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knotig

nhd. bis Dial. · 6 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
7 in 6 Wb.
Sprachstufen
3 von 16
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3
Verweise raus
13

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

knotig

knotig

Knoten m. ‘Verknüpfung von Fäden, Stricken, Bändern’, auch ‘Verdickung, Anschwellung’, ahd. knoto ‘geflochtener Riemen’ (8. Jh.), mhd. knote ‘Verknüpfung, Verdickung’. Daneben steht bereits früh mit grammatischem Wechsel ahd. knodo ‘geflochtener Riemen’ (9. Jh.), ‘Fingerknöchel’ (11. Jh.), mhd. knode ‘Verknüpfung, Verdickung’. Zur t-Form gehört Knüttel (s. d.), zur d-Form Knödel (s. d.). Im Nhd. stehen die Doppelformen Knote, Knoten und Knode, Knoden lange nebeneinander, bis sich im 18. Jh. Knoten (mit auslautendem -n aus den obliquen Kasus) durchzusetzen beginnt. Auch die nächsten germ. Verwandten zeigen unterschiedlichen Auslaut der Wurzelsilbe. Zusammen gehören mhd. knotze ‘Knorren’, aengl. cnotta ‘Verdickung’, engl. knot ‘Knoten’, aengl. cnyttan ‘verknüpfen’, engl. to knit ‘stricken’, mnl. cnutten ‘knoten, festmachen’, mnd. knütten ‘zusammenknüpfen, -knoten, knüpfen, stricken’. Eine andere Gruppe bilden anord. knūtr ‘Knoten’ (s. Knute), schwed. knut ‘Knoten’, anord. knūta ‘Knochenkopf, Knöchel’. Außergerm. Verwandte finden sich im Balt., vgl. lit. gniùsti ‘drücken’, gniùtulas ‘Ballen, Knollen, Klumpen’, gnùtulas ‘(faustgroßer) Klumpen’. Erschließbar ist eine Erweiterung ie. *gneut- (wozu auch knutschen, s. d.) der Wurzel ie. *gen- ‘zusammendrücken, kneifen, zusammenknicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’, die in einer Vielzahl von (oft nur im Germ. vertretenen) Erweiterungen begegnet (s. Knopf, Knorren, Knust). – knoten Vb. ‘verschlingen, verknüpfen’, mhd. knoten. knotig Adj. (15. Jh.). Knoten m., meist im Plur., in der Seemannssprache Maßeinheit für die Schiffsgeschwindigkeit (Seemeilen pro Stunde), entlehnt (Anfang 18. Jh.) aus gleichbed. engl. knot, Plur. knots, eigentlich die Knoten in der Logleine zum Messen der Fahrgeschwindigkeit.
1771 Zeichen · 64 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knotig

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Knotig , -er, -ste, adj. et adv. mit Knoten versehen. Ein knotiger Stock, ein Knotenstock. Ein knotiger Strick. Schwed. …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    knotig

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    1 knotig 1 mit Astknorren versehen; von einem derben Stock, Stab [ Treufreund zu Hoffegut: ] Nimm zuerst diesen k-en Prü…

  3. modern
    Dialekt
    knotig

    Mecklenburgisches Wb.

    knotig s. das Vor. ; aus dem Hd. für mda. Knüppig.

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16 Knoten, 11 Kanten

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knotig

6 Bildungen · 1 Erstglied · 0 Zweitglied · 5 Ableitungen

Ableitung von knotig

knot + -ig

knotig leitet sich vom Lemma knot ab mit Suffix -ig.

knotig‑ als Erstglied (1 von 1)

Ableitungen von knotig (5 von 5)

Entknotigen

Campe

♁ Entknotigen , v. trs. des Knotens berauben, den Knoten lösen; besser entknoten. Das Entknotigen. Die Entknotigung, die Entwickelung des Kn…

entknotigung

DWB

entknotigung , f. enodatio, fr. dénouement: ( so dasz ) wir gleichwol die entknotigung des frommen mönchromans erfahren. Wieland 21, 297 . v…

Unknotig

Campe

Unknotig , adj . u. adv . keine Knoten habend. Eine unknotige Schnur. — Auch unknotige Tann' — Voß.

Verknotigen

Campe

Verknotigen , v. trs . verknoten. S. d. D. Verknotigen. D. — ung . Krankheit, Verfolgung, Betrübniß und Pein Soll unsrer Liebe Verknotigung …

verknotigung

DWB

verknotigung , f. enge, feste verknüpfung mittels eines knotens: käm alles wetter gleich auf uns zu schlahn, wir sind gesinnt bei einander z…