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Knüchel

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
6 in 5 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
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17
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19

Eintrag · Rheinisches Wb.

Knüchel

Bd. 4, Sp. 1020
Knüchel das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk -iχ-, –e- [in den Städten nach dem Nhd. auch daneben -ę-]; Mosfrk -iχ-, –e- [Trier-Stdt -ęχ-]; Rip -øχ-, –-, -øy-; OBerg -yχ-, –ȳə-, u. -k-, –ȳ- f. [Gummb-Homburgisch -χ-]; Eup -ək-; SNfrk -ȳək- [Heinsb-Schierwaldenr Saeffeln, Kemp-Breyell Grefr -k-]; NBerg, Klevld -k-; Pl. wie Sg. u. -əln, –ələ, SNfrk, Klevld -əlts m.: 1. Knöchel des Fuss-, Finger-, Hand- u. Ellenbogengelenks bei Mensch u. Tier, im SNfrk, z. T. nur des Ellenbogens; de hät spetze Kn.ə; die Kn.ə dohn mer wih von jeder Art Kn.; de Kn.ə an de Föss, van de Fengere, van (op) der Hand, am Elleboge Rip, Allg.; de Kn.ə schure die Fusskn. aneinanderreiben beim Gehen Sieg; de hängt de Kn. ganz anen (aneinander) dass. Eup; et Wasser geht mer bes an de Kn.ə Rip, Allg.; sich of de Kn. setze in die Hocke Neuw; ene Kn. make beim Schreiben den Kn. des Zeigefingers krümmen Kemp; de Koartespieler hon Kn.ən vun Eisen da sie mit den Fingerkn. auf die Tischplatte klopfen Trier; die Kn.ən halen beim Klickersp. muss der Verlierer die geballte Faust am Mal auf den Boden halten, auf die die Gewinner ihre Klicker schnellen (Kn.ən schieten) Gummb, Kn. scheiten Ess; de Kn.ə kreien dass. Bernk-Neumag; enen möt de Kn.ə schlage (en de Reppe stuəte) Kref, Allg. de Kn. derdursteke (-stechen) den Ellenbogen durch den durchlöcherten Ärmel; ech han mech an der Kn. gestuəte; an de Kn.! abschläg. Antw. SNfrk; de tast bes an de Kn.ə dren ins Geld, er ist reich MGladb. — 2. übertr. a. sachl. α. verächtl. Pl. Finger; loss deng Kn.ə dervan! Sieg. — β. Ofenrohrknie, Knie, Krümmung im Schornstein Erk-Elmpt Wegbg. — γ. der Teil der zur Gewinnung eines neuen Rebstockes eingelegten Rebe, der vom Mutterstock aus bis zu der Stelle reicht, wo diese Rebe ganz im Boden eingegraben wird Sieg-Rhönd. — δ. kleine, irdene Mutzpfeife Waldbr-Bladersb. — ε. Bodenerhöhung, Hügel uWupp 1870; op gene Kn. Häusergruppe im hohen Haasberg Eup-Stdt. — ζ. Rest Tabak in der Pfeife Eup-Herzogenr. — η. -eχ- Hederich Prüm-Radschd. — b. persönl. α. starkknochiger, plumper, ungefälliger Mensch; de al Kn. geht mer net us dem We (Wege) Waldbr, Sieg. Spruch: Zo Böchel soss en ale Kn., der hatt sing Mötz op enem Uhren, dat git bei dem döcks (oft) vell Schuren (Launen) Sieg-Fussh. — β. ū:r əknkəl Ohrwurm Eup-Stdt.
2321 Zeichen · 76 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    knüchelm.

    Grimm (DWB, 1854–1961)

    knüchel , m. s. knöchel . schweiz. aber knüchel, kleiner untersetzter mensch Stalder 2, 117 , s. knochen 5; noch anders …

  2. modern
    Dialekt
    Knüchel

    Mecklenburgisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Knüchel s. Klugen .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knuechel

11 Bildungen · 11 Erstglied · 0 Zweitglied · 0 Ableitungen

knuechel‑ als Erstglied (11 von 11)

Knüchelarsch

RhWB

knuechel·arsch

Knüchel-arsch -ȳəkəlārš  Kemp-Dülken Süchteln m.: Kn. schlage Purzelbaum schl.

Knüchelbohnen

RhWB

knuechel·bohnen

Knüchel-bohnen -øyχəltsbu·n.ə Bergh-Elsd Pl.: B.suppe aus zu Würfeln gebrochenen grünen Stangenbohnen.

knüchelen

WWB

knüchelen V. [WMünsterl] (leicht und anhaltend) hüsteln.

knücheln I

RhWB

knücheln I schw.: 1. a. -oyχ-, fing (fein) geknöuchelt sen zierliche Fussgelenke haben, bei Mädchen Aach-Eschw . — b. -iχ-, –e-, –ø-, –y-, –…

Knüchelseife

RhWB

knuechel·seife

Knüchel-seife -øχəltssēfə Gummb-Homburgisch f.: scherzh. die Wäsche mit Kn. waschen, d. h. tüchtig mit der Hand reiben.

Knüchelsuppe

RhWB

knuechel·suppe

Knüchel-suppe -øχəltsup Köln ; -tsǫp, –u- Sieg-Fussh Siegbg Sieglar Süchterschd f.: Bohnensuppe aus zu Würfeln gebrochenen grünen Stangenboh…