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Kul

an. bis Dial. · 8 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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8 in 8 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Kul Pl.

Bd. 4, Sp. 745
Wossidia Kul Pl. -en f. Grube, Erdloch, Vertiefung: Kule fovea Niem. Idiot. 15; Kuhl Grube, Grab N. Monschr. 4, 149a; Kuhl Grube Mi 47b. 1. Grab: 'umme dat de knecht gheslagen wart unde geworpen in de kulen' (1327) UB. 7, 493; 'item gaff Hans Peterstorp deme amete 1 tunne bers, dat se scholt nawolgen wan he dot is to der kulen' (1494) Grab. Lohgerb. 2, 45; 'Dat unse naber unde ick thor kulen brachte Unsen olden schulten' Omich. in Nd. Jb. 54, 38; vgl. 'Ordenung van Kulengravend' Ro 1552; Rda.: dat ward ok bald ne Kul vull er stirbt bald allgem.; dat ward ok wider nicks as ne god' Kul vull von einem Reichen (1890) Wa; de argert mi noch in de Kuhl Tarn. Mart. 16; von einem tollen Draufgänger: dei haalt den Düwel ut dei Kul (1887) RoRostock@RibnitzRibn; dei kann sick verstellen as 'n Engel des Lichts, is œwer dei wohre Deuwel ut dei Kul Klock; du büst dei Düwel ut dei Kul (1937) StaStargard@Alt StrelitzAStrel; früher mußten zwei Tagelöhner Kulen graben — dat güng' üm — und sechs trugen die Leiche GüGüstrow@WeitendorfWeit; fällt beim Kulengraben die Gruft dreimal ein, so gibt es bald wieder einen Toten Bütz; der Tote stellt sich vorher bei der Kul hin und kickt sick sin Kul an sagt der Kulengräber (1933) LuLudwigslust@DömitzDöm. Zs. Dodenkul. 2. im Wirtschaftsbetrieb u. a. Flaß braken œwer dei Kul (s. braken2 2 und Brakelkul), die Kartoffelmiete, das Wasserloch, in welchem die Schafe gewaschen werden, früher die Pflanzgrube für Hopfen (s. Hoppen 1), ferner die aus den Zss. hervorgehenden Verwendungen und Bedeutungen: Aas-, Fill-, Schinnerkul für das verendete Vieh; Jauch-, Meß-, Pißkul; Dörp- (Sandoder Lehmgrube), Kalk- (für gelöschten Kalk), Kiesgrott-, Mad'-, Modd'-, Margel-, Sandkul; Garwer-, Loh-, Sag'kul; bei Kinderspielen die Grube für die Spielkugeln allgem.; Horn Selmsd. 1, 578; s. Knop-, Nägen-, Schöttelkul; die Grube im Kulsœg'spiel; im Gelände die Slämm-, Water-, Wischkul; tiefe Stelle im See Wa; Arch. Landesk. 1867, S. 350; Wulfskul Fanggrube für Wölfe; bes. Rda.: inne Kul slapen bei jem. nachts unterkriechen Schw; dei perrt inne Kul der Hinkende PaParchim@LübzLübz. 3. am menschlichen und tierischen Körper Grübchen: Kühlken in den Backen Babst 2, 122; Kulen inne Backen Bri. 1, 96; Kul in de Backen, Schelm in 'n Nacken Egg. Trems. 211; Kulen in den Kinn, Schelm in 'n Sinn Ro; Wa; dazu die Zss. Fett-, Hart-, Nackkul; Vertiefung in der Schädeldecke der Gänse, in die gestochen wird, wenn man sie schlachtet; die Luftblase im Ei allgem. 4. FN.: Kulbarg, Kulenbreide, -dik, -rad', -stücken, -weg, Kulsee; Adder-, Austbeer-, Bäsing'-, Beikbeeren-, Beisen-, Borg-, Born-, Brakel-, Brauk-, Brink-, Brüggels-, Bullen-, Bült-, Düwels-, Eier-, Fill-, Fleeder-, Gäus'-, Hor-, Hunger-, Kätel-, Klingen-, Krögel-, Papendönken-, Poggen-, Pötter-, Prahms-, Racker-, Schelp-, Schit-, Swemm-, Wittelkul u. v. a. — Mnd. kûle. — Br. Wb. 2, 892; Dä. 261b; Da. 120a; Kü. 2, 241; Me. 3, 373; Schu. 24.
2861 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    kulst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    kul , st. N. (a) nhd. Windstoß Hw.: s. kol (2), kala E.: s. germ. *kula-, *kulam, st. N. (a), Kühle; vgl. idg. *gel- (3)…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    kûl

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    kûl- s. küel-, kuol-.

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    kulM.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    kul , M. nhd. „Kulle“, Hode Hw.: vgl. mnl. cul I.: Lw. lat. culleus E.: s. lat. culleus, M., Ledersack, Schlauch; vgl. g…

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    kulm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    kul , kuhl , m. sclave, mancipium turcicum Steinbach 1, 944 , als vox turcica bezeichnet ( türk. qul sclave ); es gab da…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Kul

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Kul (»Sack«), als russ. Getreidemaß soviel wie Tschetwert, bei trocknen Sämereien aber gewöhnlich nach Gewicht berechnet…

  6. modern
    Dialekt
    KulPl.

    Mecklenburgisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Kul Pl. -en f. Grube, Erdloch, Vertiefung: Kule fovea Niem. Idiot. 15; Kuhl Grube, Grab N. Monschr. 4, 149 a ; Kuhl Grub…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kul

465 Bildungen · 445 Erstglied · 19 Zweitglied · 1 Ableitungen

kul‑ als Erstglied (30 von 445)

Kules

SHW

Kul-es Band 4, Spalte 31-32

Kulacken

MeckWB

kul·acken

Kulacken Pl. Bastmatten, die voll Korn geschüttet und zusammengenäht auf das Korn gelegt werden, damit dies im Schiff nicht überrutscht Wo. …

Kulacks

MeckWB

Kulacks m. (?) große Möwe Wi Fährd ; nach E. Boll Hs. die Heringsmöwe, larus fuscus; Kulacksen Spottname der Golwitzer auf Poel.

Kuländer

RhWB

Kuländer = Kalender (s. d.).

Kulak

Herder

Kulak , javan. Gewicht für Getreidesorten = 9 Zollpfd.

Kulaly

Meyers

Kulaly , Insel im nordöstlichen Teil des Kaspischen Meeres, sumpfig und unbewohnt, nur periodisch von Fischern besucht.

Kulan

Meyers

Kulan , s. Esel .

Kulang

LothWB

kul·ang

Kulang [khula D. Si. ; khulą Busd. Brettn. — Pl. –ən] m. u. f. Straßenrinne, Dachrinne. — lux. 253 ebenso; frz. coulant fließend.

Kulangsu

Meyers

Kulangsu , kleine, zur chines. Provinz Fokiën gehörige Insel, dem Vertragshafen Amoy gegenüber, mit einer Kolonie englischer Kaufleute, die …

kulant

Pfeifer_etym

kul·ant

kulant Adj. ‘entgegenkommend, großzügig’. Die Kaufmannssprache entlehnt (19. Jh.) gleichbed. frz. coulant, eigentlich ‘fließend’, dann ‘gewa…

Kulanz

Pfeifer_etym

kulant Adj. ‘entgegenkommend, großzügig’. Die Kaufmannssprache entlehnt (19. Jh.) gleichbed. frz. coulant, eigentlich ‘fließend’, dann ‘gewa…

Kûlappelbâm

Wander

kul·appelbam

Kûlappelbâm Up en'n Kûlappelbâm, dâ wasset sîn Lêwe keine Sommerstêlke. – Schambach, II, 382. Auf einem schlechten Apfelbaum wachsen keine g…

kûl(asch)

MNWB

kul·asch

° kûl(asch) , Plur. -eschen, Äsche, Thymallus (wohl verwechselt mit kûlebārs oder 3 kü̑le ; Schl.-H.-L. Ub. 1, 435).

kulatsch

RhWB

kul·atsch

kulatsch kulātš  Eusk-Gymnich Interj.: Hetzruf an den Hund; k., kiss, kiss!

kulbalch

KöblerMnd

kul·balch

kulbalch , M. nhd. Hodensack ÜG.: lat. scrotum E.: s. kul, balch L.: MndHwb 2, 699 (kulbalch)

kulbe

KöblerMhd

kulbe , sw. M. Vw.: s. kolbe

kulben

RhWB

kul·ben

kulben -olw- schw.: Nüsse k., die grüne Schale von der Nuss lösen; auch abk.

kulbern

RhWB

kul·bern

kulbern -ulw- schw.: 1. bellen, aufschreien, vom Hunde Siegld-Hilchenb . — 2. sich wie ein Kalb betragen, necken Siegld-Seelb . — Abl.: die …

кульбит

RDWB2

kul·bit

кульбит перен. Trick m , Kunsstück n ( перен. ) unerwartete Wendung совершать кульбиты идиом. - Achterbahn fahren idiom. в мире птиц гормоны…

Kulblāseⁿ

Idiotikon

Kulblāseⁿ Band 5, Spalte 141 Kulblāseⁿ 5,141

Kulboors

MeckWB

Kulboors Pl. -boors' m. Kaulbarsch, acerina cernua: perca minor 'Kulbarß' Chytr. 389; perca cernua Siemss. in Monschr. 3, 630; Fische 36; Ar…

kul als Zweitglied (19 von 19)

dankul?

KöblerAhd

*dankul? , Adj. Hw.: vgl. as. *thankul?

kluckul?

KöblerAhd

*kluckul? , st. M. (a?, i?) Vw.: s. *kliukkul?

klukkul

KöblerAhd

*klukkul , st. M. (a?, i?) nhd. Klicker, Murmel ne. marbles Q.: s. Kluge s. v. Klicker

thankul

KöblerAs

*thankul , Adj. nhd. „denkend“, klug ne. wise (Adj.) Hw.: vgl. ahd. *dankul? Q.: ON E.: s. thenkian Son.: Holthausen, F., Altsächsisches Wör…

Braukul

MeckWB

brau·kul

Braukul f. Schelte für eine schlechte Tänzerin Wa KLuck .

Fangkul

MeckWBN

fang·kul

Wossidia Fangkul f. wie Wulfskul: min Vadder hett vertellt, dor wir ümmer noch de Fangkul wäst achter 'n Dörp in Groten Schwaß Ro Rostock@Vo…

hakul

KöblerAs

hakul , st. M. (a?) (i?) nhd. Mantel ne. coat (N.) Hw.: vgl. ahd. hahhul* (st. M. a?, i?) Q.: GlTr (Anfang 11. Jh.) E.: germ. *hakula-, *hak…

kukul?

KöblerMhd

kukul? , Sb.? nhd. ein Tier mit gestreiftem Fell Q.: MarcoPolo (2. Hälfte 14. Jh.) E.: Herkunft ungeklärt? W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 671 (kuku…

куркуль

RDWB2

kur·kul

куркуль перен. , разг. , презр. Geizkragen m , Geizhals m , Knauser m

Melkul

MeckWB

mel·kul

Melkul f. weißlicher Nachtfalter Wa Jab ; Ma Gnoi ; vgl. Puttul .

оракул

RDWB2

ora·kul

оракул он тоже не оракул - er hat auch nicht die Wahrheit gepachtet idiom.

Snorkul

MeckWBN

snor·kul

Wossidia Snorkul f. Schleiereule, tyto alba Giese Tiern. 19.

stekul

KöblerAs

ste·kul

stekul , Adj. nhd. rauh, steinicht, steinig ne. rough (Adj.), stony (Adj.) ÜG.: lat. confragosus GlPW, fragosus GlPW Hw.: vgl. ahd. stekkal*…

tabernākul

KöblerMnd

tabernākul , M., N. Vw.: s. tabernākel L.: MndHwb 3, 744 (tabernâkul)

torkul

KöblerAhd

tor·kul

torkul , st. N. (a) nhd. Torkel, Kelter, Presse ne. winepress ÜG.: lat. (contusio)? Gl, prelum Gl, torcular NGl Vw.: s. oli- Q.: Gl (2. Vier…

versikul

KöblerMnd

versikul , N. Vw.: s. versikel

Ableitungen von kul (1 von 1)

kule

DWB

kule , f. grube oder kugel, s. kaule .