het Gynevern gesant / Lonomye, ir swester, / [...] / vil manig guot chleinot, / lauter vnd von golde rot, / riemen vnd häftelein, / boug vnd vingerlein, / halsgolt vnd lanne Krone 558
MWB 3,3 862,61; Bearbeiter: Diehl