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krüsch

nhd. bis Dial. · 3 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

krüsch m. f. n.

Bd. 11, Sp. 2477
krüsch, grüsch, m. f. n. kleie. 11) nhd., 1@aa) krüsch: fast wie die kleien oder des (wol das) krüsch mit dem mäl zu vergleichen ist. Thurneisser prob. der harnen 63; ein schlichte, so aus krüsch, essich und altem schmer gemacht worden. Heuslin, Gesners vogelb. 1557 181b (bei Horst 355 aus kleien). aus Luxemburg gibt Gangler 254 krösch (kresch) m. kleie, aus der Schweiz Stalder 2, 138 krüsch, grüsch neutr., bei Maaler 254c krüsch vom mäl (das), canicae; krüsch furfur Calepin. bei Dief. 253a, in einem pfälz. voc. des 15. jh. krúsch nov. gl. 186b. [] 1@bb) auch mit gr- schon seit jhh.; wie aus Tirol, Schwaben Schm. 2, 123 grüschen pl. gibt, aus Appenzell Tobler 236b grösch m. und grüsch f., so im 17. jh. Henisch 1764, Schönsleder Y 3a grüsch furfures, im 16. jh. Dasyp. 83a, in dem gloss. zu dem Baseler nachdruck von Luthers N. T. 'triestern, grüsch, treber' (Fromm. 6, 44b), in vocc. des 16. 15. jh. grüsch, grusch, grysch furfur Dief. 253a, grusch nov. gl. 186b, grüsch Tobler 236b, s. auch Lexer mhd. handwb. 1, 1107. 1@cc) auch eine nebenform mit -t für -c (-ch): grüst, grust furfur Dief. 253a aus Brack (in der Leipz. ausg. 1491 gryesz 24b, wie in der gemma griesz oder clyen furfur), grüst Tobler 237a; waytzinkleyen, waytzingruste, cancabrum. voc. th. 1482 mm 8a, weytzengrüst Augsb. voc. rer. von 1468 bei Dief. nov. gl. 71b. gewiss auch krüste, krüst, s. unter 2. schwäb. krust m. plunder Schmid 328, bair. grust Schm. 2, 123 scheint verschieden. 22) mhd. in weiʒenkrüsch cantabrum Wackern. voc. opt. 23a. ahd. crusc in den flor. gl.: furfur, crusc vel chliha. Eccard. Francia or. 2, 983b (Graff 4, 344); man musz aber nach dem umlaut auch chruski, cruski voraussetzen. Auch die bildung mit -t liegt glaub ich vor in dem bis jetzt dunklen gikrusti n. bei Otfried, woraus brot (brotkrumen) gewonnen werden, in der geistlichen auslegung von Christi wunder mit den fünf broten: thâr findist thu io thuruh nôt filu geistlîchaʒ brôt untar themo gikruste (var. kruste). III. 7, 78. Beide, krus-ki und krus-ti stellen sich nach form und inhalt bequem zu alem. krosen zermalmen, zerkleinern, von dem auch eine ahd. spur nicht fehlt, s. unter krosen 2. 3. krüsch und grüst stehen nebeneinander, wie von demselben stamme kroschel und krostel knorpel (s.krosel 3). bei den formen mit gr- liegt vielleicht eine einwirkung von mhd. grieʒ und seiner sippe vor (grieʒen zu gries malen Kolm. meist. s. 531), vergl. das griesz furfur unter 1, c und gruzze, grutze furfur Graff 4, 344, noch 15. jh. grutz, grütsch Tobler 237a. 33) erwähnenswert ist, dasz das wort auch bei den Romanen fortlebt (Diez 398, 2. ausg. 2, 22), gewiss von den Langobarden, Burgundern oder Franken eingebracht: it. crusca kleie, churwelsch crisca, piem. grus, franz. dial. gruis, dazu provenz. cruscá zermalmen. Tobler app. spr. 236b bringt aus der frz. Schweiz crutze f.
2915 Zeichen · 110 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    krüschm. f. n.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    krüsch , grüsch , m. f. n. kleie. 1 1) nhd., 1@a a) krüsch: fast wie die kleien oder des ( wol das) krüsch mit dem mäl z…

  2. modern
    Dialekt
    Krüsch

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Krüsch , s. Grüsch Seite 284.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kruesch

6 Bildungen · 4 Erstglied · 1 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von kruesch 2 Komponenten

kru+esch

kruesch setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kruesch‑ als Erstglied (4 von 4)

Krüschbohne

ElsWB

kruesch·bohne

Krüschbo h ne [’{X}rîpónə Olti. ] f. verfälschte Zuckererbse. s. Grüsch Seite 284 u. vgl. Më h lbolle n .

Krüschbummer

ElsWB

kruesch·bummer

Krüschbummer [’{X}rîpùmər Henfli. ] m. Spottname eines Müllers; s. Grüsch Seite 284.

kruesch als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von kruesch (1 von 1)

Gekrüsch

RhWB

Ge-krüsch -ȳ·ə. = Gekröse s. bei Kros II.