Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
kielholen
kielholen , nd. nl. kielhalen, dän. kjölhale, schw. kölhala. 1 1) vom schiffe, es umlegen um so die sonst im wasser gehenden theile auszubessern. russ. kilevat'. s. unter kielgraben. 2 2) von menschen, matrosen, einen im wasser unter dem kiel hinwegziehen, schwere schiffsstrafe, in diesem sinn auch engl. keelhale, keelhaul; das trockne kielholen ist milder, bloszes eintauchen bis auf eine gewisse tiefe, eine strafe wie sie auch auf dem lande im früheren rechtsgebrauch begründet war, wippen genannt ( vgl. rechtsalt. 726): wenn er von jungem rumm durchdampft einst umfällt, müsse den schatten ihm…