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Knackwurst

nhd. bis sprichw. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
11 in 11 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Knackwurst

Knackwurst

knacken Vb. ‘einen kurzen, harten, hellen Laut von sich geben, mit einem kurzen, harten, hellen Laut knallen, auf-, zerbrechen, zerquetschen, gewaltsam öffnen’, frühnhd. knacken ‘krachen, einen Sprung, Riß bekommen’ (15. Jh.), mnd. knāken, knacken ‘krachen’, mnl. cnāken, cnacken, nl. knacken ‘knicken, brechen, krachen’, schwed. knaka ‘krachen’, engl. (mundartlich) to knack ‘krachen, brechen’ bilden mit ablautenden mhd. (niederrhein.) knochen ‘pressen, drücken’, aengl. cnocian ‘schlagen, stoßen’, engl. to knock ‘klopfen, schlagen, stoßen’, anord. knoka ‘schlagen, prügeln’ eine nur im Germ. vorkommende Gruppe von Lautnachahmungen. – Knack m. ‘kurzer krachender Laut, Riß, Sprung’ (17. Jh.; md. gnacke, 15. Jh.) ist entweder Rückbildung aus dem Verb oder Substantivierung der lautnachahmenden Interjektion knack. Knacker m. ‘knackendes Geräusch’ (17. Jh.), heute vor allem ‘komischer, (auch) geiziger alter Mann’ (um 1900), oft als Schelte oder spöttisch (da man die Gelenke knacken hört) alter Knacker; ferner (im Anschluß an knacken ‘geräuschvoll aufbrechen’) ‘Nußknacker’ (1700) sowie ‘Einbrecher’ (19. Jh.), vgl. Geldschrankknacker (20. Jh.), landschaftlich (auch f.) ‘Knackwurst’. Knackwurst f. angeräucherte Wurst aus gehacktem Fleisch mit Fettstückchen und dünner, spröder Schale (16. Jh.), nach dem knackenden Geräusch, das beim Hineinbeißen entsteht. Knacks m. ‘knackendes Geräusch, Knack, Sprung, Riß, gesundheitlicher Schaden’ (18. Jh.), verstärkende Bildung zu gleichbed. Knack (s. oben), wie knacksen Vb. (19. Jh.), Intensivum zu knacken (falls nicht von Knacks abgeleitet). verknacksen Vb. in Wendungen wie sich den Fuß, die Hand verknacksen ‘verstauchen’, oft mit knackendem Geräusch der Knochen oder Sehnen (um 1900). Anderer Herkunft ist verknacken ‘verurteilen’ (s. d.).
1793 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Knackwurst

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Die Knackwurst , plur. die -würste, aus Schweinefleisch und Schweinefett bereitete und hart geräucherte dünne Würste, we…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Knackwurst

    Goethe-Wörterbuch

    Knackwurst Götze hat mir fürtreffliche Knackwürste ausgemacht .. nur ein klein bischen zu stark gesalzen .. Deine bleibe…

  3. modern
    Dialekt
    Knackwurst

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    Knackwurst m. f. dünne, etwa 15 cm lange Wurst aus gewöhnlichem Wurstteig, zu 8 Pfg. das Stück. Es werden bei der Fabrik…

  4. Sprichwörter
    Knackwurst

    Wander (Sprichwörter)

    Knackwurst Er weiss nicht, ob Knack- oder Leberwürste gefüllt werden sollen. – Grimmelshausen, Teutscher Michel.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit knackwurst

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Zerlegung von knackwurst 2 Komponenten

knack+wurst

knackwurst setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

knackwurst‑ als Erstglied (2 von 2)