Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Laib m.
Laib m.
Laib m. ‘geformtes Brot’, ahd. (h)leib (8. Jh.), mhd. leip, aengl. hlāf, engl. loaf, anord. hleifr, aschwed. lēver, got. hlaifs (germ. *hlaiba-; s. dazu Lady und Lord) gilt wahrscheinlich ursprünglich für das ungesäuerte Brot, während Brot (s. d.) das gesäuerte Brot bezeichnet. Herkunft nicht geklärt. Eine Verbindung mit lat. lībum ‘Kuchen, Fladen’, griech. klī́banos (κλίβανος) ‘Backofen’, eigentlich ‘tönerne oder eiserne Brotform’ stößt auf lautliche Schwierigkeiten. Vielleicht ein nicht-ie. Substratwort? Anders Lehm (1951) 59, der die Formen an got. hleibjan ‘sich jmds. annehmen’ anschließt; er sieht in Laib eine „urgerm. Prägung, hinter der … eine nahrungsgeschichtliche Neuerung steckt“, und setzt eine Wurzel *k̑el-, *k̑lei- ‘kneten’ (von Lehmbrei, Brotteig) an. Frühe Entlehnungen aus dem Germ. führen zu aslaw. chlěbъ ‘Brot’, russ. chleb (хлеб) ‘Brot, Getreide’, lett. klaips ‘Laib Brot’, finn. leipä ‘Brot’. In neuester Literatursprache tritt Laib weitgehend zurück; es findet sich landschaftlich noch im Süden in Verbindungen wie ein Laib von 1 kg, ein Laib Brot. Die Schreibweise mit ai schlagen Grammatiker des 17. Jhs. zur Unterscheidung von Leib ‘Körper’ vor.