Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kramanzen
kramanz , kramanzen , übermäszig höfliches gebahren, complimente, umstände, besonders im 16. jahrh. viel gebraucht; s. schon unter C. die formen zu trennen ist nicht wol thunlich, sie scheinen im gebrauch selbst meist unklar geblieben zu sein zwischen einem subst. collectiver art und einem infinitiv ohne sonstige verbalform ( doch vgl. das spätere hab cramanzet unter 1, h ), wie das bei dem seltsamen ursprung des wortes begreiflich ist. 1 1) Gebrauch und bedeutung. 1@a a) zuerst ein seltnerer gebrauch, von schrift, wol schnörkeln: jeder will schreiben ein kramanzen, das man sech, wölichen weg …