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Knollen

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RhWB
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18 in 12 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Knollen

Bd. 4, Sp. 985
Knolle, Knollen Rhfrk -olə, –u-; Kobl, Neuw, Altk -o- m.; Trier-Stdt -ǫ- u. -ǫ·l. f.; sonst -o·l., –ǫ·l., Pl. -·l.ə(n); Klevld -ǫl, Pl. -lə [Erk-Elmpt -ōl, Pl. -ǫ·l.ə] f. [Schleid-Hellenth m.]; Demin. -elχə, –i-, –ę-, --, –lkə, –ltjə: 1. Verdickung, Auswuchs, dicke Masse, Klumpen aus mehreren Teilen. a. im allg. Sinne Allg.; knollenartige Auswüchse an den Wurzeln der Kohlpflanzen, von Larven veranlasst Neuw-Asb, Sieg-Fussh; de Erdäppel sen richtige Kn.ə Rip, Allg.; Knöllkes Suppen-, Fleisch- oder Teigknödel MGladb-Rheind; Knöllchen trecke Loshalme ziehen Köln-Deutz. — b. im bes. α. Erdscholle Wend, Goar, Siegld-Salchend, Prüm. RA.: We Füəl (Vögel) wellt fänken, dorf net mot Kn.ən drowerfen Prüm-Ihren. — β. grosses, unförmiges Stück Brot, Fleisch Kreuzn-Pferdsf, Goar-Steeg, Birkf-OTiefenb, Wend-Gehw, Prüm, Malm, Altk-Bachenbg (-·l.ən), uWupp (-·l.ən). — γ. Garnknäuel Mörs-Lütting, Klev-Düffelward Goch Niel, Dinsl-Sterkr. — δ. Erdfrüchte [Rüəbe-, Erpelskn. Erk-Elmpt]. αα. Erdkohlrabi Prüm; Knellche Kohlrabi über der Erde, Luftkohlrabi, im Gegens. zu den Strink Erdk. Bitb-Rittersd. — ββ. Rotrübe Prüm-Mürlenb 1860, Neuw (s. Wk IV 8). — γγ. Runkelrübe Verbr. in einem geschlossenen Geb., das in der Wk. IV 24 angegeben ist. RA.: E Gesech wie en Kn. so breit, plump Allg. En dem sein Uhre könnt mer Kn.ə setze so schmutzig sind sie Kobl-Güls. — δδ. Zuckerrübe Verbr. in demselben Geb., da, wo Zuckerrübenbau üblich ist. — εε. weisse Rübe, Herbst-, Wasserrübe, brassica rapa, auch Grün, Herst-, Knollen-, Stoppelgr., Stoppel-, Herstkn., Grünkn. genannt, in SGeld wie in Kemp auch Krut, zu Gemüse u. Viehfutter verwendet Geld, Mörs, Klev, Rees, Dinsl. RA.: So dof (taub, schwerhörig) as en Kn. Allg.; so doll as en Kn. Klev. Wen Kn.ən will eten, darf Lorenz (Sätag) nich vergetten Dinsl, Rees. Achter de Klutte (Erdschollen) wassen de beste Kn.ə Mörs-Vynen. Kn.ə, di den Bur dör de Bocks (Hose) rolle sie verursachen Blähungen Allg. Wenn et Kristkend es geboren, häbben de Kn.ə de Schmak verloren Klev. Hei lött (lässt) sek ken Kn. in de Mötz drähjen (drehen) sich nicht anführen Rees-Ringenbg. Den es ok met de Kn.ə gar er hat nichts mehr Geld-Schravelen. — ζζ. Kartoffel Jül-Mersch. — ηη. -ol (nicht -lə) Knaul, sceleranthus annuus oder perennis Simm-Laub. — 2. übertr. a. sachl. α. verächtl., scherzh. Kopf Ottw-Wiesb, Ahrw-Hepping. — β. verächtl. dicke Nase Allg. — γ. -lə m. Strafanzeige; en Kn. kriege, mache Kreuzn, Goar, Simm; e Knllche (aber auch -ø-) n. Meis-Lauschd, Kobl, Neuw-Stdt, Schleid-Hüngersd, Eusk, Rheinb, Bo, Sieg-NCassel Thomasbg, Köln, Bergh, Dür-GrHau, Aach, Neuss-Delhv. — b. persönl. α. kleiner, dicker Mensch Schleid-Hellenth. — β. rauher M., Scheffskn.ə Schiffsknecht Kobl-Stdt. — γ. onwise Kn. dummer M. Dür. — δ. dowe Kn. Schwerhöriger Geld-Schravelen. — ε. Neckn. Ümse Kn.ə derer von Klev-Üdem; Weeze Kn.ə derer von Geld-Weeze; Stadtsche Kn. derer von Emmerich; Kohlscheder, Stolberger Kn.ə derer von Aach-Kohlschd Stolbg. — ζ. verächtl. altes Pferd Geld.
3077 Zeichen · 127 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knollen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Knollen , verb. reg. act. welches nur bey den Brätzelbäckern üblich ist. Den Teig knollen, ihn, wenn er zerbröckelt word…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Knolle(n)

    Goethe-Wörterbuch

    Knolle(n) soweit erkennbar mask, meist pl 1 zusammengeballte (kugelige) Masse, Klumpen [ betr Breccienmassen ] Sie liege…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Knollen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Knollen in der gotischen Architektur soviel wie Krabben (s. d.); vgl. Knollenkapitell.

  4. modern
    Dialekt
    Knollen

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Knolle n [Knòlə Str. Dunzenh. Z. ] m. 1. Knöchel, Fussgelenk. s. auch Knöchel, Knode n . 2. Klümpchen (Mehl, Salz u. ä.)…

  5. Spezial
    Knollen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Knol|len m. (-s,-) 1 ‹bot› (Knoblauch) ce (ces) m. 2 baloche (-chi) m. , gnoch (-ch) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knollen

102 Bildungen · 101 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von knollen 2 Komponenten

knol+len

knollen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

knollen‑ als Erstglied (30 von 101)

Knollenhuf

SHW

Knollen-huf Band 3, Spalte 1515-1516

Knollennase

SHW

Knollen-nase Band 3, Spalte 1515-1516

Knollenbätschen

RhWB

knollen·baetschen

Knollen-bätschen Sieg-Rhönd Pl.: Pressrückstände von Runkelrüben, die bei der Obstkrautbereitung verwendet werden.

Knollenball

RhWB

knollen·ball

Knollen-ball im Geb. des Zuckerrübenbaus m.: Festlichkeit bei Beendigung der Z.rübenernte.

Knollenbeere

RhWB

knollen·beere

Knollen-beere -ǫlbEs nach Wk. IV 26 rrhn. n. einschl. Rees-Bislich Mehr Haldern Heelden Vehling u. Klev-Düffelward f.: Stachelbeere.

Knollenbirne

RhWB

knollen·birne

Knollen-birne -olbEr Simm-Riegenr ; -ǫ·l.tsbēr Sieg-Fussh ; -ǫləpEr Geld-Schravelen f.: B.sorte, ohne Saft u. Geschmack.

Knollenblätterpilz

Pfeifer_etym

knollen·blaetterpilz

Knolle f., Knollen m. ‘Auswuchs, Klumpen, Wurzelverdickung’, ahd. knollo ‘Riff, Klippe’ (8. Jh.), ‘Klumpen’ (Hs. 13. Jh.), mhd. knolle ‘Klum…

knollenblume

DWB

knollen·blume

knollenblume , f. trollius europaeus, die kugelranunkel, mit kugelförmig gebildeter blume. Nemnich 4, 1499 .

Knollenbutter

RhWB

knollen·butter

Knollen-butter -o- Verbr. im Geb. von Knolle 1 b δ γγ εε f.: B., zur Zeit der Knollenfütterung entstanden.

Knollenfink

ElsWB

knollen·fink

Knoll en fink m. grober, ungeschliffener Mensch Str. ‘Der K. soll mer doch syn Debbedat dervor noch krieje’ Pfm. III 2. — Schweiz. 1, 868.

knollenförmig

GWB

knollen·foermig

knollenförmig von unregelmäßig kugeliger Gestalt inwendig ist der Stinkstein derb, die knollen- und halbkugelförmige Oberfläche scheint eine…

knollenfrucht

DWB

knollen·frucht

knollenfrucht , f. frucht von knollengewächsen: er verwüstet oft ganze felder durch anfressen der knollenfrüchte. Brehm illustr. thierleben …

Knollengebot

RhWB

knollen·gebot

Knollen-gebot Dür-Girbelsr n.: in der Bauernregel für den Bau der Runkelrübe: Langsam on got es et iərzte Kn.

Knollengebreide

RhWB

Knollen-gebreide -jəbre·i.t Sieg n.: Runkelrübenfutter für das Rindvieh.

Ableitungen von knollen (1 von 1)

verknollen

RhWB

ver-knollen: 1. etwas v., verderben, verpfuschen; da's ok en verknollde Bul verunglückte, aussichtslose Sache Emmerich . — 2. die Milch hat …

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APA
Cotta, M. (2026). „knollen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 16. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/knollen/rhwb?formid=K10730
MLA
Cotta, Marcel. „knollen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/knollen/rhwb?formid=K10730. Abgerufen 16. May 2026.
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Cotta, Marcel. „knollen". lautwandel.de. Zugegriffen 16. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/knollen/rhwb?formid=K10730.
BibTeX
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