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Kränke

nhd. bis sprichw. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 6 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Kränke

Bd. 4, Sp. 1374
Kränke, Kränkde Allg., u. zwar -ęŋk [-ŋkə, –ŋdə OBerg]; doch -ęŋgt Merz, Saarbg, Trier, Bitb [-i-], Koch, Prüm, Malm, SMonsch; -ŋdə Eusk, Köln (u. -ŋk), Bergh, Dür, Jül, Aach, Monsch, SNfrk bis Geld-Pont, Mörs-Birten, dann rrhn. MülhRh, NBerg f.: 1. Pl. dazu -ə(n) jede Krankheit; dat as en bis (böse) Kr.; den hot de Kr. of em Leif, en Kr. övver sech, hat en bis Kr. ankregt; de Kr. os op der Kihr; de Kr. hat de Kihr die Gefahr ist vorüber Allg. im Geb. von Kränkt (daneben Krankhet), im übrigen Geb. mehr letzteres Wort, während Kr. nur noch von alten Leuten gebraucht wird. RA.: En hot honnert Kr.ən on äm (einem einzigen) Dag Saarbg. De Reichmannskr. on de Ärmerleitsschold es der Welt bekannt Saarbg-Faha. Op Fraulecktskränkten on Hondslämden (-lahmheit) stellt (get) mer net vill Prüm-Ihren. — 2. Sg. t. a. eine bestimmte Krankheit. α. bei Menschen; de Herzkr., de Brostkr.; bes. die Fallsucht, en de Kr. fallen; op der Stross kräg ene Mann de Kr. Allg.; fallende Kr. Saarbg-Körrig, Bitb, Prüm-Kopp Reuth Sevenich, Daun-Lissing, Malm-Schoppen, Schleid-Wollseifen, Bo-Alfter Mehlem, Jül-Bourh, Selfk; de kodd (böse) Kr. Dür-Stdt, — de wide (wütende) Kr. Kreuzn; Seuche, bes. Schwindsucht WMosfrk; Kinderkrämpfe, an de Kr. falen Bitb, NBerg, Ruhr, Mörs, Geld; Nervenkrankheit Gummb; de kal Kr. kaltes Fieber Dür; de ful Kr. Faul-, Trägheit Rip. RA.: De hot die Kr. en er ist witzig Goar-OWesel; der Bu hat die Kr. em Leib ist ein durchtriebener Schlingel Saarbr. Hen hät de fresse Kr. on de leie (liegende) Plog (Plage) der Faulenzer Schleid-Dreiborn. E hät de Kr. em Portmannee er hat kein Geld Rip. We süff (säuft) wie en Sänk, de krit de Kr.; we friss wie en Der (Tier), de krit se noch ehr Köln-Stdt, Jül. — β. bei Tieren, Krämpfe NBerg, Ruhr, n. Ruhr, Klev, Geld, Mörs; Staupe bei Hunden, Tollwut Allg.; Schwindsucht bei Katzen Allg. — γ. bei Pflanzen, Peronospora am Weinstock Ahr; de Haverkr. Monsch. — δ. dat Dinge het de Kr. gekrigt ist entzwei Kobl-Bend, Allg. — b. in Flüchen, Verwünschungen; Kotz Kr.! Simm, Mörs; Mord Kr.! Köln-Stdt; Donner Kr.! Trier-Schleidw, MülhRh-Overath. — Krie de Kr.; hättschte de Kr.; do sollschte (doch) de Kr. krieə; nau krie (mer) doch de Kr.; datschte nore de Kr. kriescht; deich soll de Kr. holle! hol dich der Teufel, scher dich; oft ist diese Verwünschung so abgeschwächt, dass sie nur als Ausruf der Verwunderung gilt, och, krie de Kr., es dat wohr! Rhfrk, Allg.; hall's Maul on kreij de Kr.! Nahe; krie neinonneinzig Kr.! Birkf-Oberst; krie de wide (wütende) Kr.! Kreuzn, — de widig Kr.! Kobl-Vallendar; krie de Kr. un reit die Poss! Simm-Laufersw, Birkf, Dür; de Kr.; do soll doch de Kr.; dat dech de Kr.! Rip; ei, die Kr.! Nahe. Ech hauen dech, datste de Kr. kris! Rip, Allg. — Mer kennt jo grad de Kr. krieə! vor Ungeduld, Verzweiflung, Ärger Rhfrk, Allg.; mer soll de Kr. krige; et es, öm (för) de Kr. ze kr.! Rip, Allg.
2943 Zeichen · 95 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    KränkeDie

    Campe (1807–1813) · +1 Parallelbeleg

    † Die Kränke , o. Mz . der Zustand des Krankseins; in manchen Gegenden, eine Benennung der Fallsucht, schweren Noth; auc…

  2. modern
    Dialekt
    Kränkef.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Kränke f. : 1. 'schwere Krankheit, bes. Epilepsie', Kränk (gręŋg, -e-) [verbr.]; vgl. Teufels- , Hahnen- , Höllen- , Mil…

  3. Sprichwörter
    Kränke

    Wander (Sprichwörter)

    Kränke 1. Die böse Kränk kriegen. – Thelemann, 32. Eine um das Jahr 1666 herrschende Seuche in der Pfalz. 2. Du sollst d…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit kraenke

16 Bildungen · 16 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von kraenke 2 Komponenten

kra+enke

kraenke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

kraenke‑ als Erstglied (16 von 16)

Kränkede

WWB

kra·enkede

Kränkede f. [WMünsterl Rek Dor Enr Isl Alt] 1.1. Krankheit. — 1.2. Epilepsie, Fallsucht; Krämpfe (bes. von Kindern). He het de Kränkte ist E…

kränkeldich

LothWB

kraenk·eldich

kränkeldich [krækəldiχ Falk. ; krækərleχ D. Si. ] adj. kränklich. — lux. 243 kränkerlech.

kränkeler

DWB

kraen·keler

kränkeler , m. der viel kränkelt, valetudinarius, 'ein kranker leinweber'. Stieler 1026 , bei Campe kränkler als neu nach folg.: da trat er …

kränkeln

DWB

kraen·keln

kränkeln , leicht krank, kränklich sein. 1 1) eigentlich, kränkelen Stieler 1026 mit dem beispiele man kränkelt solange, bis man krank wird;…

kränkelnd

LDWB2

krän|kelnd adj. (immer oder häufiger kränkelnd) malsann (-agns, -ana), malatize (-zi, -zia), malintun.

kränken

FWB

1. ›jn. / etw. schwächen (an Kraft); (die Wache) mindern, reduzieren‹; 2. ›jm. / e. S. Schaden zufügen‹; auch: ›etw. zerstören‹; 3. ›jn. (an…

kränkerlich

PfWB

kraenk·erlich

kränkerlich Adj. : = kränklich , kränkeʳlich (gręŋgəʳliχ, -iš) [mancherorts, Don-Werb Schowe Torscha]. Syn. s. gebrechlich . Er es k. [ KB-K…

kränkeste

Adelung

kraen·keste

kränkeste , adj. et adv. 1. Eigentlich, oder doch mehr eigentlich. 1) * Dünn, schwächtig, schlang. Rose wengel muindel rot si hat Val har la…