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Knirschen

nhd. bis spez. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Knirschen v., ntr, intrs, trs

Bd. 2, Sp. 981a
Knirschen, v. I) ntr. mit haben, denjenigen Laut von sich hören lassen, welchen dies Wort nachahmet, und welcher ein Knirren ist, bei welchem man zugleich ein gewisses Zischen hört, dergleichen z. B. gehört wird, wenn harte Körper gegen einander gestoßen und zermalmt werden, im Hennebergschen knirbeln, im Schwäbischen knirfen, knirfeln. Der Sand knirscht, wenn man darauf beißet. Eine Speise knirscht, wenn Sand darin ist und dieser zwischen die Zähne kömmt. Die Zähne knirschen, wenn sie heftig gegen einander gebissen und gerieben werden. Der Schnee knirscht, wenn er gefroren ist und darauf gegangen wird. II) intrs. diesen Laut hervorbringen. Mit den Zähnen knirschen, die Zähne fest auf einander drücken und gegen einander reiben. Besonders, wenn dies vor Wut geschieht. Dann, knirschend beißen. Und knirscht (das Roß) voll Ungeduld in die beschäumten Zügel. Schiller. III) trs. mit Hervorbringung dieses Schalles zerdrücken, zerreiben, zerbeißen, zerschlagen. Hanf knirschen, ihn zerdrücken. Der Hund knirscht einen Knochen, wenn er ihn knirschend zerbeißt, zermalmt. Die Zähne in etwas knirschen (R.), mit knirschenden Zähnen in etwas beißen. Plötzlich vom hellen Altar der Erstlinge raffet sich Rhötus Einen lodernden Brand, und rechts an dem Haupte des Charaxus Knirscht er die Schläfe hindurch. — Voß. Das zusammengesetzte zerknirschen ist gewöhnlicher. — I Osnabrückschen lautet dieses Wort knarßen, knarseln, auch sagt man daselbst Knastern oder knaustern, welches aber davon zu unterscheiden ist. S. Knastern und Knistern. — Das Knirschen. Die Knirschung.
1586 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knirschenv., ntr, intrs, trs

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    Knirschen , v. I) ntr . mit haben , denjenigen Laut von sich hören lassen, welchen dies Wort nachahmet, und welcher ein …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    knirschen

    Goethe-Wörterbuch

    knirschen wiederholt subst 1 harte, (unangenehm) mahlende Reibelaute hervorbringen (meist durch das heftige, oft gewalts…

  3. modern
    Dialekt
    knirschen

    Elsässisches Wb. · +3 Parallelbelege

    knirsche n [knîrə Sier. ] mit den Zähnen knirschen. — Westerw. knōrscheln.

  4. Spezial
    knirschen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    knir|schen vb.intr. 1 gracé (gracia) 2 (mit den Zähnen) groté (i dënz), zané (zana).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knirschen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 3 Ableitungen

Ableitung von knirschen

knirsen + -chen

knirschen leitet sich vom Lemma knirsen ab mit Suffix -chen, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

knirschen als Zweitglied (1 von 1)

zerknirschen

DWB

zer·knirschen

zerknirschen , verb. , aus -knirsen, das landschaftlich -knersen lautet und mit -knorsen und -knursen ablautet; vgl. die angaben zu knirsche…

Ableitungen von knirschen (3 von 3)

erknirschen

DWB

erknirschen , frendere dentibus: wie Rodomont erknirscht mit stolzem toben, von blutdurst glühend und von grimm entbrannt. Gries Ar. 18, 11 …

verknirschen

DWB

verknirschen , verb. knirschend beseitigen, durch knirschen zu grunde richten: könnt ich nur gleich meine letzten minuten in krämpfen verkni…

zerknirschen

DWB

zerknirschen , verb. , aus -knirsen, das landschaftlich -knersen lautet und mit -knorsen und -knursen ablautet; vgl. die angaben zu knirsche…