Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Knute f.
Knute f.
Knute f. ‘Riemenpeitsche’, vorzugsweise jedoch in übertragenem Sinne ‘Gewalt-, Willkür(herrschaft)’, entlehnt aus russ. knut (кнут) ‘Peitsche’, eigentlich ‘Knotenpeitsche’, seinerseits eine Entlehnung aus anord. knūtr, aschwed. knūter ‘Knoten’, die mit nhd. Knoten (s. d.) verwandt sind. Knute, in Reisebeschreibungen über Rußland seit der 1. Hälfte des 17. Jhs. bezeugt, trifft auf einheimisches Knottpeitzsche (Ende 16. Jh.) und entwickelt von daher die Mischform Knuttpeitsche (17. und 18. Jh.). In übertragenem Sinne (vgl. die Knute geben, unter der Knute stehen u. dgl.) wird der Ausdruck seit der 2. Hälfte des 18. Jhs. auch auf Verhältnisse außerhalb Rußlands bezogen.